Oxa, Britischer

Oxa: Britischer Staatsfonds investiert Millionen in autonomes Fahren

19.01.2026 - 23:36:12

Der britische National Wealth Fund plant eine bedeutende Direktinvestition in das autonome Fahrtunternehmen Oxa, um die heimische KI-Industrie zu stärken und den Weg für selbstfahrende Taxis zu ebnen.

Ein britischer Staatsfonds will dem autonomen Fahrtunternehmen Oxa einen Millionenbetrag zuschießen. Die Investition soll die Position des Vereinigten Königreichs als KI-Standort stärken und den Weg für selbstfahrende Taxis ebnen.

Der mit 28 Milliarden Euro ausgestattete National Wealth Fund (NWF) steht kurz vor einer Vereinbarung. Das berichten britische Medien. Das Investment in die Softwarefirma Oxa soll sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag in Pfund belaufen. Für die britische Regierung wäre es eine der größten direkten Beteiligungen an einem KI-Unternehmen überhaupt. Oxa und der Fonds wollten den Bericht nicht kommentieren.

Strategisches Signal für die britische KI-Industrie

Hinter dem Deal steckt eine klare industriepolitische Agenda. Der 2024 gegründete NWF soll private Investitionen in Schlüsseltechnologien anschieben. Typischerweise pumpt der Fonds zwischen 25 und 50 Millionen Euro in Unternehmen, um ein Vielfaches an privatem Kapital nachzuziehen.

Die geplante Oxa-Investition ist Teil einer größeren Strategie. Die Regierung hat bis 2030 insgesamt bis zu 150 Millionen Euro für vernetzte und automatisierte Mobilität (CAM) vorgesehen. Ziel ist es, Großbritannien als führenden Standort für selbstfahrende Technologie zu etablieren. Der Schritt kommt zur rechten Zeit: Noch in diesem Jahr sollen erste Tests mit fahrerlosen Taxis und Bussen starten.

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Oxa: Vom Uni-Projekt zum Technologiepionier

Das Unternehmen, früher als Oxbotica bekannt, wurde 2014 von dem Oxford-Professor Paul Newman gegründet. Schon 2016 führte Oxa die ersten autonomen Fahrversuche auf britischen Straßen durch. Seither hat das Unternehmen über 180 Millionen Euro von privaten Investoren eingesammelt.

Anders als viele Wettbewerber baut Oxa keine eigenen Fahrzeuge. Stattdessen entwickelt das Unternehmen eine universelle Software, die bestehende Fahrzeuge autonom machen soll. Dieser hardware-unabhängige Ansatz kommt bereits heute zum Einsatz: In autonomen Shuttle-Bussen und in Fahrzeugen für Logistik und Industrie.

Investition in stürmischen Zeiten

Die staatliche Unterstützung kommt für Oxa in einer herausfordernden Phase. Der Markt für Tiefen-Technologie ist schwieriger geworden. Ein früher Investor hatte den Wert des Unternehmens im vergangenen Jahr deutlich nach unten korrigiert. Als Grund nannte er anhaltende Verluste und die harschen Marktbedingungen.

Dennoch signalisieren andere Geldgeber weiterhin Vertrauen. Erst im Dezember erhielt Oxa eine Frischgeldspritze von 15 Millionen Euro von bestehenden Investoren. Der nun anstehende Deal mit dem Staatsfonds wäre eine weitere, gewichtige Bestätigung. Das Kapital soll Oxa helfen, im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Konkurrenten wie das britische Unternehmen Wayve haben bereits über eine Milliarde Euro eingesammelt.

Großbritannien drückt aufs Autonomie-Gaspedal

Mit dem Investment will die Regierung den gesamten Sektor beschleunigen. Die Branche wird lebendiger: Ride-Hailing-Giganten wie Uber und Lyft haben angekündigt, ebenfalls selbstfahrende Fahrzeuge in Großbritannien testen zu wollen.

Für Oxa bedeutet das frische Kapital mehr Spielraum. Das Unternehmen kann seine Software-Plattform weiterentwickeln, Teams vergrößern und in neue Märkte expandieren. Die staatliche Beteiligung ist mehr als nur Finanzspritze. Sie ist ein Signal an die gesamte Industrie: Großbritannien setzt entschlossen auf die Zukunft der autonomen Mobilität.

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