PayPal-Betrug, Kärntner

PayPal-Betrug: Kärntner verliert 8.500 Euro – und holt sie zurück

25.01.2026 - 21:09:12

Ein Kärntner verlor 8.500 Euro durch einen Phishing-Betrug über PayPal. Nur dank der Arbeiterkammer (AK) bekam er sein Geld vollständig zurück. Der Fall zeigt die Risiken mobiler Bezahldienste – und wie man sich wehren kann.

Der Betroffene fiel auf eine professionelle Phishing-Nachricht herein, die zur „Datenaktualisierung“ aufforderte. Minuten nach der Eingabe seiner Zugangsdaten auf einer gefälschten Seite begannen die Abbuchungen. Insgesamt summierten sie sich auf 8.500 Euro.

Der Geschädigte meldete den Betrug sofort bei PayPal und beantragte den Käuferschutz. Der Zahlungsdienstleister lehnte eine Rückerstattung jedoch ab. Die Begründung: Die Transaktionen seien durch die korrekte Eingabe der Zugangsdaten autorisiert gewesen.

In dieser scheinbar ausweglosen Lage wandte sich der Mann an die Arbeiterkammer Kärnten. Die Konsumentenschützer erhöhten den Druck auf PayPal. Ein zentrales Argument: Der Geschädigte hatte nachweislich nie eine Geschäftsbeziehung zu den Empfängerfirmen.

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Nach mehreren schriftlichen Interventionen der AK und einer polizeilichen Anzeige lenkte PayPal schließlich ein. Der gesamte Betrag von 8.500 Euro wurde erstattet. Der Erfolg beweist: Eine erste Ablehnung durch den Dienstleister ist kein endgültiges Urteil.

Phishing wird immer raffinierter

Der Fall ist kein Einzelfall. Phishing-Angriffe via E-Mail, SMS („Smishing“) oder gefälschte Webseiten nehmen zu. Die Betrüger setzen auf psychologischen Druck, indem sie etwa mit Kontosperrungen drohen, um zu schnellem Handeln zu zwingen.

Die Arbeiterkammer warnt: Seriöse Banken fordern Kunden niemals per E-Mail oder SMS zur Passworteingabe auf einer verlinkten Seite auf. Eine aktuelle AK-Umfrage zeigt, dass fast jeder fünfte Österreicher bereits Probleme mit Online-Überweisungen hatte – oft durch Betrug.

So schützen Sie sich vor Betrug

Experten geben klare Empfehlungen für sicheres Mobile Banking:
* Nie auf Links in verdächtigen Nachrichten klicken. Rufen Sie die Webseite Ihrer Bank immer manuell im Browser auf oder nutzen Sie die offizielle App.
* Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren. Diese zusätzliche Sicherheitsebene sollte überall genutzt werden, wo sie verfügbar ist.
* Vorsicht bei Nachrichten, die Dringlichkeit signalisieren. Betrüger wollen Sie zu überstürztem Handeln treiben.

Welche Verantwortung tragen Dienstleister?

Der Fall wirft die Frage auf: Wie viel Schutz müssen Anbieter wie PayPal gewährleisten? Die erste Ablehnung war für den Kunden frustrierend. Das spätere Einlenken zeigt jedoch, dass eine genaue Prüfung der Umstände entscheidend ist.

Konsumentenschützer fordern, dass Banken und Zahlungsdienstleister mehr in die Pflicht genommen werden. Intelligente Betrugserkennungssysteme, die untypische Transaktionsmuster erkennen, sind hier ein Schlüssel. Im vorliegenden Fall passte das Konsumverhalten des Opfers schlicht nicht zu den Abbuchungen.

Die Digitalisierung des Bezahlens schreitet voran – und mit ihr die Methoden der Betrüger. Für Verbraucher bleiben Wachsamkeit und grundlegende Sicherheitsmaßnahmen essenziell. Im Schadensfall gilt: Konten sofort sperren, Anzeige erstatten und den Konsumentenschutz kontaktieren. Der Fall aus Kärnten macht Mut, sich nicht mit dem Verlust abzufinden.

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