Original-Research: Advanced Blockchain AG - von GBC AG 29.01.2026 / 12:00 CET/CEST Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
Original-Research: Advanced Blockchain AG - von GBC AG
29.01.2026 / 12:00 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
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Einstufung von GBC AG zu Advanced Blockchain AG
Unternehmen: Advanced Blockchain AG
ISIN: DE000A0M93V6
Anlass der Studie: Managementinterview
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 3,79 EUR
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2026
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Matthias Greiffenberger, Cosmin Filker
ABAG 2.0, Bitcoin-Treasury und der Weg zu nachhaltigem Wachstum im
institutionellen Kryptomarkt
Im folgenden Interview führt GBC ein ausführliches Gespräch mit Hatem
Elsayed und Maik Laske, den Vorständen der Advanced Blockchain AG (ABAG). Im
Fokus stehen die aktuelle Lage und strukturelle Reife des Kryptomarktes, die
zunehmende institutionelle Adoption digitaler Assets sowie die strategische
Neuausrichtung des Unternehmens unter ABAG 2.0. Das Management erläutert,
wie ABAG ihre Rolle als börsennotierter Akteur im Web3-Ökosystem weiter
schärft, welche Bedeutung der Ausbau der Bitcoin-Treasury und ein
regimebasiertes Treasury-Modell haben und wie datengetriebene Investitionen,
Analytics-Produkte und klare Governance-Strukturen die Grundlage für
nachhaltiges Wachstum und steigende institutionelle Attraktivität in den
kommenden Jahren bilden sollen.
GBC AG: Wie beurteilen Sie das aktuelle Marktumfeld im Kryptosektor, und
welche Entwicklungen erwarten Sie mittelfristig, die besonders relevant für
die Positionierung und Wachstumschancen der ABAG sind?
Hatem Elsayed: Wir sehen den Kryptosektor aktuell in einer Phase
struktureller Reife. Nach mehreren Zyklen aus Innovation und
Marktbereinigung hat sich die Branche deutlich professionalisiert.
Institutionelle Akteure sind inzwischen fester Bestandteil des Ökosystems,
nicht zuletzt durch regulatorische Klarheit in Europa, etwa durch MiCA und
MiFID II, sowie den Markteintritt großer Asset Manager über Bitcoin- und
Ethereum-ETFs. Analysten gehen davon aus, dass die neu aufgelegten Spot-ETFs
mittelfristig mehr als 100 Prozent der neu entstehenden Angebotsmenge von
Bitcoin, Ethereum und ausgewählten weiteren digitalen Assets absorbieren
könnten. Dies unterstreicht die strukturelle Nachfrage institutioneller
Investoren und führt potenziell zu einer anhaltenden Angebotsverknappung.
Mittelfristig halten wir insbesondere drei Entwicklungen für zentral.
Erstens die Etablierung von Bitcoin als institutionell akzeptierte Reserve-
und Absicherungsanlage. Zweitens die zunehmende Tokenisierung realer
Vermögenswerte, die Brücken zwischen Kapitalmarkt und Blockchain schlägt.
Drittens die Integration von Blockchain in reale Infrastrukturen, etwa über
DePINs sowie Daten- und KI-Anwendungen.
ABAG positioniert sich gezielt an dieser Schnittstelle als börsennotierter
Akteur, der institutionellen Investoren einen strukturierten Zugang zu
digitalen Assets bietet und gleichzeitig an den langfristigen Werttreibern
der Technologie partizipiert.
GBC AG: Wie trägt der geplante Ausbau der Bitcoin-Reserve dazu bei, den
angestrebten Flywheel-Effekt zu realisieren und dauerhaft neues
Investoreninteresse zu erzeugen?
Hatem Elsayed: Der Ausbau unserer Bitcoin-Reserve ist ein zentraler
Bestandteil von ABAG 2.0. Ziel ist es, Bitcoin als langfristigen,
transparenten Wertanker in der Bilanz zu etablieren. Durch eine
disziplinierte Finanzierung, etwa über niedrig verzinste Wandelanleihen bei
Kursprämien, erhöhen wir schrittweise den Bitcoin-Bestand pro Aktie.
Dieser Mechanismus erzeugt einen selbstverstärkenden Flywheel-Effekt.
Steigendes Investoreninteresse führt zu einer höheren Marktbewertung,
wodurch Kapital zu attraktiveren Konditionen aufgenommen werden kann. Dieses
Kapital fließt wiederum in zusätzliche Bitcoin-Käufe, was die Attraktivität
der Aktie weiter erhöht.
Entscheidend ist dabei die Einbettung des Bitcoin-Exposures in ein
mehrsäuliges Geschäftsmodell. Die ABAG wird bewusst nicht als reines
Digital-Asset-Treasury-Unternehmen positioniert, sondern ergänzt die
Treasury-Komponente durch weitere operative Pfeiler, die zur Diversifikation
und Stabilisierung der Ertragsquellen beitragen und die Abhängigkeit von der
reinen Kursentwicklung reduzieren.
GBC AG: Welche Erkenntnisse liefern die bisherigen Backtests Ihres
regimebasierten Treasury-Modells und wie unterstützen sie eine stabilere
Performance über Marktzyklen hinweg?
Hatem Elsayed: Unsere bisherigen Backtests deuten darauf hin, dass ein rein
statisches Buy-and-hold-Modell Marktteilnehmer insbesondere in Seitwärts-
und Abschwungphasen ungeschützt gegenüber veränderten Marktregimen und
erhöhter Volatilität lässt. Vor diesem Hintergrund verfolgt unser
regimebasiertes Modell einen systematischen Ansatz. Dabei werden Marktphasen
anhand von Trend- und Volatilitätsindikatoren als bullisch, bärisch oder
seitwärts klassifiziert und die eingesetzten Instrumente entsprechend
angepasst.
In bullischen Phasen erhöhen wir selektiv das Exposure, während in seitwärts
tendierenden Märkten Strategien wie Covered Calls zur Ertragsstabilisierung
eingesetzt werden. In schwächeren Marktphasen liegt der Fokus auf
Kapitalerhalt und Liquidität.
Die Ergebnisse zeigen eine Reduktion von Wertverlusten in Abwärtsphasen
sowie eine Verbesserung der risikoadjustierten Rendite. Damit unterstützt
das Modell eine nachhaltigere Wertentwicklung über Marktzyklen hinweg, ein
entscheidender Faktor für einen börsennotierten Emittenten.
GBC AG: Welche KPIs helfen Ihnen künftig dabei, die Liquidität und
Wertentwicklung Ihres Token-Portfolios noch aktiver und transparenter zu
steuern?
Maik Laske: Künftig steuern wir unser Portfolio anhand klar definierter,
transparenter KPIs. Auf Treasury-Ebene stehen insbesondere "Bitcoin pro
Aktie", der modifizierte Nettovermögenswert sowie die realisierte BTC-Yield
im Fokus. Diese Kennzahlen machen die Kapitalallokation direkt
nachvollziehbar.
Im Investment-Portfolio messen wir unter anderem die Entwicklung des Net
Asset Value, realisierte Exits, Abschreibungsquoten sowie
Diversifikationskennzahlen über Sektoren, Chains und Liquiditätsprofile
hinweg. Ergänzt wird dies durch feste Liquiditätsschwellen, um jederzeit
handlungsfähig zu bleiben.
Diese KPI-Struktur erlaubt uns ein aktives Portfoliomanagement und erhöht
zugleich die Transparenz gegenüber Investoren.
GBC AG: Welche zentralen Meilensteine der Strategie 2026-2028 sehen Sie als
entscheidend an und wie möchten Sie deren erfolgreiche Umsetzung
sicherstellen?
Hatem Elsayed: Zu den zentralen Meilensteinen zählen der Ausbau der
Bitcoin-Treasury inklusive möglicher erster Wandelanleihen, der Launch
spezialisierter Investmentfonds, der Aufbau einer skalierbaren
Consulting-Einheit sowie die schrittweise Kommerzialisierung von ABX
Analytics. Flankiert wird dies durch die weitere Vereinfachung der
Konzernstruktur, den Ausbau wiederkehrender Erlöse und die vollständige
Etablierung institutioneller Governance-Standards.
GBC AG: Welche Fortschritte gibt es bei der Entwicklung und geplanten
Monetarisierung von ABX Analytics sowie den ersten Pilotkunden?
Maik Laske: ABX Analytics befindet sich aktuell in einer strukturierten
Vorbereitungsphase. Die konzeptionelle Architektur, erste Prototypen sowie
Marktanalysen sind abgeschlossen.
Hatem Elsayed: Zudem haben wir initiale Gespräche mit potenziellen
institutionellen Kunden geführt, in denen Interesse an der Produktidee sowie
relevante Use Cases adressiert wurden. Dieses Feedback bildet die Grundlage
für die weitere Produktentwicklung.
Der nächste Schritt ist der Start einer Proof-of-Concept-Phase, in deren
Rahmen ein erster Prototyp entwickelt werden soll. Ziel ist es, die
identifizierten Kernfunktionen technisch abzubilden und den Prototypen im
Anschluss gemeinsam mit interessierten Marktteilnehmern zu validieren.
Aufbauend darauf ist eine weitere Optimierung im Rahmen einer "Minimum
Viable Product"-Phase vorgesehen.
Die Monetarisierung ist mehrstufig geplant, über Abonnements für Dashboards,
Research-Produkte sowie perspektivisch API-Zugänge und Datenlizenzierung.
Wichtig ist uns dabei eine disziplinierte, milestone-basierte Entwicklung,
um Kostenkontrolle und Product-Market-Fit sicherzustellen.
GBC AG: Welches Wachstumspotenzial sehen Sie für die ABAG in den kommenden
drei bis fünf Jahren auf dem Weg zu einer skalierbaren, ertragsstarken
Plattform?
Hatem Elsayed: In den kommenden drei bis fünf Jahren sehen wir erhebliches
Potenzial, ABAG als hybride Plattform zwischen dezentraler Infrastruktur
(DLT) und Kapitalmarkt zu etablieren. Unser Ziel ist der Aufbau stabiler,
wiederkehrender Erlöse über mehrere Säulen hinweg, ergänzt durch selektive
Wertsteigerungen aus dem Investment-Portfolio.
Durch die Kombination aus Treasury-Strategie, datengetriebenen Investments,
Consulting-Erlösen und Analytics-Produkten entsteht ein skalierbares
Geschäftsmodell mit höherer Planbarkeit und wachsender institutioneller
Attraktivität.
Maik Laske: Operativ bedeutet das eine deutliche Reduktion der Volatilität
gegenüber dem ABAG-1.0-Modell. Gleichzeitig schaffen wir die Grundlage für
eine nachhaltige Bewertung, die nicht allein von Marktzyklen abhängt,
sondern auf belastbaren Cashflows und klarer Governance basiert.
GBC AG: Welche Governance- und Compliance-Maßnahmen wurden im Rahmen von
ABAG 2.0 eingeführt, um Transparenz, Kontrolle und langfristiges Vertrauen
bei Investoren sicherzustellen?
Maik Laske: Wir haben Governance und Compliance bewusst ins Zentrum unserer
strategischen Neuausrichtung gestellt. Die rechtlich notwendige Aufbereitung
der Vergangenheit hat gezeigt, dass robuste Kontroll-, Risiko- und
Transparenzstrukturen gefehlt haben.
Konkret haben wir als Vorstand in enger Abstimmung und mit voller
Unterstützung des Aufsichtsrats mehrere Maßnahmen umgesetzt beziehungsweise
definiert. Dazu gehören eine deutliche Vereinfachung der Konzernstruktur,
klarere Zuständigkeiten sowie der Ausbau interner Kontroll- und
Reporting-Systeme. Entscheidungsprozesse, insbesondere im Treasury- und
Investmentbereich, sind heute stärker regelbasiert, KPI-gestützt und mit
klaren Risikolimits versehen.
Im Treasury-Bereich setzen wir auf institutionelle Standards wie
Multi-Signature-Custody-Strukturen sowie die regelmäßige Offenlegung
zentraler Kennzahlen. An der Umsetzung des Reportings arbeiten wir momentan
aktiv.
In Summe zielt ABAG 2.0 darauf ab, Vertrauen nicht kommunikativ zu
behaupten, sondern operativ messbar zu machen, durch klar definierte
Ausrichtung, disziplinierte Kapitalallokation sowie transparente, stringente
und nachvollziehbare Governance-Strukturen.
GBC AG: Vielen Dank für das Interview.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=ff99451cdbd308623a2e445b0e5e25db
Kontakt für Rückfragen:
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR
Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher
Interessenkonflikt gegeben: (5a,11); Einen Katalog möglicher
Interessenkonflikte finden Sie unter:
https://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung
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Fertigstellung: 28.01.2026 (9:30 Uhr MEZ)
Erste Weitergabe: 29.01.2026 (12:00 Uhr MEZ)
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Originalinhalt anzeigen:
https://eqs-news.com/?origin_id=26907327-fcfd-11f0-8534-027f3c38b923&lang=de
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2268096 29.01.2026 CET/CEST