Paladin Drones startet Knighthawk 2.0 als fliegende Notfall-Einsatzzentrale
09.02.2026 - 22:31:12Ein Drohne soll künftig binnen 70 Sekunden nach dem Notruf über der Einsatzstelle schweben. Das US-Unternehmen Paladin Drones hat mit dem Knighthawk 2.0 eine autonome Plattform vorgestellt, die Rettungskräften sofortige Lagebilder aus der Luft liefern soll. Die auf der World Defense Show in Saudi-Arabien präsentierte Drohne positioniert das Unternehmen als neue, kritische Infrastruktur für den Katastrophenschutz weltweit.
Schnelle Augen für Polizei und Feuerwehr
Die Mission der neuen Drohne ist klar: Sie will die gefährliche „Blindphase“ zwischen Notruf und Eintreffen der Einsatzkräfte eliminieren. Autonom startend von einer festen Dockstation, kann der Knighthawk 2.0 innerhalb von 90 Sekunden mehrere Kilometer überbrücken. Noch während des Anflugs überträgt er Live-Video an Leitstellen und Einsatzfahrzeuge am Boden. Dieses Echtzeit-Lagebild bei Bränden, Unfällen oder Verbrechen soll taktische Entscheidungen verbessern und die Sicherheit für Retter und Bevölkerung erhöhen.
Hochleistungssensoren für kritische Augenblicke
Der Knighthawk 2.0 setzt neue Maßstäbe für das Konzept „Drohne als Ersthelfer“ (DFR). Mit einer Flugzeit von über 40 Minuten und einer Reisegeschwindigkeit von mehr als 70 km/h kann er große Gebiete von wenigen Standorten aus abdecken. Hindernisvermeidungssysteme und präzise Navigation sollen den Betrieb auch bei schwierigem Wetter sicherstellen.
Das Herzstück ist ein verbessertes Sensorpaket. Neben einer 4K-Weitwinkelkamera verfügt die Drohne über einen Wärmebildsensor und eine starke Zoomkamera. Letztere soll laut Hersteller noch aus 60 Metern Entfernung Kfz-Kennzeichen lesen können. Diese Kombination ermöglicht es, durch Rauch zu sehen, Brandherde zu identifizieren oder Personen in der Dunkelheit zu lokalisieren. Eine stabile 5G/LTE-Verbindung überträgt die HD-Videostreams ohne Reichweiteneinschränkung.
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Strategischer Schwenk zu „Made in USA“
Ein entscheidender Aspekt des neuen Modells ist seine Konformität mit dem US-amerikanischen National Defense Authorization Act (NDAA). Die gesamte Fertigung und Lieferkette ist damit als sicher zertifiziert – eine Grundvoraussetzung für viele US-Behörden. Für Paladin bedeutet dies eine strategische Wende. Statt wie zuvor Hardware anderer Hersteller zu nutzen, setzt das Unternehmen nun auf eine eigene, abgesicherte Plattform und erschließt so den großen Markt der NDAA-pflichtigen Auftraggeber.
Möglich wurde dies durch eine Partnerschaft mit dem portugiesischen Hersteller Beyond Vision, der auf NATO-konforme Drohnensysteme spezialisiert ist. Die Kooperation vereint Paladins Software-Know-how für autonome Systeme mit robuster, konformer Hardware. Dies ebnet den Weg für eine globale Expansion; die Technologie wird bereits in den USA, Indien und Portugal eingesetzt.
Drohnen als „Force Multiplier“ für knappe Kassen
Der Knighthawk 2.0 steht für einen Trend: Drohnen werden zunehmend als „Kraftmultiplikator“ für unterbesetzte und budgetschwache Sicherheitsbehörden gesehen. Sie bieten eine kostengünstige Alternative zu teuren Hubschraubern und machen Luftaufklärung erstmals auch für kleinere Kommunen erschwinglich. Durch sofortige Lageerfassung können Situationen deeskaliert, riskante Einsätze vermieden und Beweise effektiver gesichert werden.
Paladin testet das System derzeit in kleineren Gemeinden, um Betriebsabläufe zu verfeinern und Datenschutzbedenken der Bevölkerung zu adressieren. Das Unternehmen betont, keine Dauerüberwachung zu betreiben und den Videozugriff strikt auf autorisiertes Einsatzpersonal zu beschränken.
Die Vision: Eine Drohne für jeden 911-Notruf
Mit der neuen Plattform rückt die Vision einer vollautonomen Notfallflotte näher. Die nächste Generation der DFR-Technologie, oft „DFR 2.0“ genannt, zielt auf „Drohne-aus-dem-Kasten“-Lösungen ab, die ohne menschliches Eingreifen vor Ort starten, operieren und landen. Paladins ehrgeiziges Ziel ist es, dass bis 2027 auf jeden Notruf in den USA eine reagierende Drohne antwortet. Die Zukunft des Rettungswesens könnte in Sekunden statt Minuten gemessen werden.
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