Ordensklinikum Linz setzt mit 200-Millionen-Projekt auf neue Bauweise
16.01.2026 - 16:30:11Das Ordensklinikum Linz saniert seinen Standort Barmherzige Schwestern für rund 200 Millionen Euro. Statt auf klassische Ausschreibungen setzt das Krankenhaus dabei auf ein partnerschaftliches Vertragsmodell. Dieses Early Contractor Involvement (ECI) bindet die Baufirmen schon in der Planungsphase ein.
Das Ziel ist klar: Bei dem Mega-Umbau im laufenden Betrieb sollen Kosten, Termine und Qualität maximal gesichert werden. Das Projekt ist Teil des umfassenden „Masterplan Bau 2030“, der etwa zwei Drittel der gesamten Klinikfläche modernisieren wird.
Traditionell arbeiten Bauherr, Planer und Firmen oft in getrennten Welten. Beim ECI-Modell, auch Integrierte Projektabwicklung (IPA) genannt, ist das anders. Die Expertise der Baufirmen fließt von Anfang an mit ein.
Ohne einen branchenspezifischen Hygieneplan riskieren Kliniken während Umbauphasen erhebliche Infektionsgefahren und teure Auflagen. Gerade bei laufendem Krankenhausbetrieb und Baustellen innerhalb sensibler Bereiche schützt ein geprüfter Musterplan Personal und Patienten – und verhindert Bußgelder. Der kostenlose Muster-Hygieneplan nach § 36 IfSG bietet eine 4‑Schritte-Anleitung, die sich an Krankenhaus-Erfordernissen orientiert. Die Vorlage ist speziell für Gesundheits-Einrichtungen aufbereitet und spart Zeit bei behördlichen Prüfungen. Kostenlosen Muster-Hygieneplan jetzt herunterladen
Für das Linzer Projekt folgte auf eine EU-Ausschreibung eine mehrmonatige „Partneringphase“. Gemeinsam mit den aussichtsreichsten Unternehmen wurden hier Ziele definiert, der Zeitplan optimiert und Lösungen für die komplexen Anforderungen erarbeitet. Der Vorteil: Praktiker-Know-how hilft von Beginn an, die Logistik auf der beengten Innenstadt-Baustelle zu optimieren. Das Risiko späterer teurer Nachträge soll so deutlich sinken.
Die finale Beauftragung erfolgt erst nach dieser Planungsphase – und nur, wenn die gemeinsam gesetzten Vorgaben eingehalten werden.
Das steht an: Ein neues Herz für das Krankenhaus
Die Dimensionen des Projekts sind gewaltig. In den kommenden Jahren werden 60.000 bis 65.000 Quadratmeter Klinikfläche erneuert. Ein zentraler Meilenstein ist der Rohbau des neuen „Bauteil M“ an der Seilerstätte, der bereits im Sommer 2026 fertig sein soll.
Das neunstöckige Gebäude wird künftig beherbergen:
* Die neue Rettungszufahrt und eine zentrale Eingangshalle
* Mehrere Bettenstationen und eine Tagesklinik
* Moderne Ambulanzen
Ein weiteres Herzstück ist der Neubau des Zentral-OP-Bereichs im „Bauteil D“. Nach der Inbetriebnahme von Bauteil M wird der alte Trakt abgerissen und durch einen Neubau mit modernsten Operationssälen ersetzt. Sie sind essenziell für die jährlich rund 21.000 Eingriffe in der Klinik.
Zudem stehen die energetische Sanierung, die Erneuerung der Haustechnik und der Umbau der Radioonkologie auf dem Plan.
Ein Paradigmenwechsel für öffentliches Bauen?
Das Linzer Modell könnte Schule machen. Öffentliche Großprojekte, vor allem im Gesundheitssektor, kämpfen oft mit Kostenexplosionen und Verzögerungen. Partnerschaftliche Modelle wie die IPA rücken die gemeinsame Projektzielerreichung in den Vordergrund.
Durch frühe, transparente Zusammenarbeit entsteht eine lösungsorientierte Kultur. Experten sehen darin eine Antwort auf Fachkräftemangel und steigende Komplexität. Der Erfolg des Linzer Pilotprojekts wird daher genau beobachtet.
Netzwerk aus Spezialisten stemmt das Projekt
Für die Umsetzung vertraut das Ordensklinikum auf erfahrene Partner:
* Projektsteuerung: DELTA Gruppe
* Architektur: Moser Architects (Wien)
* Tragwerksplanung: Arbeitsgemeinschaft Thomas Lorenz / Lorenz Consult
* Generalunternehmer Bauteil M: PORR
Die enge Koordination aller Gewerke – von der Elektrotechnik bis zur Lüftung – ist angesichts des laufenden Krankenhausbetriebs entscheidend.
Der Rohbau für Bauteil M begann im Sommer 2025, die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Auch der Baustart für den neuen OP-Trakt ist für 2027 angesetzt. Bis 2030 soll der gesamte Masterplan umgesetzt sein. Mit dem Projekt sichert sich das Ordensklinikum nicht nur die medizinische Zukunft, sondern positioniert sich auch als Vorreiter für innovative Bauabwicklung.
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