Österreichs Inflation sinkt unter 4 Prozent – Mieten gedeckelt
10.01.2026 - 13:51:12Die Inflation in Österreich fällt auf 3,8 Prozent. Gleichzeitig bremst ein neues Gesetz Mieterhöhungen im Altbau auf ein Prozent. Für Millionen Haushalte bedeutet das eine spürbare Entlastung.
Der Rückgang der Teuerung geht vor allem auf sinkende Energiepreise zurück. Sie stiegen im Dezember nur noch um 9,0 Prozent – nach 10,9 Prozent im November. Treibstoffe wirkten sogar preisdämpfend.
Doch gibt es auch Sorgenkinder: Die Preise für Dienstleistungen kletterten weiter um 4,4 Prozent. Auch Nahrungsmittel blieben mit plus 4,1 Prozent überdurchschnittlich teuer. Damit bleibt Österreich ein inflationärer Hotspot in Europa. Länder wie Deutschland oder Frankreich melden bereits deutlich niedrigere Raten.
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Der 1-Prozent-Deckel für Altbaumieten
Ab April gilt für Mieter im Altbau eine harte Obergrenze. Das neue 5. Mietrechtliche Inflationslinderungsgesetz deckelt Mieterhöhungen auf maximal ein Prozent. Diese Regel betrifft klassische Richtwert- und Kategoriemieten in Gebäuden, die vor 1945 errichtet wurden.
Branchenbeobachter sprechen von einem drastischen Eingriff. Für Mieter bedeutet er jedoch eine Atempause nach den starken Indexanpassungen der Vorjahre. Für 2027 ist bereits eine Obergrenze von zwei Prozent festgelegt.
Neue Regeln für Neubau- und freie Mieten
In neueren Gebäuden und bei freien Mietverträgen gelten ab sofort die Regeln des neuen Mieten-Wertsicherungsgesetzes. Hier ist die Berechnung komplexer:
* Mieterhöhungen sind nur noch einmal jährlich zum 1. April möglich.
* Liegt die Vorjahresinflation über 3 Prozent, darf nur die Hälfte des darüber liegenden Teils auf die Miete aufgeschlagen werden.
* Bei einer angenommenen Inflation von 3,8 Prozent ergibt das eine maximale Erhöhung von 3,4 Prozent.
Diese Regelung gilt jedoch nicht für Ein- und Zweifamilienhäuser. Dort können weiterhin vertraglich vereinbarte, oft volle Indexierungen greifen.
Experten sehen Investitionsrisiko
Wirtschaftsforscher bewerten die Mietpreisbremse ambivalent. Einerseits dämpft sie direkt die Inflationserwartungen für 2026. Andererseits warnen Vertreter der Immobilienwirtschaft vor Folgen. Die Deckelung bei gleichzeitig steigenden Instandhaltungskosten könnte Sanierungen unrentabel machen und so Investitionen bremsen.
Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren Institute wie das WIFO eine weitere Beruhigung. Sie erwarten eine durchschnittliche Jahresinflation von rund 2,4 Prozent.
Was Verbraucher jetzt beachten sollten
Die kommenden Monate bringen konkrete Änderungen:
* Strom- und Gaskunden sollten ihre Jahresabrechnungen genau prüfen. Trotz sinkender Großhandelspreise wurden in vielen Regionen die Netzentgelte erhöht.
* Mieter müssen im April die Schreiben ihrer Vermieter kontrollieren. Mietervereinigungen raten, die Einhaltung der neuen gesetzlichen Obergrenzen genau zu überprüfen.
Die Hochinflationsphase scheint gebrochen. Der gesetzliche Deckel verhindert nun, dass die Teuerung des Vorjahres voll auf die Wohnkosten durchschlägt.
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