Osteuropa bleibt 2026 der Wachstumsmotor für Österreich
15.01.2026 - 04:30:12Die Wirtschaft in Zentral- und Osteuropa (CEE) wächst auch 2026 deutlich stärker als die Eurozone. Das bringt Österreichs exportorientierten Leitbetrieben entscheidende Impulse.
Führende Institute prognostizieren für die Region Wachstumsraten zwischen 2,0 und 3,3 Prozent. Zum Vergleich: Für die Eurozone erwarten Analysten nur ein Plus von 1,0 bis 1,5 Prozent. Polen gilt mit etwa 3,0 Prozent als Spitzenreiter.
Drei starke Treiber stützen die Konjunktur:
* Eine robuste Inlandsnachfrage, getragen von steigenden Reallöhnen und vollen Arbeitsmärkten.
* Steigende Investitionen, begünstigt durch sinkende Zinsen und den beschleunigten Abfluss von EU-Fördermitteln.
* Ein rasanter Vermögensaufbau der privaten Haushalte, der die Kapitalmärkte befeuert.
„Nach einer Phase des konsumgetriebenen Wachstums gewinnen nun Investitionen von Unternehmen und dem Staat an Bedeutung“, analysieren Experten des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw).
Warum Österreich profitiert
Für heimische Konzerne sind diese Aussichten zentral. Österreichische Unternehmen gehören zu den wichtigsten Investoren in der Region, besonders in den Sektoren Finanzen, Bau und Industrie.
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Die positive Entwicklung bei Handelspartnern wie Polen, Tschechien und Kroatien wirkt sich direkt auf das österreichische BIP aus. Während die heimische Wirtschaft 2026 nur mit etwa einem Prozent Wachstum rechnet, fungiert die Dynamik im Osten als wichtiger Stabilisator.
Neue Chancen durch wachsenden Wohlstand
Ein bemerkenswerter Trend: Das Finanzvermögen pro Kopf hat sich in den CEE-Ländern in 20 Jahren fast verfünffacht. Es liegt aber erst bei einem Drittel des westlichen Niveaus – das Potenzial ist also riesig.
Die Haushalte investieren ihr Geld zunehmend an den Kapitalmärkten, statt es zu horten. Zusammen mit günstigeren Krediten kurbelt das die Binnennachfrage weiter an. Für stark vertretene österreichische Banken und Versicherungen eröffnen sich hier erhebliche Geschäftsmöglichkeiten.
Wo die Risiken lauern
Trotz des Optimismus bleiben Herausforderungen. Die enge Verflechtung mit der deutschen Industrie ist ein zweischneidiges Schwert: Deren strukturelle Schwächen könnten bremsend wirken.
Länder wie Rumänien und Ungarn kämpfen mit hohen Budgetdefiziten, die zu Sparmaßnahmen zwingen. Geopolitische Unsicherheiten, vor allem der Krieg in der Ukraine und handelspolitische Risiken aus den USA, sind weitere Faktoren.
Analysten der Erste Group betonen: „Die Märkte bleiben 2026 volatil.“ Gleichzeitig beweist die CEE-Region eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Bei richtiger Analyse können selbst diese Herausforderungen zu Chancen werden.
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