PayPal, Online-Shopping

PayPal revolutioniert Online-Shopping mit KI-Integration

27.11.2025 - 07:09:12

PayPal verwandelt die Art, wie wir online einkaufen: Seit Dienstag können US-Nutzer Produkte direkt in der KI-Suchmaschine Perplexity kaufen – ohne je die Website eines Händlers zu besuchen. Was bedeutet diese Entwicklung für den deutschen E-Commerce und die Zukunft des Online-Handels?

Der Zahlungsdienstleister hat seine „Instant Buy”-Funktion in Perplexity integriert und markiert damit den Übergang von klassischem E-Commerce zu dem, was Experten „Agentic Commerce” nennen: KI-Assistenten übernehmen den gesamten Kaufprozess. Statt durch unzählige Produktseiten zu klicken, fragen Nutzer einfach die KI – und kaufen mit einem Klick.

Die Funktionsweise ist verblüffend simpel: Wer Perplexity beispielsweise nach „beste Winterjacken für den Arbeitsweg in Chicago” fragt, erhält nicht nur Empfehlungen, sondern fertige Produktkarten teilnehmender Händler. Der „Buy with PayPal”-Button ermöglicht den sofortigen Kauf – ohne Umweg über externe Shops.

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„Wir bauen für die nächste Ära des Handels”, erklärt Michelle Gill, Geschäftsführerin für Kleinunternehmen bei PayPal. Die Integration verbinde vertrauenswürdige Zahlungsabwicklung direkt mit KI-gesteuertem Shopping. Gill bezeichnet den Launch als „Auftakt” einer umfassenden Strategie.

Namhafte Partner zum Start

PayPal hat für den Launch prominente Handelspartner gewonnen. Bereits jetzt können US-Kunden bei diesen Händlern direkt über Perplexity einkaufen:

  • Elektronik: Newegg und Adorama
  • Mode: Abercrombie & Fitch und Fabletics
  • Möbel: Ashley Furniture

Newegg bestätigte am Mittwoch, dass der komplette Produktkatalog über Perplexity durchsuchbar und kaufbar sei. Der Elektronik-Händler erhofft sich dadurch Zugang zu „kaufbereiten” Kunden, die gezielt nach Lösungen suchen.

Um den Verhaltensshift anzukurbern, lockt PayPal mit massiven Anreizen: 50 Prozent Cashback (maximal 50 Euro) für den ersten Kauf über Perplexity. Die Aktion läuft vom 25. November bis 1. Dezember – strategisch perfekt über Black Friday und Cyber Monday platziert.

Was ist „Agentic Commerce”?

Der Begriff beschreibt KI-Agenten, die komplexe Aufgaben wie Shopping eigenständig ausführen. Im Gegensatz zum klassischen E-Commerce, bei dem Nutzer suchen, filtern und durch zahllose Seiten klicken, komprimiert Agentic Commerce den Kauftrichter radikal.

Die KI versteht die Absicht des Nutzers – etwa „Ich brauche ein strapazierfähiges, haustierfreundliches Sofa unter 850 Euro” – und präsentiert sofort eine kaufbare Lösung. Könnte das die chronisch hohen Abbruchraten im mobilen Shopping endlich senken?

„Käufer und Händler fordern bessere E-Commerce-Erlebnisse im KI-Zeitalter”, betont Dmitry Shevelenko, Geschäftsführer von Perplexity. Indem die Transaktion im Chat-Fenster abgewickelt werde, sinke die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden den Kauf abbrechen.

Offensive in alle Richtungen

Die Perplexity-Integration ist nur ein Baustein in PayPals aggressiver KI-Strategie:

  • OpenAI-Partnerschaft: Anfang November kündigte PayPal eine ähnliche Integration in ChatGPT an. Der breitere Rollout ist für 2026 geplant.
  • Google-Kooperation: Im September vereinbarten PayPal und Google eine mehrjährige Zusammenarbeit zur Entwicklung von Standards für Agentic Commerce.

Branchenanalysten sehen darin eine Doppelstrategie. Während Suchverhalten zunehmend von Google zu KI-Plattformen wandert, droht PayPal unsichtbar zu werden, wenn es nur ein Checkout-Button auf Händler-Websites bleibt. Durch die Integration in die KI-„Suchphase” sichert sich das Unternehmen die Position als Transaktionsschicht für die nächste Internet-Generation.

Ausblick: Kommt das auch nach Deutschland?

Die „Instant Buy”-Funktion steht zunächst nur Perplexity-Pro-Nutzern in den USA zur Verfügung. In den kommenden Wochen soll sie für alle US-Nutzer freigeschaltet werden. Wann deutsche Verbraucher und Händler Zugang erhalten, ist noch offen.

Für 2026 plant PayPal den Ausbau seiner „Store Sync”-Technologie. Diese soll kleineren Händlern ermöglichen, ihre Produktkataloge unkompliziert auf KI-Plattformen hochzuladen. So könnten auch mittelständische Shops neben Großkonzernen im KI-Chat-Fenster auftauchen.

Entscheidend wird die diesjährige Weihnachtssaison: Beweist PayPal, dass KI-gesteuerte „Chat-zu-Kauf”-Konversionsraten höher sind als beim traditionellen mobilen Checkout, könnte diese Woche tatsächlich den Anfang vom Ende des klassischen Online-Shops markieren. Bleibt die Frage: Sind Verbraucher bereit, einer KI ihre Kaufentscheidungen anzuvertrauen?

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