OpenAI plant KI-Hardware-Offensive mit Jony Ive
23.01.2026 - 04:54:12OpenAI steigt 2026 mit einem eigenen KI-Gerät in den Hardware-Markt ein – eine strategische Neuausrichtung des ChatGPT-Machers. Die Ankündigung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos markiert den bislang deutlichsten Schritt des Unternehmens, seine KI-Modelle jenseits von Software in ein eigenes, physisches Produkt zu gießen.
OpenAI will in der zweiten Jahreshälfte 2026 sein erstes KI-Gerät vorstellen. Das bestätigte der globale Chef für Unternehmensangelegenheiten, Chris Lehane, am Rande des Weltwirtschaftsforums. Das lang erwartete Projekt ist eine Kollaboration mit Jony Ive, dem ehemaligen Design-Chef von Apple. Ziel ist eine Neudefinition der Mensch-Maschine-Interaktion.
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„Wir peilen die zweite Hälfte 2026 für die Enthüllung an“, sagte Lehane. Der Zeitplan könne sich zwar noch ändern, doch das Gerät solle ein zentraler Anziehungspunkt für das Unternehmen in diesem Jahr werden. Mit dem Schritt baut OpenAI eine eigene Plattform für seine KI-Modelle auf – unabhängig von Smartphones und Computern Dritter.
Die Allianz: KI-Genius trifft Design-Legende
Im Kern des Projekts steht die Partnerschaft zwischen OpenAI-Chef Sam Altman und Jony Ive. Sie wurde 2025 besiegelt, als OpenAI Ives KI-Hardware-Startup io Products übernahm. Seither arbeitet dessen Team direkt an den Hardware-Ambitionen des Unternehmens.
Die Vision: Eine neue Art persönlicher Technologie, die über die Grenzen traditioneller Bildschirme hinausgeht. Altman und Ive sprechen von einer natürlicheren, „friedlicheren“ Interaktion mit KI. Das Resultat soll „erschreckend einfach“ sein, so Altman. Ein Gerät, das sich mehr wie ein Begleiter anfühlt denn wie ein Werkzeug.
Spekulationen: KI-Ohrhörer als erster Wurf
Was genau entsteht, hält OpenAI streng geheim. Branchenberichte und Leaks deuten jedoch stark auf ein kleines, tragbares Gerät hin. Im Fokus stehen hochentwickelte, KI-gesteuerte Ohrhörer mit dem Codenamen „Sweetpea“.
Diese sollen weit leistungsfähiger sein als aktuelle Modelle. Ein spezieller 2-Nanometer-Prozessor könnte komplexe KI-Aufgaben lokal auf dem Gerät verarbeiten – für schnellere Antworten und mehr Privatsphäre. Für die Produktion sucht OpenAI angeblich Partnerschaften mit Elektronikriesen wie Foxconn. Die Absatzziele sollen ambitioniert sein: 40 bis 50 Millionen Einheiten im ersten Jahr.
Strategischer Sprung mit hohem Einsatz
Der Vorstoß in die Hardware ist eine kritische Weichenstellung für OpenAI. Ein eigenes Gerät gibt die volle Kontrolle über das Nutzererlebnis und schafft einen direkten Kanal zum Verbraucher – ähnlich den Ökosystemen von Apple oder Google.
Die Expansion kommt in einer Phase explosiven Wachstums. 2025 meldete OpenAI einen annualisierten Umsatz von 20 Milliarden Euro. Doch die Kosten sind immens: Für 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Cash-Burn von rund 17 Milliarden Euro. Die Übernahme von Ives Startup allein soll 6,5 Milliarden Euro gekostet haben.
Der Erfolg im schwierigen Hardware-Markt ist keineswegs garantiert. Ein gelungener Start könnte jedoch ein mächtiges neues Ökosystem für KI-Interaktion begründen und OpenAI einen entscheidenden Vorsprung in der nächsten Generation des Personal Computing verschaffen.
Wird die Welt bereit sein für KI ohne Bildschirm?
Mit dem gesetzten Zeitplan richtet sich die Aufmerksamkeit der Tech-Branche nun auf die kommenden Monate. Entscheidend wird sein, ob das Gerät ein überzeugendes Nutzererlebnis bietet, das sich deutlich von der KI-Nutzung auf dem Smartphone abhebt.
Die Kombination aus OpenAIs KI-Führerschaft und Ives Design-Expertise nährt die Erwartung an ein Gerät, das eine ganz neue Kategorie des „ambienten“, KI-nativen Computings populär machen könnte. Der Launch wird der Beweis sein: Ist die Welt bereit für ein dediziertes KI-Gerät jenseits des Bildschirms? Die Antwort könnte die Richtung der Consumer-Technologie für Jahre prägen.
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