Paysafecard: Betrüger jagen mit neuen Maschen nach PINs
06.02.2026 - 03:40:11Betrüger setzen Verbraucher und Händler mit immer raffinierteren Methoden unter Druck. Ihr Ziel: die 16-stelligen PINs von Paysafecard-Guthaben, die wie digitales Bargeld funktionieren. Sicherheitsexperten und der Anbieter selbst warnen aktuell vor einer Intensivierung der Angriffe. Die Täter nutzen gefälschte E-Mails und psychologisch geschickte Telefonanrufe, um an die wertvollen Codes zu gelangen.
So bauen die Täter Druck auf
Die Angreifer setzen auf Social Engineering. Sie geben sich am Telefon als Support-Mitarbeiter, Anwälte oder sogar Behördenvertreter aus. Unter Vorwänden wie angeblichen Systemumstellungen, Geldwäsche-Prüfungen oder fiktiven Gebühren fordern sie ihre Opfer zur Herausgabe der PIN auf. Ist die Nummer einmal übermittelt, wird das Guthaben sofort eingelöst und ist meist unwiederbringlich verloren.
Neben Privatpersonen nehmen die Kriminellen zunehmend auch Mitarbeiter in Verkaufsstellen ins Visier. Tankstellen, Kioske und Lotto-Annahmestellen werden angerufen. Die Anrufer täuschen Servicemitarbeiter oder Sicherheitstechniker vor und verlangen unter fadenscheinigen Gründen die PINs mehrerer Karten. Pro Vorfall entstehen so Schäden in Höhe von mehreren hundert Euro.
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Die gängigsten Betrugsmaschen im Überblick
Die Methoden der Täter sind vielfältig und werden ständig weiterentwickelt. Diese Maschen sind derzeit besonders verbreitet:
- Gefälschte Phishing-E-Mails: Die Nachrichten imitieren bekannte Unternehmen wie Banken oder Telekom-Anbieter. Unter Vorwänden wie Kontobestätigungen oder Sicherheitswarnungen locken sie Opfer auf gefälschte Webseiten, wo sie ihre Daten und Paysafecard-PINs eingeben sollen.
- Erpressungs-Trojaner: Schadsoftware wie der „Windows Update“-Trojaner sperrt den Computer und täuscht einen notwendigen Lizenzkauf vor, um Datenverlust zu verhindern. Die „Zahlung“ soll per Paysafecard erfolgen.
- Gewinn- und Schuldenfallen: Am Telefon versprechen angebliche Anwälte hohe Geldgewinne oder Konsumentenschützer einen Schuldenerlass. Als Vorabgebühr fordern sie die Übermittlung einer Paysafecard-PIN.
So schützen Sie sich und Ihr Guthaben
Der wirksamste Schutz ist ein gesundes Misstrauen. Einige Grundregeln sind entscheidend:
- PIN ist Bargeld: Geben Sie die 16-stellige Paysafecard-PIN niemals per E-Mail oder Telefon weiter.
- Offizielle Stellen zahlen nicht so: Gerichte, Behörden oder seriöse Anwälte verlangen keine Zahlungen via Paysafecard.
- Webadresse prüfen: Achten Sie beim Bezahlen auf die URL. Autorisiert sind Partner-Shops, deren Adresse mit „customer.cc.at.paysafecard.com“ beginnt und ein gültiges Sicherheitszertifikat besitzt.
- Vervielfachung ist Betrug: Versprechen, das Guthaben einer Karte online vermehren zu können, sind immer falsch. Technisch ist das unmöglich.
Für Mitarbeiter in Verkaufsstellen gilt: Ein autorisierter Servicemitarbeiter wird niemals nach PIN-Nummern für eine Systemwartung fragen. Bei verdächtigen Anrufen sollte das Gespräch sofort beendet und die Nummer für eine mögliche Anzeige notiert werden.
Bei Unsicherheit oder einem konkreten Betrugsverdacht sollten Betroffene umgehend den Kundenservice von Paysafecard kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.


