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Oxford Lane Capital Aktie: Alarmzeichen bei 32% Dividende

15.01.2026 - 14:18:33

Oxford Lane Capital schüttet trotz sinkendem Nettoinventarwert und hoher Ausschüttungsquote eine Dividende von 32,5% aus. Analysten stufen die Aktie zurück und sehen Risiken.

Oxford Lane Capital lockt derzeit mit einer massiven annualisierten Dividendenrendite von über 32 Prozent, doch aktuelle Daten mahnen zur Vorsicht. Eine Analysten-Herabstufung und ein schwindender Nettoinventarwert zeichnen das Bild eines Unternehmens, das seine Ausschüttungen womöglich aus der Substanz finanziert. Kann dieses hohe Niveau gehalten werden?

Zeitdruck vor dem Ex-Tag

Für Dividendenjäger ist Eile geboten. Die Aktie wird am morgigen Freitag, den 16. Januar 2026, ex-Dividende gehandelt. Wer am Stichtag im Besitz der Papiere ist, erhält am 30. Januar die monatliche Ausschüttung von 0,40 US-Dollar je Anteilsschein.

Bei einem aktuellen Kurs von rund 14,72 US-Dollar entspricht dies einer annualisierten Rendite von etwa 32,5 Prozent. Doch hinter dieser beeindruckenden Zahl verbergen sich strukturelle Risiken, die durch die jüngsten Finanzkennzahlen offenbart wurden.

Substanzverlust und Abstufung

Die Marktstimmung hat sich merklich eingetrübt. Analysten stuften die Aktie am 14. Januar auf “Hold” herab. Hauptgrund für die Zurückhaltung ist der erodierende Nettoinventarwert (NAV), der laut dem letzten Quartalsbericht auf 19,19 US-Dollar gefallen ist.

Dies führt zu einer ungewöhnlichen Bewertungssituation:
* Die Aktie handelt mit einem Abschlag von fast 11 Prozent zum NAV.
* Historisch betrachtet notierte das Papier in den letzten fünf Jahren durchschnittlich mit einem Aufschlag von rund 6,5 Prozent.

Der Wandel vom Aufschlag zum deutlichen Abschlag signalisiert, dass der Markt weitere Vermögensverluste oder eine mögliche Kürzung der Dividende bereits einpreist.

Die Lücke in der Bilanz

Die wohl kritischste Kennzahl für Anleger ist die Ausschüttungsquote von derzeit über 513 Prozent. Dieser extreme Wert verdeutlicht, dass Oxford Lane Capital die Dividendenzahlungen nicht durch laufende Gewinne deckt, sondern auf Kapitalrückflüsse oder die eigene Bilanz zurückgreifen muss.

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Die Diskrepanz zeigte sich deutlich in den jüngsten Quartalszahlen:
* Gemeldeter Gewinn je Aktie: 1,24 US-Dollar
* Erwartung: 2,25 US-Dollar
* Umsatz: 128,3 Millionen US-Dollar (weit unter den erwarteten 247,9 Millionen US-Dollar)

Mit einem Gewinn, der die Erwartungen um mehr als einen Dollar verfehlte, wird die Aufrechterhaltung der aggressiven Ausschüttungspolitik ohne weiteren Substanzverlust zunehmend schwierig.

Kontext zum Aktiensplit

Zur korrekten Einordnung der Dividendenhöhe ist der am 5. September 2025 durchgeführte Reverse-Split im Verhältnis 1 zu 5 entscheidend. Was in automatisierten Datenbanken teilweise als massive Anhebung der Dividende erscheint, ist primär eine technische Anpassung an die reduzierte Aktienanzahl. Die fundamentale Herausforderung bleibt der Kampf um die Stabilisierung des Vermögenswerts bei gleichzeitig hohem Kapitalabfluss.

Der deutliche Abschlag zum inneren Wert bietet zwar theoretisch einen Sicherheitspuffer, doch die Lücke zwischen den operativen Gewinnen und der Ausschüttung wiegt schwer. Kurzfristig dürften Anleger vor dem morgigen Ex-Termin noch für Handelsaktivität sorgen, mittelfristig dominiert jedoch das Risiko eines fortgesetzten Kapitalverzehrs.

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