OLED-Monitore erobern den Büroalltag
29.01.2026 - 13:27:12OLED-Displays werden massentauglich fürs Büro. Neue Technologien lösen die alten Probleme mit Textschärfe und Einbrennen und treiben einen Marktboom an.
Explosives Wachstum im OLED-Monitor-Markt
Der Markt für OLED-Monitore befindet sich im Höhenflug. Laut einer aktuellen Analyse von UBI Research stiegen die weltweiten Auslieferungen 2025 um etwa 64 Prozent. Für 2026 prognostizieren die Experten ein weiteres Wachstum von über 50 Prozent. Dieser Boom ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung der Branchenriesen.
Hersteller wie Samsung Display und LG Display fokussieren sich zunehmend auf Monitor-Panels – und lassen dabei die TV-Sparte zurück. Der Grund ist simpel: Monitore versprechen höhere Stückgewinne und sind weniger volatil als der umkämpfte Fernsehmarkt. LG Display bestätigte diesen Kurs kürzlich in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. Demnach machten OLED-Produkte im vierten Quartal 2025 rekordverdächtige 65 Prozent des Umsatzes aus. Das Unternehmen kündigte massive Investitionen für 2026 an, um in dem wachsenden Markt für Highend-IT-Displays zu punkten.
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Der Durchbruch: Scharfe Texte und lange Haltbarkeit
Bislang war OLED die erste Wahl für Gamer und Cineasten – dank perfekter Schwarzdarstellung und schneller Reaktionszeiten. Im Büro hingegen scheiterte die Technologie an zwei Schwachstellen: unscharfer Textdarstellung und der Gefahr des Einbrennens statischer Bildelemente wie der Taskleiste.
Doch diese Hürden fallen. Seit kurzem setzen Hersteller auf ein neues „RGB-Stripe“-Subpixel-Layout. Dabei sind die roten, grünen und blauen Subpixel in einer vertikalen Linie angeordnet – ähnlich wie bei LCD-Panels. Diese Struktur sorgt für messerscharfe Textkanten und macht OLED-Displays endlich tauglich für die Arbeit mit Texten und Tabellen.
Zugleich hält eine weitere Innovation Einzug: „Tandem OLED“. Ursprünglich für Automobil-Displays entwickelt, nutzt diese Technologie zwei übereinander gestapelte organische Leuchtschichten. Experten zufolge verdoppelt sich dadurch die Lebensdauer der Panels bei gleichzeitig höherer Helligkeit. Das beruhigt Professionals, die ihren Monitor acht Stunden am Tag für Office-Anwendungen nutzen.
All-in-One: Der hybride Monitor für Homeoffice und Gaming
Die Grenzen zwischen Gaming- und Büro-Monitoren verschwimmen. Neue Modelle von Asus, MSI und Dell bieten eine „Dual-Mode“-Funktionalität. Per Knopfdruck schalten sie zwischen einem hochauflösenden 4K-Modus für kreative Arbeit und einem Modus mit extrem hoher Bildwiederholrate für kompetitives Gaming um.
Moderne Anschlüsse gehören ebenfalls zum Standard. Viele neue Monitore verfügen über USB-C-Hubs mit bis zu 90 Watt Ladeleistung, integrierte KVM-Switches zur Steuerung zweier PCs und Präsenzsensoren. Diese dimmen den Bildschirm automatisch, sobald der Nutzer den Arbeitsplatz verlässt – das spart Energie und schützt vor Einbrenneffekten.
Diese Vielseitigkeit verändert das Marktgefüge. Berichten von TrendForce zufolge hat Asus Samsung Ende 2025 bei den Marktanteilen für OLED-Monitore überholt. Der Grund: ein breites Portfolio, das sowohl Creator als auch Gamer anspricht.
OLED wird zum neuen Premium-Standard
Der Siegeszug der „bürotauglichen“ OLEDs markiert eine Reifeprüfung der Technologie. Sie ist kein Nischenprodukt mehr für Enthusiasten, sondern etabliert sich als Standard für Premium-Computing.
Beobachter ziehen Parallelen zur Entwicklung von IPS-Panels vor zehn Jahren. Damals begann die Technologie im Profi-Bereich, bevor sie zum Büro-Standard wurde. Die gestiegene Helligkeit moderner OLED-Panels – bis zu 1.500 Nits – macht sie zudem konkurrenzfähig in hellen Büroumgebungen und stellt die Dominanz von Mini-LED im Highend-Sektor infrage.
Der größte Haken bleibt der Preis. Hochleistungs-OLED-Monitore fürs Büro kosten immer noch deutlich mehr als Standard-LCDs. Die Fokussierung der Hersteller auf Profitabilität deutet darauf hin, dass der Preisvorteil für Verbraucher vorerst begrenzt bleiben könnte.
Ausblick: Kompaktere Formate und intelligenter Schutz
Für 2026 erwarten Analysten eine größere Vielfalt an Formaten. Im Kommen sind kompakte 27- und 32-Zoll-4K-Modelle, die sich gezielt an Designer und Video-Editoren richten, denen der Platz für breite Curved-Monitore fehlt.
Eine größere Rolle wird auch die Software spielen. Die Zusammenarbeit zwischen Monitorherstellern und Betriebssystem-Entwicklern dürfte enger werden, um systemweiten Einbrennschutz zu integrieren. Mit Milliardensummen, die in neue Produktionslinien fließen, ist die Ära des OLED-Büromonitors nun endgültig angebrochen.
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