Osteoporose-Prävention, Kalzium-Synergie

Osteoporose-Prävention setzt 2026 auf Kalzium-Synergie

03.01.2026 - 07:09:12

Die Vorbeugung von Osteoporose erfährt einen Paradigmenwechsel. Nicht die reine Menge an Kalzium steht im Fokus, sondern dessen Bioverfügbarkeit – also wie viel der Körper tatsächlich aufnehmen kann. Neue Daten und Analysen zeigen: Entscheidend ist die clevere Kombination von Lebensmitteln.

Ein Schlüssel liegt in traditionellen Methoden wie der Fermentation. Sie baut Phytinsäure ab, einen natürlichen Stoff in Getreide und Hülsenfrüchten, der Kalzium im Darm bindet und unbrauchbar macht. Ein einfaches Beispiel sind Overnight Oats: Eingeweicht in Kefir oder Joghurt steigert die Fermentation die Mineralstoffaufnahme aus dem Hafer erheblich.

Diese „Food-Matrix-Effekte“ wurden lange unterschätzt. Die Kombination fermentierter Milchprodukte mit pflanzlichen Quellen schafft eine kostengünstige, natürliche Synergie. Sie macht zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel für viele überflüssig.

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Pflanzliche Ernährung braucht kluge Auswahl

Die neue Strategie gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen DGE-Empfehlungen an Dringlichkeit. Diese raten zu 75 Prozent pflanzlicher Ernährung. Doch pflanzliches Kalzium ist oft schlecht verfügbar.

Die Lösung ist eine gezielte Auswahl:
* Meiden: Spinat enthält zwar viel Kalzium, aber auch Oxalsäure, die die Aufnahme blockiert.
* Bevorzugen: Oxalatarme Kohlsorten wie Grünkohl, Brokkoli oder Chinakohl haben eine Resorptionsrate, die der von Milch gleichkommt oder sie sogar übertrifft.

Laut der Bayerischen Verzehrsstudie erreichen über 80 Prozent der Frauen die Kalzium-Empfehlungen nicht, wenn man die Bioverfügbarkeit berücksichtigt. Die Devise für 2026 lautet also: Qualität vor Quantität.

Vitamin D und K2 sind unverzichtbare Partner

Kalzium allein reicht nicht. Für starke Knochen braucht es ein Team:
* Vitamin D ermöglicht erst die Aufnahme von Kalzium im Darm.
* Vitamin K2 dirigiert das Kalzium in die Knochen und weg von den Arterien.

Interessant: Fermentierte Lebensmittel wie Natto, gereifter Käse oder Sauerkraut sind natürliche Quellen für Vitamin K2. Sie schließen den Kreis einer knochenfreundlichen Ernährung.

Was der Trend für Industrie und Verbraucher bedeutet

Die Hinwendung zur „intelligenten Ernährung“ hat Folgen. Für die Lebensmittelbranche entsteht ein neuer Markt für „funktionelle Fermentation“. Der Fokus könnte sich vom „High Protein“-Hinweis zum Label „High Bioavailability“ verschieben.

Für Verbraucher werden personalisierte Ernährungs-Apps an Bedeutung gewinnen. Künftige Programme könnten nicht nur Kalorien, sondern auch Nährstoff-Interaktionen analysieren und vor ungünstigen Kombinationen warnen.

Bis solche digitalen Helfer Alltag sind, bleibt die Rückbesinnung auf traditionelles Wissen der sicherste Weg: Klug kombiniert und richtig zubereitet liefert unsere Nahrung alles für stabile Knochen.

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