Orthopäden warnen vor dem gefährlichen „Winterschlaf-Effekt“
26.01.2026 - 12:22:12Die aktuelle Kältewelle treibt Menschen mit Gelenkschmerzen in die Praxen. Orthopäden warnen vor dem „Winterschlaf-Effekt“ – und haben eine einfache Lösung parat.
Warum Kälte die Gelenke bremst
Die Ursache liegt in der Biologie. Bei Kälte wird die Gelenkflüssigkeit zähflüssiger, ähnlich wie kaltes Motoröl. Die Reibung in Knie und Hüfte nimmt zu. Gleichzeitig verengen sich die Blutgefäße, um die Körperkerntemperatur zu halten. Die Muskulatur wird schlechter durchblutet und verspannt sich reflexartig.
„Diese Anspannung erhöht den Druck auf die Gelenke zusätzlich“, erklärt Orthopäde Dr. Sebastian Sorger. Besonders für Arthrose-Patienten kann das zum Teufelskreis aus Schmerz und Schonhaltung werden.
Passend zum Thema Gelenkschmerzen und Bewegung: Wenn Kälte die Gelenke steif macht, helfen gezielte, kurze Übungen, die Sie überall machen können. Orthopäde Prof. Dr. med. Wessinghage stellt 17 einfache 3‑Minuten-Übungen vor, die Muskulatur stärken und Gelenke entlasten — ideal für Spaziergänge, Schonhaltung und Arthrose-Vorbeugung. Gratis als leicht verständlicher PDF-Spezialreport per E‑Mail. Gratis-Report mit 17 Wunderübungen jetzt sichern
Der Spaziergang als natürliche Gelenkschmierung
Die Medizin hat eine klare Empfehlung: moderate Bewegung. Der Gelenkknorpel besitzt keine eigenen Blutgefäße. Er ernährt sich wie ein Schwamm aus der Gelenkflüssigkeit – und braucht dafür den Wechsel aus Be- und Entlastung.
Ein täglicher Spaziergang aktiviert diesen Pumpmechanismus. Die zähe Flüssigkeit wird „gerührt“, geschmeidiger und in den Knorpel gepresst. Wer sich hingegen auf dem Sofa einigelt, unterbricht diese lebenswichtige Nährstoffversorgung. Die Gelenksteife verschlimmert sich.
So wird der Winterspaziergang sicher
Damit die Bewegung nicht zum Risiko wird, raten Unfallchirurgen zur richtigen Vorbereitung. Die Rutschgefahr auf überfrorenen Wegen ist aktuell hoch.
- Das richtige Schuhwerk mit Profil ist entscheidend, um Stürze zu vermeiden.
- Kleidung nach dem Zwiebelprinzip (atmungsaktive Schichten, keine feuchtigkeitsspeichernde Baumwolle direkt auf der Haut) schützt vor Auskühlung.
- Kein „Kaltstart“: Leichte Mobilisationsübungen in der warmen Wohnung bereiten Muskeln und Bänder optimal vor.
Bewegung wirkt auch auf die Psyche
Die dunkle Jahreszeit drückt auf die Stimmung – und das verstärkt die Schmerzwahrnehmung. Ein Spaziergang bei Tageslicht wirkt doppelt: Er fördert die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin und kann so die Schmerztoleranz erhöhen.
Gesundheitsexperten sehen in der präventiven Bewegung ein enormes Einsparpotenzial. Im Vergleich zu passiven Wärmeanwendungen bekämpft sie die Ursache der Unterversorgung direkt. Krankenkassen fördern Winter-Aktivität daher zunehmend als Säule der Vorsorge.
Die Botschaft der Orthopäden für den Rest des Winters ist eindeutig: Die beste Heizung für die Gelenke kommt von innen. Wer jetzt aktiv bleibt, startet mit deutlich weniger Beschwerden in den Frühling.
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