PayPal-Nutzer im Visier: Neue Smishing-Welle überflutet Deutschland
20.01.2026 - 01:52:12Eine neue Welle von SMS-Betrug zielt gezielt auf Millionen PayPal-Kunden ab. Die täuschend echten Nachrichten locken auf gefälschte Seiten, um Zugangsdaten zu stehlen.
In den letzten Tagen hat sich eine besorgniserregende Betrugsmasche rasant verbreitet. Cyberkriminelle versenden massenhaft SMS, die angeblich von PayPal stammen und dringenden Handlungsbedarf vortäuschen. Diese als Smishing bekannte Methode – eine Kombination aus SMS und Phishing – nutzt die Angst der Nutzer vor Kontosperrungen aus. Verbraucherschützer schlagen Alarm: Die Angriffe werden immer professioneller und richten erheblichen finanziellen Schaden an.
So funktioniert der perfide Trick
Die Betrüger setzen auf psychologischen Druck. Die SMS-Nachrichten wirken täuschend echt und behaupten, das Konto sei wegen “verdächtiger Aktivitäten” gesperrt. Zur Freischaltung soll der Empfänger auf einen Link klicken. Doch dieser führt nicht zu PayPal, sondern auf eine detailgetreu gefälschte Login-Seite. Dort werden die Opfer aufgefordert, ihre Zugangsdaten einzugeben. Im nächsten Schritt werden oft weitere persönliche Daten wie Adresse oder Kreditkartendetails abgefragt – alles landet direkt bei den Kriminellen.
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Identitätsdiebstahl und finanzielle Verluste drohen
Die Folgen sind gravierend. Mit den erbeuteten Daten können Täter das Konto komplett übernehmen. Sie nutzen hinterlegte Zahlungsmittel für betrügerische Einkäufe oder transferieren Guthaben auf eigene Konten. Die finanziellen Schäden summieren sich schnell auf mehrere hundert oder sogar tausend Euro. Ein weiteres großes Risiko ist der Identitätsdiebstahl. Die gestohlenen persönlichen Informationen können für weitere Straftaten unter dem Namen des Opfers missbraucht werden. Viele Betroffene bemerken den Betrug erst durch unerklärliche Abbuchungen.
Experten-Tipps: So schützen Sie sich
Die wichtigste Regel ist einfach, aber entscheidend: Klicken Sie niemals auf Links in unaufgeforderten PayPal-SMS oder E-Mails. Der Zahlungsdienstleister fordert Kunden nie per Nachricht zur Eingabe sensibler Daten auf. Was also tun bei einer verdächtigen SMS?
- Direkt prüfen: Rufen Sie Ihr Konto ausschließlich über die offizielle App oder durch manuelle Eingabe von
paypal.comim Browser auf. - Melden und löschen: Leiten Sie betrügerische Nachrichten an
phishing@paypal.comweiter und löschen Sie die SMS anschließend. - Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Die 2FA bietet einen entscheidenden zusätzlichen Schutz, selbst wenn das Passwort bekannt ist.
Warum Smishing so erfolgreich ist
Smishing ist kein neues Phänomen, aber die Angriffe werden immer raffinierter. Kriminelle nutzen geschickt aus, dass viele Menschen SMS als vertrauenswürdiger empfinden als E-Mails. Während Phishing-Mails oft in Spam-Filtern landen, erreichen Textnachrichten ihr Ziel meist ungehindert. Die Täter setzen auf Social Engineering: Sie erzeugen künstlichen Zeitdruck und Angst, um das kritische Denken der Opfer auszuschalten. Die gefälschten Seiten sind oft kaum vom Original zu unterscheiden.
Die Experten sind sich einig: Solche Betrugsversuche werden auch in Zukunft eine Bedrohung bleiben, da die Täter ihre Methoden ständig anpassen. Entscheidend ist daher die Aufklärung und eine gesunde Skepsis gegenüber jeder unaufgeforderten Aufforderung zur Datenpreisgabe.


