PayPal startet 2026 mit neuen Funktionen und warnt vor Betrugswelle
22.01.2026 - 06:01:12PayPal erweitert sein Dienstangebot für Händler und Verbraucher, während Sicherheitsexperten vor raffinierteren Phishing-Angriffen warnen. Die Updates betreffen vor allem den Schutz vor betrügerischen Rückbuchungen und vereinfachen private Geldtransfers. Gleichzeitig nutzen Betrüger zunehmend das eigene, legitime Rechnungssystem des Bezahldienstes für ihre Attacken.
Neue Regeln und Features für Händler und Verbraucher
Seit heute, dem 22. Januar 2026, gelten bei PayPal mehrere wichtige Änderungen. Für Händler führt das Unternehmen ein überarbeitetes „Chargeback Protection Tool“ ein, das den Schutz vor betrügerischen Rückbuchungsansprüchen verbessern soll – ein Dauerthema im E-Commerce. Zudem gibt es neue Gebührenstrukturen und klare Regeln für die Bewerbung von „Später bezahlen“-Finanzierungen.
Privatkunden erhalten mit „PayPal Links“ ein neues Werkzeug an die Hand. Es soll das Senden und Anfordern von Geld über einen persönlichen Link vereinfachen. In einem weiteren Schritt zur Integration in die digitale Welt können Nutzer ihre PayPal-Karten nun auch in Drittanbieter-Digital Wallets hinterlegen. Damit positioniert sich der Dienst zunehmend als alltägliches Finanzwerkzeug, das über die reine Online-Kasse hinausgeht.
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Sicherheitswarnung: Gefälschte Rechnungen mit blauem Haken
Parallel zu den Neuerungen melden Sicherheitsforscher eine neue Woche ausgeklügelter Phishing-Betrügereien. Eine besonders tückische Kampagne, die am 15. Januar bekannt wurde, missbraucht PayPals eigenes, legitimes Rechnungssystem. Betrüger erstellen gefälschte Geschäftskonten und versenden täuschend echte Rechnungen oder Geldanfragen direkt über den PayPal-Server.
Da diese E-Mails von PayPals Servern stammen, passieren sie oft die Sicherheitsfilter und zeigen in einigen E-Mail-Programmen sogar einen „blauen Haken“ als Verifizierungszeichen. Die Falle lauert nicht in einem bösartigen Link, sondern im Notizfeld der Rechnung. Dort behaupten die Scammer, das Konto sei mit einer großen Summe belastet worden, und geben eine gefälschte Support-Telefonnummer zum Widerspruch an.
Diese „Callback-Phishing“-Taktik zielt darauf ab, Nutzer dazu zu bringen, ein Betrüger-Callcenter anzurufen. Dort versuchen die Täter per Social Engineering, Fernzugriff auf den Computer zu erhalten oder persönliche Finanzdaten zu stehlen. Eine weitere Masche vom 17. Januar zielt auf Verkäufer in Online-Marktplätzen ab. Sie lockt mit der Behauptung, eine Zahlung warte aufgrund „neuer Richtlinien“ auf Abholung – gegen eine angebliche „Abholgebühr“.
Vom Bezahldienst zum Finanz-Hub
Über Sicherheit und Richtlinien hinaus baut PayPal seine Rolle als umfassende Finanzplattform aus. Am 20. Januar kündigte das Unternehmen eine neue Partnerschaft mit der Steuertechnologie-Plattform ‚april‘ an. In den USA können Kunden der PayPal Debit Mastercard damit ihre Bundes- und Landessteuererklärungen kostenlos direkt über den Dienst einreichen.
Diese Initiative zeigt die Strategie, mehr Finanzaktivitäten der Kunden an einem Ort zu bündeln – von Zahlungen und Sparen bis zur Steuererklärung. Für Nutzer bedeutet das Bequemlichkeit, erhöht aber auch die Bedeutung robuster Kontosicherheit über eine breitere Palette sensibler Aktivitäten hinweg.
KI-Wettrüsten im Kampf gegen Betrug
Das parallele Auftauchen neuer Funktionen und raffinierter Betrugsmethoden unterstreicht ein technologisches Wettrüsten im Fintech-Sektor. Während Plattformen wie PayPal komplexere Systeme bauen, finden Betrüger neue Angriffsflächen. Die Antwort der Branche setzt zunehmend auf künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen, um betrügerische Aktivitäten in Echtzeit zu erkennen.
Die Komplexität dieser Herausforderung illustriert auch der Start des KI-Startups Pinch AI am 15. Januar, gegründet von drei ehemaligen PayPal-Managern. Das Unternehmen analysiert mit KI die Kundenabsicht, identifiziert Missbrauchsmuster bei Produktrückgaben und automatisiert Rückerstattungsentscheidungen für Händler. Dass Branchenveteranen solche spezialisierten Firmen gründen, zeigt den dringenden Bedarf an KI-gestützten Lösungen, die mit der Entwicklung der Betrugstaktiken Schritt halten können.
Was Nutzer jetzt beachten müssen
Die Experten sind sich einig: Je mehr Funktionen digitale Bezahldienste wie PayPal anbieten, desto raffinierter werden die Methoden der Betrüger. Der „verifizierte Rechnungs“-Betrug ist ein Paradebeispiel dafür, wie Scammer die eigenen Vertrauenssignale einer Plattform gegen ihre Nutzer wenden.
Der wirksamste Schutz bleibt eine mehrschichtige Strategie. Nutzer sollten unbedingt die Zwei-Faktor-Authentifizierung für ihr PayPal-Konto aktivieren. Zudem ist größte Vorsicht bei allen unaufgeforderten E-Mails und Rechnungen geboten – selbst wenn sie von einer legitimen PayPal-Adresse zu stammen scheinen. Statt auf Nummern in Rechnungsnotizen zurückzugreifen oder auf Links zu klicken, sollte man sich stets direkt über die offizielle Website oder App in sein Konto einloggen, um Transaktionen zu prüfen. In einer Zeit, in der sich Betrug von plumpen Warnsignalen zu clever getarnter psychologischer Manipulation verlagert hat, ist die Wachsamkeit der Nutzer die wichtigste Verteidigungslinie.
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