Pebble kehrt zurück: Smartwatch-Pionier startet mit Anti-Trend neu
10.01.2026 - 19:31:12Pebble, der einstige Vorreiter der Smartwatch, feiert auf der CES 2026 ein spektakuläres Comeback. Unter dem Dach des neuen Unternehmens Core Devices präsentiert Gründer Eric Migicovsky zwei neue Uhren, die bewusst auf den aktuellen Tech-Trends tanzen. Ihre Philosophie: weniger ist mehr.
Pebble Round 2: Die dünne Rückkehr der Legende
Im Mittelpunkt des Messestands steht die Pebble Round 2. Sie ist der direkte Nachfolger des 2015er-Modells, korrigiert aber dessen größte Schwächen. Das Gehäuse ist mit 8,1 Millimetern erstaunlich dünn geblieben. Der entscheidende Fortschritt verbirgt sich hinter dem neuen, randlosen 1,3-Zoll-Farb-E-Paper-Display. Es macht Benachrichtigungen und Zifferblätter deutlich lesbarer als beim Vorgänger.
Die spektakulärste Wert ist jedoch die Akkulaufzeit. Core Devices verspricht 10 bis 14 Tage mit einer Ladung – ein gewaltiger Sprung gegenüber den zwei Tagen des alten Modells. Dieser Effizienz hat das Gerät auch bewusste Verzichte zu verdanken: Es besitzt keinen Herzfrequenzsensor. Das ist Programm. Pebble setzt wieder auf Kommunikation und Zeitansage, nicht auf Fitness-Tracking.
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Verfügbar ist die Uhr in Edelstahl mit mattschwarzem, gebürstet silbernem oder poliert roségoldenem Finish. Die vier physischen Tasten, ein Pebble-Markenzeichen, bieten weiterhin ein präzises, haptisches Feedback. Vorbestellungen für 199 Euro sind möglich, der Versand soll im Mai 2026 starten.
Pebble Time 2: Ein versprochenes Gerät wird Wirklichkeit
Neben der runden Uhr feiert auch ein Geisterfahrzeug sein Debüt: der Pebble Time 2. Dieses eckige, stahlgerahmte Modell war 2016 kurz vor der Markteinführung gestoppt worden, als Fitbit Pebble übernahm. Jetzt ist es mit aktualisierter Technik, aber im originalen Design wieder da.
Die Time 2 positioniert sich als das vielseitigere Gerät. Sie verfügt über den bei der Round 2 fehlenden Herzsensor, einen größeren Akku und eine robustere Bauweise. Das Display nutzt die gleiche kontrastreiche E-Paper-Technologie. Allerdings müssen sich Käufer auf längere Wartezeiten einstellen. Die Massenauslieferung der vorbestellten Time-2-Modelle ist erst für die Zeit zwischen Ende Januar und April 2026 geplant – ein Hinweis auf die logistischen Herausforderungen eines Hardware-Neustarts.
Die Philosophie: Technologie soll nicht überfordern
Hinter den Spezifikationen steht ein klares Konzept. Core Devices will Pebble nicht als Konkurrenten zur Apple Watch oder Garmin sehen, sondern als Antidot zur digitalen Reizüberflutung. Auf der CES warb das Unternehmen nicht mit KI auf dem Handgelenk, sondern für „ruhige Technologie“.
Diese Ethos zeigt sich auch im dritten Produkt, dem Pebble Index 01. Dieser Smartring für etwa 75 Euro hat keine Gesundheits-Sensoren. Seine einzige Funktion: Sprachnotizen aufzeichnen, per Knopfdruck. Es ist die radikalste Umsetzung von Migicovskys Vision – Technik, die eine Aufgabe erledigt, ohne ständige Aufmerksamkeit zu fordern.
Die Software der neuen Uhren folgt dieser Linie. Die Oberfläche ist schnell und setzt auf die zeitliche „Timeline“-Ansicht, die Pebble einst berühmt machte. Es gibt keinen überladenen App-Store. Sprachsteuerung per Dual-Mikrofon ist möglich, bleibt aber auf Diktat und einfache Befehle beschränkt.
Marktchance oder Nischenspiel?
Die Rückkehr Pebbles fällt in eine spannende Phase für Wearables. Die Branche driftete zuletzt zu immer mehr Funktionen und Unabhängigkeit vom Smartphone. Pebbles Gegenentwurf ist ein dedizierter Smartphone-Begleiter. Könnte der Zeitpunkt perfekt sein?
Analysen deuten darauf hin. Trends wie „Digital Detox“ und die allgegenwärtige Akkuangst schaffen eine Nische für ein langlebiges, stylisches Gerät, das vor allem Benachrichtigungen filtert. Der Preis von 199 Euro für die Round 2 unterbietet zudem die Flaggschiffe der Konkurrenz deutlich.
Doch der Verzicht auf modernes Gesundheits-Tracking ist ein Risiko. 2026 ist dies der Haupttreiber für den Wearable-Kauf. Core Devices setzt stattdessen voll auf Design, Benachrichtigungs-Management und die Treue der ursprünglichen Pebble-Community. Ob diese Strategie über den Kultstatus hinaus trägt, muss sich erst zeigen.
Der Fokus liegt nun auf der Auslieferung. Die neue Software, die auf einer modernisierten Open-Source-Basis für iOS und Android läuft, muss stabil und zuverlässig funktionieren. Gelingt das, bietet Pebble in einem homogenen Markt eine echte Alternative. Zumindest für eine Woche in Las Vegas war der einstige Underdog zurück an der Spitze.
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