PayPal, Dividende

PayPal: Erste Dividende und KI-Allianz mit OpenAI

01.11.2025 - 10:51:02

Quartalszahlen übertreffen Erwartungen deutlich

PayPal überrascht mit starken Quartalszahlen und kündigt erstmals eine Dividende an. Gleichzeitig schmiedet der Zahlungsdienstleister strategische Allianzen mit KI-Giganten wie OpenAI und Google.

Der US-Konzern meldete am 28. Oktober Erlöse von 7,13 Milliarden Euro für das dritte Quartal – ein Plus von sieben Prozent. Noch bedeutsamer: PayPal führt erstmals eine vierteljährliche Dividende von 0,12 Euro je Aktie ein. Das Signal ist klar: Das Unternehmen sieht sich auf einem nachhaltigen Wachstumspfad.

„PayPal hat ein weiteres starkes Quartal abgeliefert, und wir heben unsere Prognose an”, erklärt CEO Alex Chriss. „Wir sind heute ein stärkeres Unternehmen als vor zwei Jahren.”

Die Kennzahlen sprechen für sich: Der Gewinn je Aktie kletterte um zwölf Prozent auf 1,14 Euro und lag damit klar über den Analystenschätzungen von 1,01 Euro. Das Zahlungsvolumen wuchs um acht Prozent auf 389 Milliarden Euro.

Besonders erfreulich entwickelten sich die Transaktionserträge, die um sechs Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zulegten. Die Zahl der aktiven Konten stieg leicht auf 438 Millionen.

Doch was steckt hinter diesem Erfolg? PayPal profitiert vom anhaltenden Boom des Online-Handels und der wachsenden Akzeptanz digitaler Zahlungsmethoden. Gleichzeitig investiert das Unternehmen massiv in neue Technologien.
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Dividenden-Premiere und Aktienrückkäufe

Mit der ersten Quartalsdividende in der Unternehmensgeschichte setzt PayPal ein Zeichen. Die Ausschüttungsquote soll bei etwa zehn Prozent des bereinigten Nettogewinns liegen. Aktionäre erhalten die Dividende am 10. Dezember.

Parallel dazu kaufte PayPal im dritten Quartal eigene Aktien im Wert von 1,3 Milliarden Euro zurück. Über die letzten zwölf Monate summieren sich die Rückkäufe auf 4,8 Milliarden Euro.

Diese aggressive Kapitalrückführung unterstreicht das Vertrauen des Managements in die eigene Stärke. Für das Gesamtjahr plant PayPal Aktienrückkäufe von rund fünf Milliarden Euro.

KI-Revolution: PayPal erobert ChatGPT

Der wahre Paukenschlag folgte mit den strategischen Partnerschaften: PayPal integriert seine Zahlungsdienste direkt in ChatGPT. Nutzer können künftig nahtlos vom Gespräch mit der KI zum Kauf übergehen.

„Wir erschließen eine völlig neue Form des Handels”, betont CEO Chriss. Neben OpenAI kooperiert PayPal auch mit Google und Perplexity. Die Vision: intelligenter, reibungsloser E-Commerce durch KI-gesteuerte Unterhaltungen.

Diese Partnerschaften könnten PayPal einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb verschaffen. Während Konkurrenten wie Stripe oder Square auf traditionelle Online-Shops setzen, positioniert sich PayPal als Pionier im KI-gestützten Handel.

Prognose angehoben – Börse reagiert verhalten

Wegen der starken Entwicklung hob PayPal die Jahresprognose an. Der Gewinn je Aktie soll nun zwischen 4,55 und 4,58 Euro liegen – zuvor waren 4,37 bis 4,50 Euro erwartet worden.

Trotz der positiven Nachrichten reagierte die Börse zunächst verhalten. Nach einem ersten Kurssprung von über 14 Prozent gaben die Aktien wieder nach. Analysten werten dies als Zeichen, dass Investoren die langfristige Nachhaltigkeit des Wachstums kritisch hinterfragen.

Die Zahlen zeigen jedoch: PayPal hat sich erfolgreich neu positioniert. Mit einem erwarteten freien Cashflow von 5,1 bis 5,9 Milliarden Euro verfügt das Unternehmen über ausreichend Mittel für Dividenden, Aktienrückkäufe und Investitionen in die Zukunft.

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