PayPal, KI-Shopping

PayPal startet KI-Shopping mit Perplexity

27.11.2025 - 03:31:12

PayPal integriert Bezahlfunktionen in KI-Suchmaschine Perplexity und bietet 50% Cashback, während Rivale Klarna mit eigenem Stablecoin kontert. Die Aktie zeigt bei 54 Euro Resilienz.

PayPal dringt in die Ära des KI-gesteuerten Handels vor. Am 25. November 2025 kündigte der Finanzdienstleister die Integration seiner Bezahlfunktion in die KI-Suchmaschine Perplexity an – just an dem Tag, an dem Rivale Klarna seinen eigenen Stablecoin vorstellte. Während die Aktie bei rund 54 Euro notiert, setzt das Unternehmen aggressiv auf KI-Transaktionen und Kryptowährungen, um das Weihnachtsgeschäft zu dominieren.

Die Frage drängt sich auf: Wird die Zukunft des Online-Shoppings nicht mehr auf Websites, sondern in Chatfenstern stattfinden?

KI-Shopping ohne Umwege

Mit „Instant Buy” können US-Verbraucher erstmals Produkte direkt über den KI-Chat von Perplexity entdecken und kaufen. Die Integration beseitigt eine zentrale Hürde im Online-Handel: die Lücke zwischen Produktrecherche und Kaufabschluss.

„Wir bauen für die nächste Ära des Handels, indem wir PayPals vertrauenswürdige Zahlungsabwicklung direkt mit KI-gestütztem Shopping verbinden”, erklärt Michelle Gill, Geschäftsführerin für Kleinunternehmen und Finanzdienstleistungen bei PayPal. Sie bezeichnet die Kooperation als „Auftakt” einer umfassenderen Strategie für agentenbasierten Handel – bei dem KI-Assistenten komplexe Aufgaben wie Preisvergleiche und Einkäufe eigenständig übernehmen.

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Um die Akzeptanz während der kritischen Black-Friday-Woche anzukurbeln, startete PayPal ein zeitlich begrenztes Angebot vom 25. November bis 1. Dezember. Nutzer erhalten bei ihrem ersten Kauf über Perplexity 50 Prozent Cashback, maximal 43 Euro. Die Funktion unterstützt derzeit große Händler wie Abercrombie & Fitch, Ashley Furniture und NewEgg. PayPal wickelt dabei Transaktionsverarbeitung und Betrugsprävention im Hintergrund ab.

Klarna greift mit eigenem Stablecoin an

Während PayPal seine KI-Partnerschaften ausbaut, entbrennt ein neuer Kampf im Bereich digitaler Währungen. Am selben Tag präsentierte der schwedische Fintech-Rivale Klarna „KlarnaUSD” – einen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin. Der Schachzug zielt direkt auf PayPals eigenen Stablecoin PYUSD ab, der seit 2023 ein Eckpfeiler der Krypto-Strategie ist.

Klarnas Vorstoß nutzt die „Tempo”-Blockchain-Infrastruktur von Stripe. Das zeigt: Der Markt reift, und große Zahlungsdienstleister kämpfen um die Kontrolle der Abwicklungsebenen. Als Reaktion auf den verschärften Wettbewerb veranstaltet PayPal derzeit ein massives Krypto-Gewinnspiel. Die Kampagne läuft vom 17. November bis 21. Dezember und lockt mit einem Preispool von rund 850.000 Euro, um US-Nutzer zu Krypto-Transaktionen zu bewegen.

Branchenanalysten interpretieren diese parallelen Züge – PayPal in die KI-Suche, Klarna in Stablecoins – als Konvergenz von Fintech-Strategien. Die Grenzen zwischen Suche, Zahlung und Banking verschwimmen zusehends.

Aktie zeigt Widerstandskraft

PayPals Aktie erwies sich inmitten dieser strategischen Neuausrichtung als resilient und notierte am Mittwoch bei etwa 54 Euro. Die finanzielle Basis wurde durch den Quartalsbericht Ende Oktober gestärkt: Mit einem Gewinn je Aktie von 1,14 Euro übertraf das Unternehmen die Analystenschätzungen von 1,02 Euro deutlich.

Das institutionelle Vertrauen stabilisiert sich. In Unterlagen vom 26. November gab XTX Topco Ltd eine neue Beteiligung an PayPal bekannt – rund 55.600 Aktien im Wert von über 3,5 Millionen Euro. Dies folgt einem breiteren Trend der institutionellen Neupositionierung: Während einige Fonds ihre Positionen verringerten, kaufen sich andere in die Bewertung ein – die Aktie notiert deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von circa 79 Euro.

Investoren beobachten auch das neue Kapitalrückgabeprogramm. PayPal kündigte eine Quartalsdividende von 0,12 Euro je Aktie an, Stichtag war der 19. November. Die Ausschüttung erfolgt am 10. Dezember und markiert eine Hinwendung zu traditioneller Aktionärsvergütung neben den Wachstumsinitiativen.

Weihnachtsgeschäft als Bewährungsprobe

Das Timing der Perplexity-Integration zielt darauf ab, Volumen in einer voraussichtlich rekordverdächtigen Weihnachtssaison abzuschöpfen. Analysten schätzen, dass allein am Black Friday 2025 in den USA Online-Ausgaben von 10 Milliarden Euro erreicht werden könnten.

Indem sich PayPal in die Recherchephase der Shopping-Reise einbettet, will das Unternehmen kaufbereite Kunden abfangen, bevor diese überhaupt die Website eines Händlers erreichen. Gelingt dieser „vorgelagerte” Schachzug, könnte er neu definieren, wie Zahlungsdienstleister konkurrieren – das Schlachtfeld verschiebt sich vom Checkout-Button zur Suchleiste.

Die unmittelbare Herausforderung bleibt jedoch die Umsetzung. Mit Klarna, das seine Finanzprodukte aggressiv ausbaut, und traditionellen Wettbewerbern wie Apple Pay wird PayPals Fähigkeit, KI-Komfort nahtlos mit Zahlungssicherheit zu verbinden, in den kommenden Wochen auf die Probe gestellt.

Kann PayPal die Vision vom reibungslosen KI-Shopping Realität werden lassen – oder bleibt es bei einer technischen Spielerei für Early Adopter?

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