PayPal macht Perplexity zur Shopping-Plattform
27.11.2025 - 07:41:12PayPal integriert Bezahlfunktion direkt in KI-Suchmaschine Perplexity - Nutzer können Produkte ohne Chat-Verlass kaufen. Parallel expandiert Überweisungsdienst Xoom nach Australien.
Die Ära des KI-gesteuerten Einkaufs bricht an: Der US-Zahlungsriese PayPal integriert seine Bezahlfunktion direkt in die KI-Suchmaschine Perplexity. Seit Dienstag können amerikanische Nutzer Produkte kaufen, ohne den Chat-Dialog zu verlassen – ein Paradigmenwechsel im E-Commerce.
Was nach Science-Fiction klingt, ist jetzt Realität: Wer Perplexity nach einem „Mid-Century-Sofa unter 1.000 Dollar” fragt, bekommt nicht mehr nur Empfehlungen, sondern kann mit einem Klick kaufen. Die PayPal-Zugangsdaten reichen aus. Kein Umweg über Händler-Websites, keine nervigen Checkout-Prozesse.
Parallel dazu expandiert PayPal mit seinem Überweisungsdienst Xoom nach Australien. Die Doppelstrategie ist kein Zufall: CEO Alex Chriss treibt den Konzern mit Hochdruck in Richtung Zukunft – während die Konkurrenz noch über KI-Integration diskutiert.
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Wie „Instant Buy” den Handel revolutioniert
Die neue Funktion trägt den Namen „Buy with Perplexity Pro” und startet zunächst mit ausgewählten Händlern. Mit dabei: Möbelhaus Ashley Furniture, Fitness-Marke Fabletics sowie Elektronik-Riesen wie Adorama und Newegg. Die Technologie dahinter heißt „Store Sync” und „Agent Ready” – klingt kompliziert, funktioniert aber simpel.
Händler laden ihre Produktkataloge direkt auf die KI-Plattform. Stellt ein Nutzer eine Produktfrage, durchsucht die künstliche Intelligenz diese Kataloge und präsentiert konkrete Kaufoptionen. Der entscheidende Unterschied zu klassischen Suchmaschinen? Die KI versteht den Kontext und filtert gezielt.
„Wir bauen für die nächste Ära des Handels”, erklärt Michelle Gill, General Managerin für Kleinunternehmen und Finanzdienstleistungen bei PayPal. Vertrauenswürdige Zahlungen und Käuferschutz würden nun direkt mit KI-gesteuertem Shopping verbunden.
Zum Start gibt es einen kräftigen Anreiz: Bis zum 1. Dezember erhalten Erstkäufer 50 Prozent Rabatt auf ihre Bestellung – maximal 50 Dollar. Ein klassischer Lehrbuch-Launch, um frühe Nutzer zu gewinnen.
Vom Zahlungsabwickler zum Einkaufsberater
Was bedeutet dieser Schritt strategisch? PayPal wandelt sich vom reinen Backend-Dienstleister zum aktiven Player in der Shopping-Discovery. Branchenkenner sprechen bereits von „Agentic Commerce” – einem Modell, bei dem KI-Agenten nicht nur Informationen liefern, sondern Aufgaben übernehmen.
Für Händler löst das ein wachsendes Problem: Die Fragmentierung digitaler Werbung. Während klassische Suchmaschinen-Anzeigen an Wirkung verlieren, erreichen Marken über Plattformen wie Perplexity Käufer mit konkreter Kaufabsicht. Wer nach einem bestimmten Produkttyp fragt, will nicht recherchieren – sondern kaufen.
„Käufer und Händler verlangen ein besseres E-Commerce-Erlebnis im KI-Zeitalter”, sagt Dmitry Shevelenko, Chief Business Officer bei Perplexity. „Eines, das genauso personalisiert wie nahtlos ist.”
Die größere Frage lautet: Könnte dies das Ende der traditionellen Online-Shops sein? Warum sollten Nutzer noch zu Amazon oder eBay wechseln, wenn die KI den perfekten Artikel direkt im Chat präsentiert?
Xoom greift Wise und Western Union an
Während die KI-Integration Schlagzeilen macht, sichert PayPal gleichzeitig seine traditionellen Geschäftszweige ab. Am Montag startete der Überweisungsdienst Xoom in Australien – der Einstieg in einen lukrativen Markt.
Australische Nutzer können nun Geld in über 150 Länder schicken, darunter wichtige Korridore nach Indien, China, auf die Philippinen und nach Großbritannien. Die Bandbreite reicht von Banküberweisungen über mobile Wallets bis zur Bargeldabholung oder Hauszustellung.
Mit 9,5 Millionen aktiven Accounts in Australien bringt PayPal eine solide Basis mit. „Xoom legt die Kontrolle in die Hände unserer Kunden”, betont Andrew Toon, General Manager von PayPal Australien.
Der Zeitpunkt ist clever gewählt: Der globale Markt für Überweisungen boomt, während etablierte Player wie Western Union und digitale Herausforderer wie Wise um Marktanteile kämpfen. PayPal nutzt seine globale Infrastruktur als Trumpf.
Weihnachtsgeschäft als Prüfstein
Die Ankündigungen fallen mitten in die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts. PayPal bewirbt parallel aggressiv seine „Buy Now, Pay Later”-Angebote (BNPL) – also Ratenkäufe ohne Zinsbelastung. Ein Cashback von fünf Prozent soll preisbewusste Käufer locken.
An der Börse reagieren Anleger verhalten optimistisch. Die PayPal-Aktie (PYPL) pendelt aktuell um die 60-Dollar-Marke. Nach einem volatilen Jahr empfehlen Analysten mehrheitlich „Halten” bis „Moderat Kaufen”. Die Erfolgsaussichten der Perplexity-Partnerschaft könnten zum Wendepunkt werden.
Die Frage ist weniger, ob das Konzept funktioniert – sondern wie schnell Konkurrenten nachziehen. Wird Stripe bald mit ChatGPT kooperieren? Integriert Google Pay seine Dienste in Gemini?
Was kommt als Nächstes?
Vorerst bleibt „Instant Buy” auf ausgewählte US-Händler beschränkt. PayPal kündigte aber eine Expansion für 2026 an. Der Erfolg dieser Pilotphase entscheidet, wie schnell das Unternehmen ähnliche Funktionen auf anderen KI-Plattformen ausrollt.
Eines steht fest: PayPal liefert das erste Live-Beispiel einer großen Finanzinstitution, die Transaktionen direkt in einer generativen KI ermöglicht. Ein potenzieller Standard für den Handel in einer Welt jenseits klassischer Suchmaschinen.
Für Händler bedeutet das: Wer heute noch zögert, seine Produktdaten für KI-Plattformen aufzubereiten, verpasst den Anschluss. Die nächste Generation von Online-Shoppern wird nicht mehr zu Websites navigieren – sie wird der KI sagen, was sie will. Und kaufen, wo die KI es vorschlägt.
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