Oviva, Millionen

Oviva sichert 200 Millionen Euro für KI-gestützte Gesundheitsversorgung

22.01.2026 - 13:01:12

Das Berliner Digital-Health-Unternehmen Oviva hat eine große Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Kapital soll den Ausbau der KI-Plattform für die Behandlung von Adipositas und Diabetes in Europa vorantreiben.

Das Berliner Digital-Health-Unternehmen Oviva hat eine Finanzierungsrunde über 200 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt vom schwedischen Investor Kinnevik, soll das Kapital den Ausbau der KI-Plattform für die Therapie von Adipositas und anderen chronischen Erkrankungen in Europa vorantreiben.

Mega-Investment für hybrides Betreuungsmodell

Die Serie-D-Runde, eine der größten im europäischen Digital-Health-Sektor der letzten Jahre, umfasst sowohl Primär- als auch Sekundärkapital. Neben dem Lead-Investor Kinnevik beteiligten sich Planet First Partners, A.P. Moller Holding und der Abu-Dhabi-basierte Fonds Lunate. Auch die Schweizer EGS Beteiligungen AG und der Impact-Investor Norrsken VC stiegen ein.

Das massive Investment kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die europäischen Gesundheitssysteme ächzen unter der Last chronischer Erkrankungen. Ovivas Plattform kombiniert KI-gestützte Unterstützung mit der Betreuung durch zertifizierte Ernährungsfachkräfte und medizinisches Personal. Das neue Kapital soll vor allem in die technologische Weiterentwicklung fließen, um personalisierte Therapiepfade für Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Adipositas zu verfeinern.

Anzeige

Bluthochdruck begleitet viele Patientinnen und Patienten mit Adipositas oder Diabetes – doch oft reichen kleine, gezielte Maßnahmen, um Werte spürbar zu verbessern. Der kostenlose Report „Die 8 besten Maßnahmen gegen Bluthochdruck“ fasst simple, alltagstaugliche Strategien zusammen (inkl. einer 3‑Minuten‑Atemübung, Yoga‑Tipps und Ernährungsanpassungen), die sich gut mit digitalen Therapieprogrammen kombinieren lassen. Laden Sie die praktische PDF‑Checkliste herunter und starten Sie noch heute einen planbaren Maßnahmen-Mix. Jetzt kostenlosen Blutdruck-Report sichern

Digitale Therapie auf Krankenschein

Laut Unternehmensangaben hat Oviva bereits über eine Million Patienten behandelt. Die Besonderheit: Die digitalen Therapeutika sind in Kernmärkten wie Deutschland, Großbritannien und der Schweiz vollständig erstattungsfähig. In Deutschland werden die Lösungen als Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) verschrieben – Patienten erhalten sie nach ärztlicher Verordnung kostenfrei.

Der Markt ist riesig und unterversorgt. Schätzungen zufolge leiden in Europa über 200 Millionen Erwachsene an chronischen Erkrankungen wie Adipositas oder Diabetes. Ovivas Modell setzt auf fernüberwachte, app-basierte Interventionen, die Verhaltenstherapie mit medizinischem Monitoring verbinden. Wartezeiten sollen so reduziert und geografische Hürden abgebaut werden. Für Investoren war die durchgängige Erstattungsfähigkeit in mehreren Ländern ein entscheidendes Kriterium.

Neue Krankheitsbilder und Märkte im Visier

Mit dem frischen Kapital erweitert Oviva sein klinisches Portfolio. Neben der etablierten Behandlung von Adipositas und Diabetes sollen künftig weitere chronische Indikationen wie Hypertonie und komplexe Begleiterkrankungen abgedeckt werden. Ziel ist ein ganzheitlicher „Betreuungskreislauf“, der das Fortschreiten lebensstilbedingter Krankheiten verhindert, bevor Hospitalisierungen nötig werden.

Auch geografisch will das Unternehmen wachsen. Der Fokus liegt aktuell auf Großbritannien, Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Die Präsenz in diesen Märkten soll vertieft und der Eintritt in weitere europäische Gesundheitssysteme geprüft werden, die digitale Erstattungsrahmen einführen.

Vertrauensbeweis in schwierigem Umfeld

Die 200-Millionen-Euro-Runde ist ein seltener „Mega-Deal“ im aktuellen, vorsichtigen Spätphasen-Investmentumfeld. Analysten werten sie als Bestätigung für das hybride Betreuungsmodell, bei dem menschliche Expertise durch Technologie ergänzt – nicht ersetzt – wird.

Die KI übernimmt Routine-Monitoring und personalisiertes Feedback. Die menschlichen Therapeuten können sich so auf komplexe Patientenbedürfnisse konzentrieren. Diese Effizienz gilt als Schlüssel, um chronische Versorgung zu skalieren, ohne das medizinische Personal proportional aufstocken zu müssen.

Während europäische Nationen ihre Gesundheitsvorschriften modernisieren – nach dem Vorbild der deutschen DiGA-Richtlinie – könnten Unternehmen wie Oviva zu zentraler Infrastruktur im Krankheitsmanagement werden. Diese Finanzierungsrunde legt nahe, dass Investoren digitale Therapeutika in den kommenden zehn Jahren als Standard in der medizinischen Versorgung erwarten.

Anzeige

PS: Möchten Sie Nebenwirkungen von Medikamenten reduzieren und Ihre Blutdruckwerte auf natürliche Weise verbessern? Der Gratis‑Report „Die 8 besten Maßnahmen gegen Bluthochdruck“ zeigt praxisnahe Schritte – von kurzen Atemübungen über Bewegungsstrategien bis zu Ernährungsanpassungen – die sich leicht in den Alltag integrieren lassen und die medizinische Betreuung sinnvoll ergänzen. Gratis-Report: 8 Maßnahmen gegen Bluthochdruck herunterladen

@ boerse-global.de