Panther Lake: Mini-PCs mit Desktop-Power und KI-Boom
09.01.2026 - 18:00:12Intel revolutioniert mit seiner neuen 18A-Technik den Markt für kompakte Desktop-Rechner. Auf der CES 2026 zeigten Geekom und GMKtec die ersten Mini-PCs mit der Panther-Lake-Architektur – sie versprechen Grafikleistung wie von einer dedizierten Karte und massive KI-Power im winzigen Format.
Der Aufreger der Messe kommt von GMKtec: Das EVO-T2 soll mit herkömmlichen Desktop-Türmen gleichziehen. Herzstück ist Intels Top-Chip Core Ultra X9 388H aus der neuen Serie 3. Das Besondere: die integrierte Xe3-Grafikarchitektur. Sie soll laut Herstellerangaben 50 Prozent schneller sein als die Vorgänger-Generation.
Die KI-Performance ist spektakulär. GMKtec gibt für das Gesamtsystem bis zu 180 TOPS an – eine Rechenkraft, die lokale KI-Anwendungen ohne Cloud problemlos handhaben soll. Unterstützt wird der Chip durch bis zu 128 GB superschnellen LPDDR5X-Speicher. Für Grafik-Enthusiasten gibt es einen OCuLink-Port zum Anschluss externer Grafikkarten. Doch die interne Xe3-Grafik soll bereits für 1080p-Gaming und kreative Aufgaben reichen.
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Geekoms Offensive: IT15 und IT13 Max Edition 2026
Auch Geekom setzt voll auf Panther Lake. Das Flaggschiff IT15 2026 Edition bekommt den Core Ultra 9 386H. Der Chip nutzt ebenfalls den fortschrittlichen 18A-Prozess, der für mehr Leistung bei besserer Energieeffizienz sorgen soll. Ein spezielles Kühlsystem soll verhindern, dass die Mini-PCs unter Last gedrosselt werden – ein typisches Problem der Bauform.
Für den breiteren Markt präsentiert Geekom das IT13 Max 2026 Edition mit Core Ultra 7 366H. Es bietet die Vorteile der neuen Architektur zu einem vermutlich günstigeren Preis. Parallel stärkt Geekom sein AMD-Portfolio mit dem A9 Max 2026 Edition und einem Ryzen AI 9 HX 465 Prozessor.
Die Technik dahinter: 18A-Prozess und Xe3-Grafik
Der Erfolg der neuen Geräte hängt an Intels Core Ultra 300 Serie. Sie markiert den breiten Marktstart der 18A-Fertigungstechnologie. Diese ermöglicht eine höhere Transistordichte und bessere Energieeffizienz – die Grundlage für Desktop-Performance im Mini-Format.
Der größte Sprung gelingt wohl bei der Grafik. Die integrierte Xe3-Architektur soll laut ersten CES-Benchmarks mit Einsteiger-Grafikkarten wie der NVIDIA RTX 4050 Laptop GPU mithalten. Für Mini-PC-Nutzer bedeutet das: anspruchsvolle Spiele und Videobearbeitung könnten erstmals ohne externe Grafikkarte möglich sein.
Marktwandel: Vom Office-PC zum KI-Endpunkt
Die Neuheiten zeigen einen klaren Trend: Der Mini-PC entwickelt sich vom simplen Bürogerät zum leistungsstarken KI-Endpunkt. Mit NPU-Leistungen von über 50 TOPS allein auf dem Prozessor können diese Geräte kleine Sprachmodelle und generative KI-Tools lokal ausführen – komplett unabhängig von der Cloud.
Der Wettbewerb verschärft sich. Während Geekom und GMKtec mit Panther Lake vorpreschen, werden andere Hersteller bald nachziehen. Features wie OCuLink und PCIe 5.0 zeigen: Die Grenze zwischen mobiler und Desktop-Performance löst sich weiter auf.
Verfügbarkeit und Ausblick
Käufer müssen sich noch etwas gedulden. GMKtec plant den Start des EVO-T2 für das erste Quartal 2026. Geekoms 2026er Editionen sollen im ersten Halbjahr weltweit verfügbar sein. Die Preise sind noch nicht offiziell, Schätzungen liegen zwischen 800 und 1.200 Euro für Top-Modelle – damit konkurrieren sie direkt mit Premium-Laptops und Apples Mac Mini.
Als erste Hardware auf Intels 18A-Basis sind diese Mini-PCs ein Gradmesser für den Erfolg der Core Ultra 300 Serie. Halten sie, was auf der CES versprochen wurde, könnte 2026 das Jahr werden, in dem der Mini-PC sein Image als lahme Office-Maschine endgültig ablegt.
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