Pacing: Vom Therapie-Konzept zum Alltags-Trend gegen Burnout
20.01.2026 - 05:23:11Pacing wird zum neuen Werkzeug im Kampf gegen chronische Erschöpfung. Die ursprünglich für Patienten mit ME/CFS oder Long-COVID entwickelte Strategie findet jetzt breite Anwendung. Sie soll helfen, die eigene Energie nachhaltig zu managen und Überlastung zu vermeiden.
Experten sehen darin einen entscheidenden Wandel: Weg von der „Zähne zusammenbeißen“-Mentalität, hin zu einem bewussteren Umgang mit den eigenen Ressourcen. Pacing bietet einen strukturierten Ansatz, um körperliche, geistige und emotionale Energie so zu steuern, dass die Lebensqualität steigt und Erschöpfungszustände ausbleiben.
Was ist Pacing? Mehr als nur Pausen einlegen
Pacing ist eine aktive Selbstmanagement-Strategie. Ihr Ziel ist es, die verfügbaren Energiereserven optimal einzusetzen, ohne individuelle Belastungsgrenzen zu überschreiten. Im Kern geht es um ein Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhe.
Statt bis zur Erschöpfung zu arbeiten, lehrt Pacing, Aktivitäten in kleinere Einheiten aufzuteilen. Entscheidend sind regelmäßige, präventive Pausen – und zwar bevor die Müdigkeit einsetzt. Die Methode berücksichtigt, dass Energie nicht nur physisch, sondern auch kognitiv, emotional und sozial verbraucht wird.
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Ein anstrengendes Gespräch kann demnach genauso energieraubend sein wie körperliche Arbeit. Das übergeordnete Ziel ist es, sogenannte „Crashes“ oder die „Post-Exertionelle Malaise“ (PEM) zu vermeiden. Dabei handelt es sich um eine unverhältnismäßige Verschlechterung der Symptome nach einer Anstrengung.
Die wissenschaftliche Basis: Warum Pacing funktioniert
Die Grundlage von Pacing liegt in der Erkenntnis, dass wiederholte Überlastung Körper und Geist langfristig schädigt. Bei Krankheitsbildern wie ME/CFS oder Long-COVID, die mit gestörtem Energiestoffwechsel einhergehen, ist die Strategie besonders wichtig.
Forschungen zeigen, dass aktivitätssteigernde Therapien bei diesen Erkrankungen oft kontraproduktiv sind. Pacing wird daher von Gesundheitsbehörden wie dem britischen National Institute for Health and Care Excellence (NICE) als effektive Managementstrategie empfohlen.
Psychologisch stärkt Pacing das Gefühl der Kontrolle. Indem Betroffene lernen, auf Warnsignale ihres Körpers zu achten, entkommen sie dem Gefühl der Hilflosigkeit. Dieser fürsorgliche Umgang mit sich selbst steht im klaren Gegensatz zum gesellschaftlichen Druck, ständig leistungsfähig sein zu müssen.
So integrieren Sie Pacing in Ihren Alltag
Die Prinzipien des Pacing lassen sich unkompliziert umsetzen. Ein zentrales Element ist die 4P-Regel: Priorisieren, Planen, Pausen einplanen und Positiv bleiben.
Konkrete Tipps für die Praxis:
* Energie-Tagebuch führen: Identifizieren Sie eigene Energieräuber und -quellen.
* Aufgaben aufteilen: Verteilen Sie große Projekte wie Wohnungsputz über mehrere Tage.
* Für Abwechslung sorgen: Wechseln Sie zwischen körperlichen, geistigen und sozialen Aktivitäten.
* Pausen fest einplanen: Integrieren Sie Ruhephasen proaktiv in den Tagesablauf, nicht erst bei Erschöpfung.
* Hilfsmittel nutzen: Pulsuhren können helfen, körperliche Überlastung zu vermeiden.
Ein Paradigmenwechsel für die mentale Gesundheit
Die wachsende Akzeptanz von Pacing signalisiert einen Wandel im Verständnis von Leistung. In einer Arbeitswelt, die von ständiger Erreichbarkeit geprägt ist, bietet die Methode eine wirksame Strategie zur Burnout-Prävention.
Es geht nicht darum, weniger zu leisten, sondern die eigene Energie intelligenter einzusetzen. Paradoxerweise führt das Akzeptieren von Grenzen langfristig oft zu einer stabileren Produktivität. Denn es fällt weniger Zeit für die Erholung von Überlastungsphasen an.
Pacing unterscheidet sich fundamental von reinem Zeitmanagement. Der Fokus liegt nicht auf der Uhr, sondern auf dem inneren „Akku“. Die Methode fördert eine tiefere Verbindung zu den Signalen des eigenen Körpers.
Pacing etabliert sich als Wellness-Praxis
Es ist wahrscheinlich, dass Pacing weiter an Bedeutung gewinnt. Der nächste Schritt könnte die Integration in betriebliche Gesundheitsprogramme und digitale Gesundheits-Apps sein.
Aktuelle Studien, etwa zur Wirksamkeit bei Long-COVID, unterstreichen das Potenzial der Methode. Zukünftige Forschungen werden die wissenschaftliche Fundierung weiter stärken. Langfristig könnte Pacing zu einem festen Bestandteil eines gesunden Lebensstils werden – eine Kompetenz, das eigene Tempo im Marathon des Lebens bewusst zu steuern.
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