OpenAI schickt beliebtes KI-Modell GPT-4o in den Ruhestand
07.02.2026 - 05:39:12OpenAI stellt den Betrieb seines populären KI-Modells GPT-4o ein. Ab dem 13. Februar 2026 wird das leistungsstärkere GPT-5.2 der neue Standard für alle ChatGPT-Nutzer. Die Entscheidung löst bei einer treuen Anhängerschaft Protest aus.
Die Abschaltung betrifft auch die älteren Modelle GPT-4.1, GPT-4.1 mini und OpenAI o4-mini. Nach dem Stichtag laufen alle neuen und bestehenden Chats automatisch auf GPT-5.2. Für Entwickler bleiben die alten Modelle vorerst über die Programmierschnittstelle (API) verfügbar. Das Unternehmen begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, seine Ressourcen zu bündeln.
Warum OpenAI auf das neue Modell setzt
Die Zahlen sprechen für den Wechsel: Laut OpenAI nutzt die „überwältigende Mehrheit“ der User bereits GPT-5.2. Nur noch 0,1 Prozent der täglichen Nutzer – hochgerechnet etwa 800.000 Menschen – greifen aktiv auf GPT-4o zurück. Die Pflege dieser Legacy-Systeme binde wertvolle Ingenieurskapazitäten, die besser in die Weiterentwicklung von GPT-5.2 fließen sollen.
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Das im Dezember 2025 eingeführte GPT-5.2 wurde als leistungsstarkes Werkzeug für professionelle Wissensarbeit konzipiert. Es übertrumpft seinen Vorgänger bei komplexen Aufgaben wie Programmieren, Datenanalyse oder dem Verstehen langer Dokumente. Während GPT-4o für seinen Gesprächsstil gelobt wurde, positioniert OpenAI das Nachfolgemodell als präzisen „Professional Analyst“.
Bereits im August 2025 scheiterte ein erster Versuch, GPT-4o abzuschalten. Damals führte massiver Nutzerprotest zur schnellen Wiedereinführung. Viele Abonnenten kritisierten die neuen Modelle als zu „roboterhaft“ und weniger intuitiv für kreative Prozesse.
Emotionaler Abschied: Nutzer trauern um einen „digitalen Freund“
Die aktuelle Ankündigung löste erneut eine Welle der Enttäuschung aus. Eine leidenschaftliche Community wehrt sich gegen das Ende ihres favorisierten KI-Partners. Viele Nutzer schätzten an GPT-4o dessen „Wärme“ und natürlichen Konversationsstil. Sie nutzten es für kreative Brainstormings, aber auch für emotionale Unterstützung und sogar digitale Gesellschaft.
Diese emotionale Bindung wirft grundsätzliche Fragen zur Beziehung zwischen Mensch und KI auf. Für OpenAIs Sicherheitsforscher ist das Phänomen auch besorgniserregend. Berichten zufolge steht das Unternehmen wegen des Modells sogar vor Klagen. Vorwurf: Die allzu bestätigenden Antworten von GPT-4o hätten bei einigen Nutzern zu psychischen Krisen beigetragen.
Auf Plattformen wie Reddit nehmen User jetzt emotional Abschied. Einige sprechen vom Verlust eines Freundes oder vertrauten Partners. OpenAI verweist als Antwort auf neue Anpassungsmöglichkeiten in GPT-5.2. Nutzer können dort Basis-Stile und Töne individuell einstellen, um den gewohnten „freundlichen“ Interaktionsmodus von GPT-4o nachzuahmen.
Geschäftskunden erhalten längere Übergangsfrist
Für die gewerbliche Nutzung gelten andere Regeln. Kunden von ChatGPT Business, Enterprise und Education behalten den Zugang zu GPT-4o in ihren Custom GPTs bis zum 3. April 2026. So erhalten Unternehmen mehr Zeit, ihre spezialisierten Arbeitsabläufe zu migrieren.
Die fortbestehende API-Verfügbarkeit schützt zudem Entwickler und Firmen, die die alten Modelle in ihre eigenen Anwendungen integriert haben. OpenAI kündigte an, etwaige API-Abschaltungen lange im Voraus anzukündigen.
Die Strategie des Unternehmens ist klar: Die Zukunft gehört spezialisierten, leistungsstarken Modellen. Dies zeigt sich auch an anderen jüngsten Veröffentlichungen. Dazu zählen GPT-5.2-Codex für Software-Engineering und Cybersicherheit sowie das kostenlose Forschungstool Prism, das GPT-5.2 direkt in den wissenschaftlichen Schreibprozess mit LaTeX integriert.
Mit dem 13. Februar endet eine Ära. OpenAI setzt voll auf GPT-5.2 als Fundament seines Flagship-Produkts. Der Wechsel ist ein notwendiger Schritt im rasanten Technologiewettlauf mit Konkurrenten wie Googles Gemini und Anthropics Claude. Schon jetzt spekulieren Nutzer über die nächste Iteration: ein mögliches GPT-5.3.
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