Oversonics, RoBee

Oversonics RoBee: Intel-Chip macht Roboter zum selbstständigen Denker

20.01.2026 - 16:09:12

Der italienische Roboterhersteller Oversonic stattet sein Humanoid-Modell RoBee mit Intels neuesten Edge-Prozessoren aus. Dieser Schritt ermöglicht erstmals komplexe KI-Entscheidungen direkt im Gerät – ein Durchbruch für den Einsatz in Kliniken und Fabriken.

Bislang waren leistungsfähige Roboter auf ständige Verbindungen zu Rechenzentren angewiesen. Die neue Hardware-Allianz zwischen Oversonic Robotics und Intel beendet diese Abhängigkeit. Der etwa 1,80 Meter große RoBee verarbeitet Sprache, Bilder und Logik jetzt vollständig mit Intels Core Ultra Series 3-Prozessoren an Bord.

Diese „Edge-Computing“-Strategie hat klare Vorteile: Sie verkürzt Reaktionszeiten auf Millisekunden und schützt sensible Daten, etwa aus Krankenhäusern. Zudem senkt der Verzicht auf Cloud-Anbindung den Energieverbrauch deutlich. RoBee soll so eine komplette Acht-Stunden-Schicht mit einer Akkuladung durchhalten.

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Zwei Märkte im Fokus

Oversonic treibt die Entwicklung für zwei konkrete Anwendungsfelder voran. In der Industrie soll RoBee als kollaborativer Roboter schwere oder monotone Aufgaben übernehmen. Ein wichtiger Partner ist hier der europäische Halbleiterriese STMicroelectronics, der die Roboter in seinen Fabriken testen will. Die CE-Zertifizierung für den europäischen Markt liegt bereits vor.

Im Gesundheitswesen könnte der Humanoid zum unermüdlichen Therapeuten-Assistenten werden. Erste klinische Tests in Italien laufen, etwa zur Begleitung von Patienten mit Alzheimer oder Parkinson bei Reha-Übungen. Die Maschine soll ohne Ermüdung individuelle Betreuung bieten – und dabei mögliche Schamgefühle der Patienten vermeiden.

Expansion in die USA

Parallel zum Technologie-Sprung expandiert das Unternehmen stark. Eine neue Partnerschaft mit NantWorks in den USA soll die Forschung in Medizin und Luftfahrt beschleunigen. Dafür hat Oversonic ein Entwicklungszentrum in Los Angeles eröffnet.

Die ersten RoBee-Einheiten sollen bereits in den kommenden Monaten in US-Kliniken für Studien ankommen. Das Unternehmen bereitet zudem die Zulassung als Medizinprodukt der Klasse IIa in Europa vor und will bald das FDA-Verfahren in den USA starten.

Die Integration von Intels Edge-KI markiert einen Reifeprozess in der Robotik. Statt bloße Befehlsempfänger zu sein, werden Roboter zu autonomen Partnern. Die Vision von der nahtlosen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine rückt in greifbare Nähe – nicht nur in der Fabrikhalle, sondern auch am Krankenbett.

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