Tourismus, Gäste

Österreichs Tourismus setzt auf ganzjährige Gäste

01.02.2026 - 18:42:12

Der österreichische Tourismus verzeichnet mit 157 Millionen Nächtigungen einen Rekord, wobei die Nachfrage außerhalb der Hauptsaison wächst. Fachkräftemangel und steigende Kosten bleiben die größten Herausforderungen.

Die Wirtschaftskammer Österreich forciert den Ganzjahrestourismus. Neue Rekordzahlen zeigen: Die Nachfrage außerhalb der Hauptsaisonen wächst bereits spürbar.

Rekordnächtigungen belegen den Trend

Mit 157,27 Millionen Nächtigungen im Jahr 2025 erreicht der österreichische Tourismus einen neuen Höchstwert. Entscheidend ist die Verschiebung: Immer mehr Gäste kommen in der Vor- und Nachsaison. Für die Wirtschaftskammer (WKÖ) ist das die Bestätigung ihrer Strategie. Ziel ist es, die starken saisonalen Schwankungen zu glätten und krisenfeste Arbeitsplätze zu schaffen.

Die klassischen Sommer- und Wintermonate tragen zwar weiterhin zur positiven Entwicklung bei. Doch der Fokus liegt nun auf der ganzjährigen Auslastung. Das entlastet touristische Hotspots und verteilt die Wertschöpfung gleichmäßiger auf die Regionen.

Vielfalt statt Einfalt: Neue Angebote gefragt

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Diversifizierung. Neben dem klassischen Bergurlaub gewinnen andere Segmente an Bedeutung:
* Städte- und Kulturtourismus
* Kongresse und Business-Events
* Nachhaltige und authentische Erlebnisreisen

Diese breitere Nachfragebasis sorgt für stabilere Einnahmen in den Betrieben. Eine gleichmäßigere Auslastung über das Jahr hilft zudem, die kommunale Infrastruktur – von Schwimmbädern bis zu Wanderwegen – für alle Einwohner zu finanzieren.

Fachkräftemangel bremst die Expansion

Doch die Ausweitung der Betriebszeiten stößt an eine Grenze: den akuten Personalmangel. Zwar stieg die Beschäftigung im Tourismus zuletzt auf fast 248.000 Personen. Dennoch nennt fast jedes dritte Unternehmen den Arbeitskräftemangel als Haupthindernis für Investitionen.

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Die WKÖ fordert deshalb eine moderne Fachkräftestrategie. Ein zentraler Hebel ist die Attraktivierung der Lehrausbildung. Als Sofortmaßnahme wurde bereits das Saisonierkontingent für 2025/26 aufgestockt. Branchenvertreter warnen: Nur mit genug Personal lässt sich das hohe Qualitätsniveau halten.

Investitionen fließen in die Region

Touristische Investitionen wirken stark regional. Analysen zeigen, dass rund 92 Prozent der geförderten Mittel an österreichische Unternehmen gehen. Das schafft Perspektiven in den Destinationen selbst.

Institutionen wie die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (OeHT) unterstützen dies mit zinsgünstigen Krediten. Der Fokus liegt auf Digitalisierung und nachhaltigen Modernisierungen. Doch die Lage bleibt angespannt. Hohe Kosten für Energie, Waren und Personal fressen die Erträge vieler Betriebe auf. Stabile Rahmenbedingungen sind für sie existenziell.

Klimawandel zwingt zum Umdenken

Die Strategie ist auch eine Reaktion auf globale Trends. Der Klimawandel setzt traditionelle Winterdestinationen unter Druck. Gleichzeitig legen Gäste mehr Wert auf Nachhaltigkeit. Österreich schneidet im internationalen „Sustainable Travel Index“ bereits gut ab. Diese Position gilt es auszubauen.

Die größte Hürde bleibt die Profitabilität. Steigende Gästezahlen nützen wenig, wenn die Kosten stärker steigen. Die Balance zwischen Wachstum, Qualität und Wirtschaftlichkeit wird zur Kernaufgabe. Gelingt sie, könnte der österreichische Tourismus widerstandsfähiger werden als je zuvor.

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