OneNote: Microsofts Notiz-App wird zum KI-gesteuerten Kollaborations-Hub
24.01.2026 - 05:13:12Microsoft modernisiert seine Notiz-App OneNote mit KI-Funktionen und tiefer Integration ins Ökosystem. Die Updates zielen darauf ab, aus dem digitalen Notizbuch einen zentralen Arbeitsplatz für Teams zu machen.
Die Änderungen reichen von subtilen Design-Anpassungen bis zu grundlegenden Neuerungen wie der Integration von Microsoft Loop. Für Nutzer des Windows-Insider-Programms sind einige Features bereits verfügbar. Sie zeigen, wie Microsoft OneNote vom einfachen Notizblock zum intelligenten Produktivitäts-Hub entwickeln will.
Visuelle Frische für ein einheitliches Erscheinungsbild
Seit etwa dem 22. Januar bemerken Nutzer erste optische Änderungen. Auffällig ist die Umstellung der Kontrollkästchen in Aufgabenlisten von Quadraten auf Kreise. Diese scheinbar kleine Anpassung sorgt für ein moderneres, einheitliches Erscheinungsbild über alle Microsoft-365-Apps hinweg.
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Solche visuelle Updates erscheinen typischerweise zuerst in der Windows-Version, bevor sie auf Android oder iOS rollen. Dieser iterative Ansatz ermöglicht es Microsoft, Nutzerfeedback zu sammeln. Das langfristige Ziel ist eine intuitive und konsistente Erfahrung für alle, die täglich zwischen verschiedenen Diensten des Konzerns wechseln.
Revolutionierte Teamarbeit durch Microsoft Loop
Der vielleicht wichtigste Schritt ist die tiefe Verzahnung mit Microsoft Loop. Diese Funktion verwandelt statische Notizen in dynamische, gemeinsam bearbeitbare Arbeitsbereiche. Nutzer können Live-Komponenten wie Tabellen oder Aufgabenlisten direkt in eine OneNote-Seite einbetten.
Diese Komponenten synchronisieren sich in Echtzeit überall dort, wo sie geteilt werden – ob in einem Teams-Chat, einer Outlook-E-Mail oder einem Word-Dokument. Eine Änderung in OneNote erscheint sofort für den Kollegen in Teams. Das reduziert Reibungsverluste und stellt sicher, dass alle stets mit den aktuellsten Informationen arbeiten.
Sticky Notes: Schnellnotizen werden mächtiger
Microsoft hat seine Haftnotizen-App grundlegend überarbeitet und direkt in OneNote integriert. Die neue, moderne Version soll den klassischen, eigenständigen Dienst ersetzen. Nutzer können sie nun aus OneNote heraus starten – für einen streamlined Workflow.
Eine Schlüsselfunktion ist die automatische Quellenerfassung. Macht man einen Screenshot oder notiert etwas von einer Webseite, speichert die App automatisch einen Link zur Quelle. Ein Klick genügt, um zum Originalkontext zurückzukehren. Zudem lassen sich einzelne Notizen fixieren, sodass sie „immer im Vordergrund“ anderer Anwendungen schweben – ideal für wichtige Erinnerungen beim Multitasking.
KI-gesteuerte Diktierfunktion und intelligentes Handschrifterkennung
OneNote baut seine Stärken im Bereich Digital Handwriting weiter aus. Eine wichtige Neuerung ist die „Tinten-Haftung“. Annotationen oder Zeichnungen auf Bildern oder PDF-Ausdrucken bleiben nun am Objekt verankert. Wird das Bild verschoben oder skaliert, bewegt sich die Tinte mit – der Kontext der Notizen bleibt erhalten. Der Stift „Handschrift in Text“ wandelt Geschriebenes in Echtzeit in editierbaren Text um.
Jenseits der Handschrifterkennung setzt OneNote auf KI für leistungsstarke Sprach-zu-Text-Fähigkeiten. Die Funktion „Diktieren“ transkribiert gesprochene Worte direkt in Text auf der Seite, inklusive automatischer Zeichensetzung. Für komplexere Audioaufnahmen kann „Transkribieren“ ganze Gespräche verarbeiten, verschiedene Sprecher identifizieren und eine strukturierte Textabschrift erstellen. Diese KI-Tools sind wertvoll für die Erfassung von Informationen aus Meetings oder Interviews.
Ausblick: KI-Assistent Copilot steht vor der Integration
Die Entwicklung von OneNote wird in Richtung tieferer KI-Integration und vernetzter Zusammenarbeit weitergehen. Die bevorstehende Integration von Microsoft 365 Copilot Chat in die App könnte der nächste große Transformationsschritt sein.
Wie in früheren Ankündigungen des Unternehmens skizziert, wird Copilot Nutzern ermöglichen, Notizen zusammenfassen, Ideen generieren und Pläne durch Konversation erstellen zu lassen. Dies wäre der Sprung von einfacher Transkription zu generativer KI-Unterstützung direkt auf der Notiz-Canvas.
Nutzer des Windows-Insider-Programms werden diese fortschrittlichen KI-Fähigkeiten voraussichtlich als erste testen können. Der anhaltende Fokus auf Interoperabilität mit Teams und Planner deutet darauf hin, dass OneNote noch integraler für Projektmanagement und tägliche Workflows wird. Für 2026 ist mit einem stetigen Strom solcher iterativen Updates zu rechnen.
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