PayID-Betrug, Welle

PayID-Betrug: Neue Welle von „Konto-Upgrade“-Fallen auf Online-Marktplätzen

04.01.2026 - 09:14:12

Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Betrugsmasche, bei der Kriminelle gezielt Verkäufer auf Online-Marktplätzen abzocken. Sie nutzen gefälschte Nachrichten, um angebliche Gebühren für ein PayID-Konto-Upgrade zu erpressen.

Australische Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Betrugswelle, die gezielt Verkäufer auf Plattformen wie Facebook Marketplace abzockt. Die Masche nutzt das Vertrauen in das beliebte Bezahlsystem PayID aus.

Verbraucherschützer in Südaustralien schlagen Alarm: In einer aktuellen Warnung warnt die Behörde Consumer and Business Services (CBS) vor einer ausgeklügelten Neuauflage der sogenannten „PayID-Konto-Upgrade“-Betrugsmasche. Die Warnung kommt zu einer kritischen Zeit: Nach den Feiertagen wollen viele Australier unerwünschte Geschenke auf Online-Marktplätzen wie Facebook Marketplace oder Gumtree verkaufen und so ihre Kassen wieder auffüllen. Genau diese Zielgruppe nehmen Kriminelle nun ins Visier.

Die Masche mit dem angeblichen „Business-Konto“

Der Ablauf ist immer ähnlich und gut inszeniert. Betrüger geben sich als interessierte Käufer aus, die ein angebotenes Produkt oft zum vollen Preis und ohne Handeln kaufen wollen. Sie bestehen auf die Bezahlung via PayID, das für seine Schnelligkeit und Sicherheit bekannt ist.

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Der Betrug beginnt, nachdem der „Käufer“ die Zahlung angeblich getätigt hat. Der Verkäufer erhält dann eine gefälschte E-Mail oder SMS, die wie eine offizielle Mitteilung von PayID oder einer großen Bank aussieht. Darin heißt es, die Transaktion könne nicht abgeschlossen werden, weil das Konto des Verkäufers kein „Business-Konto“ sei oder ein Limit erreicht habe.

„Anschließend wird Ihnen mitgeteilt, Sie müssten Ihr Konto upgraden oder zusätzliches Geld zahlen, damit die Überweisung funktioniert“, erklärt die CBS. „Der Betrüger behauptet dann, Sie müssten ihm diesen Betrag erstatten, da er extra gezahlt habe.“ In Wirklichkeit hat der Käufer nie Geld überwiesen. Jede „Rückzahlung“ des angeblichen Aufpreises landet direkt beim Kriminellen.

Nach den Feiertagen ist die Gefahr besonders groß

Die Timing der Warnung ist kein Zufall. Cybersicherheitsexperten weisen darauf hin, dass der Januar traditionell eine Hochphase für Verkaufsbetrug im Internet ist. Haushalte wollen ausmisten und die Ausgaben der Feiertage wieder hereinholen.

„Betrüger wissen, dass die Menschen in der Nachweihnachtszeit beschäftigt und vielleicht weniger wachsam sind“, heißt es in einer Branchenanalyse. „Das Versprechen eines sofortigen Verkaufs zum Vollpreis ist ein starker Köder für jemanden, der mit unerwünschten Dingen schnell Geld machen will.“

Aktuelle Daten identifizieren „Facebook Marketplace & PayID-Betrug“ als eine der größten Bedrohungen zu Jahresbeginn. Der Erfolg der Masche basiert darauf, dass sie das Vertrauen in die seriöse Marke PayID ausnutzt – ein legitimes Bezahlsystem australischer Banken.

So erkennen Sie die Falle

Die Täuschung funktioniert durch geschickte Manipulation, nicht durch technisches Hacken. Die Behörde nennt klare Warnsignale:

  • Druck und Abwesenheit: Der „Käufer“ kann oft selbst nicht abholen und schickt stattdessen angebliche Kurierdienste oder Verwandte.
  • Keine Alternativen: Er besteht ausschließlich auf PayID und lehnt Barzahlung bei Abholung oder andere sichere Methoden strikt ab.
  • Gefälschte Bestätigungen: Hochwertig gefälschte E-Mails, die das Branding von PayID oder Banken imitieren.
  • Das „Zuviel-überwiesen“-Skript: Jede Aufforderung, einen angeblichen Überzahlungsbetrag oder eine Gebühr zurückzuzahlen, ist ein sicheres Betrugszeichen.

Die Behörden betonen einen einfachen Fakt: PayID ist ein kostenloser Dienst. Es gibt keine Registrierungsgebühren, keine Kosten für den Zahlungseingang und erst recht keine „Business-Konto-Upgrade“-Gebühren für Privatnutzer.

So schützen Sie sich als Verkäufer

Die Verbraucherschützer raten zu einer einfachen „Stoppen, Prüfen, Schützen“-Strategie:

  1. Zahlung immer selbst prüfen: Verlassen Sie sich nie auf Screenshots oder E-Mail-Bestätigungen des Käufers. Loggen Sie sich stets in Ihre eigene Banking-App ein, um zu prüfen, ob das Geld tatsächlich eingegangen ist. PayID-Überweisungen sind in der Regel sofort sichtbar.
  2. „Upgrade“-Aufforderungen ignorieren: Jede Nachricht, die behauptet, Sie müssten Geld zahlen, um Geld zu erhalten, ist Betrug.
  3. Im Plattform-Messenger bleiben: Führen Sie die Kommunikation nach Möglichkeit innerhalb der App des Marktplatzes.
  4. Verdächtiges melden: Brechen Sie den Kontakt bei verdächtigem Verhalten sofort ab. Melden Sie das Profil der Plattform. Bei finanziellern Verlusten wenden Sie sich sofort an Ihre Bank.

Die aktuelle Warnung ist eine wichtige Erinnerung: Wenn eine Transaktion unnatürlich kompliziert wirkt oder unter enormem Zeitdruck stattfinden soll, ist höchste Vorsicht geboten.

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