Wohnbau-Markt, Bauturbo

Österreichs Wohnbau-Markt startet mit Bauturbo ins Jahr 2026

05.01.2026 - 18:02:12

Die letzte Tranche des milliardenschweren Wohnbaupakets tritt in Kraft und löst erste Erholungssignale aus. WIFO prognostiziert erstes reales Wachstum seit Jahren für 2026.

Zum Jahresauftakt sendet der österreichische Wohnbaumarkt erstmals deutliche Erholungssignale. Grund ist die nächste Stufe des staatlichen “Wohnbaupakets”, das heute in Kraft tritt. Marktbeobachter sehen den Beginn einer Trendwende.

Neue Förder-Millionen fließen

Ab dieser Woche stehen die verbleibenden 25 Prozent des milliardenschweren Konjunkturpakets von 2024 bereit. Diese letzte Tranche soll gezielt den Neubau von Eigentumswohnungen und Mietkaufmodellen stützen.

Besonders gemeinnützige Bauvereinigungen profitieren. Die Gelder sollen nun Projekte anschieben, die wegen hoher Zinsen lange auf Eis lagen. Experten betonen: Der Zeitpunkt ist perfekt, denn viele Bauträger finalisieren gerade ihre Frühjahrsplanungen.

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WIFO bestätigt: Die Talsohle ist durchschritten

Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) prognostiziert für 2026 ein reales Wachstum von etwa 1,5 Prozent im Wohnungsbau. Das wäre der erste positive Beitrag der Branche seit Jahren.

Diese Einschätzung stützt sich auf zwei Faktoren:
* Baukosten haben sich auf hohem, aber kalkulierbarem Niveau stabilisiert.
* Die Nachfrage zeigt eine leichte Erholung.

Der “Bauturbo” wirkt also nicht nur finanziell, sondern auch als psychologisches Signal: Investitionen in Immobilien werden wieder attraktiver.

Kreditvergabe wird deutlich einfacher

Ein weiterer Rückenwind kommt von den Banken. Das Auslaufen der strengen KIM-Verordnung im Juni 2025 zeigt nun volle Wirkung. Die Kreditvergabe hat sich spürbar entspannt.

Banken verzeichnen seit Jahresbeginn mehr Anfragen für Wohnbauprojekte. Der Grund ist eine doppelte Erleichterung:
* Staatliche Zinszuschüsse deckeln die Sätze für geförderte Darlehen teils bei 1,5 Prozent.
* Die Eigenkapitalanforderungen sind flexibler geworden.

Diese Kombination öffnet besonders jungen Familien wieder den Weg zum Eigentum.

Branche atmet auf – warnt aber vor Euphorie

Im europäischen Vergleich ist Österreich mit seinem Paket nun handlungsfähiger als viele Nachbarn. Während anderswo noch diskutiert wird, fließen hier die Gelder.

Doch die Bauindustrie warnt vor zu viel Optimismus. Der Tiefbau kämpft weiter mit öffentlichen Sparrunden. Der positive Wohnbau-Trend muss also stark genug sein, um Schwächen im Gewerbe- oder Bürobau auszugleichen. Zudem bleibt der Fachkräftemangel ein Dauerthema.

Was kommt jetzt?

Experten rechnen 2026 mit einer Stabilisierung, nicht mit einem neuen Boom. Ein signifikanter Anstieg der Fertigstellungszahlen wird erst für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet – Bauen braucht einfach Zeit.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Fördermittel ausreichen, um das Regierungsziel von 20.000 zusätzlichen Wohneinheiten zu erreichen. Für heute steht fest: Die Stimmung im Wohnbau kippt endlich.

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