OpenAI plant KI-Gerät ohne Bildschirm für 2026
20.01.2026 - 07:30:12OpenAI steigt mit einem eigenen Hardware-Produkt in den Elektronikmarkt ein. Der ChatGPT-Erschaffer will noch dieses Jahr ein neuartiges, sprachgesteuertes KI-Gerät vorstellen, das bewusst auf einen Bildschirm verzichtet. Es soll eine Alternative zum Smartphone bieten.
Die Ankündigung markiert eine strategische Neuausrichtung des bisherigen Software-Spezialisten. Das Gerät entsteht in Zusammenarbeit mit dem renommierten Designbüro LoveFrom unter der Leitung von Ex-Apple-Designchef Jony Ive. Ziel ist es, eine neue Kategorie von KI-Begleitern zu schaffen, die über reine Sprachinteraktion funktionieren.
OpenAI hält an seinem Zeitplan fest. Das bestätigte der Politikchef des Unternehmens, Chris Lehane, am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Die offizielle Enthüllung des ersten OpenAI-Hardwareprodukts ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.
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Wann Kunden das Gerät kaufen können, steht jedoch noch nicht fest. Eine Markteinführung könnte sich bis 2027 verzögern. Die Pläne gewannen 2025 an Fahrt, als OpenAI Ives Hardware-Startup „io“ in einem Aktiendeal im Wert von rund 6,1 Milliarden Euro übernahm.
Produktion: Fokus auf „Made in USA“
Ein ungewöhnlicher Schritt: OpenAI sucht gezielt nach Produktionspartnern in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen hat eine entsprechende Ausschreibung für Teile der Lieferkette und vor allem für die Endmontage von Consumer-Elektronik veröffentlicht.
Diese „Made in America“-Strategie soll die Abhängigkeit von komplexen globalen Lieferketten verringern und geopolitischen Risiken vorbeugen. Sie zeigt, dass das Projekt in die konkrete Produktionsplanung eintritt. OpenAI kooperiert für US-Produktion bereits mit Foxconn.
Vision: Ein Begleiter jenseits des Smartphones
Was genau kann das Gerät? Offizielle Spezifikationen gibt es nicht, aber die Vision ist klar: Es wird ein bildschirmloser, sprachgesteuerter KI-Assistent, der dezent im Hintergrund agiert. CEO Sam Altman beschrieb das Design als „erschreckend simpel“ und strebt eine „ruhige“ Nutzererfahrung an.
Das Gerät soll das Smartphone nicht ersetzen, sondern als komplementäres „drittes Kern-Gerät“ daneben existieren. Es könnte ein kleines, tragbares Gadget werden – ein physisches Portal zu ChatGPT. OpenAI arbeitet Berichten zufolge intensiv an der Verbesserung seiner Audio-KI-Modelle für den Start.
Warum Hardware? Kontrolle über das Nutzererlebnis
Der Schritt in die Hardware ist strategisch. OpenAI will das gesamte Nutzererlebnis kontrollieren – vom KI-Modell bis zum physischen Gerät. So schafft das Unternehmen ein optimiertes Ökosystem und verringert die Abhängigkeit von Plattformen der Tech-Giganten Apple und Google.
OpenAI betritt einen jungen Markt. Geräte wie der „Humane AI Pin“ haben den Weg für bildschirmlose Computer geebnet. Mit der Design-Expertise von Jony Ives Team und der leistungsstarken KI von OpenAI könnte das neue Gerät jedoch einen deutlich größeren Impact haben.
Die Herausforderung wird sein, aus dem neuartigen Konzept ein überzeugendes Alltagsprodukt zu machen. Sein Erfolg hängt von Design, Funktionalität, Preis und einem klaren Nutzenversprechen ab. Für OpenAI ist es nur der Anfang: Das Gerät soll das erste in einer ganzen „Produktfamilie“ werden.
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