Preisen, Industriepreise

Österreichs Industrie verabschiedet sich mit sinkenden Preisen aus 2025

30.01.2026 - 01:21:12

Die Industriepreise in Österreich sind im Dezember 2025 erneut gefallen, angetrieben von sinkenden Energiekosten. Verbraucher spüren die Entlastung jedoch noch nicht, da die Inflation bei 3,8 Prozent verharrt.

Die Erzeugerpreise in Österreichs Industrie sind auch im Dezember 2025 gesunken. Damit setzte sich der Abwärtstrend zum Jahresende fort – ein klarer Gegensatz zur anhaltend hohen Verbraucherinflation von 3,8 Prozent.

Getrieben wird die Entspannung im produzierenden Bereich vor allem von sinkenden Energiekosten. Diese lagen bereits im November über fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau. Für die Industrie ist das eine spürbare Entlastung nach den explodierenden Strom- und Gaspreisen der Vorjahre.

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Eine bemerkenswerte Preisschere klafft auf

Während die Industrie billiger produziert, zahlen Verbraucher weiter deutlich mehr. Die Gründe für diese Diskrepanz liegen in der Lieferkette: Lohnkosten und Dienstleistungspreise steigen weiter und treiben die Inflation an. Zudem braucht es Zeit, bis günstigere Erzeugerpreise beim Endkunden ankommen.

Doch gibt es ein erstes Signal der Stabilisierung? Der Großhandelspreisindex zeigte im Dezember ein minimales Plus von 0,1 Prozent im Jahresvergleich. Das könnte die Talsohle andeuten.

Ein gemischtes Bild abseits der Energie

Nicht alle Bereiche der Industrie verzeichnen fallende Preise. Die Dynamik ist unterschiedlich:

  • Vorleistungsgüter wie Metalle oder Chemikalien wurden günstiger.
  • Investitionsgüter wie Maschinen wurden hingegen noch teurer, wenn auch schwächer als zu Jahresbeginn.
  • Konsumgüter, besonders Nahrungsmittel, spürten weiter Preisdruck.

Wann kommt die Entlastung beim Verbraucher an?

Für 2026 erwarten Experten eine weitere Normalisierung. Der deflationäre Druck auf die Industriepreise dürfte nachlassen, während die Verbraucherinflation langsam sinkt. Die große Frage bleibt: Wann und wie stark kommen die niedrigeren Erzeugerpreise bei den Haushalten an? Die Kaufkraft der Österreicher hängt maßgeblich von der Antwort ab.

@ boerse-global.de