Immobilienmarkt, Anzeichen

Österreichs Immobilienmarkt zeigt erste Anzeichen der Stabilisierung

17.01.2026 - 06:01:12

Der österreichische Immobilienmarkt stabilisiert sich vorsichtig. Wohnimmobilienpreise steigen bei knappem Angebot, während neue Gesetze und hohe Baukosten Investitionen bremsen.

Der österreichische Immobilienmarkt startet vorsichtig optimistisch ins Jahr 2026. Nach einer Phase der Korrektur deutet sich eine Trendwende an, doch hohe Baukosten und neue Gesetze bremsen.

Die Stimmung in der Branche hat sich leicht aufgehellt. Eine stabile wirtschaftliche und politische Entwicklung bleibt aber die Grundvoraussetzung für einen nachhaltigen Aufschwung. Besonders die Inflationsrate und die Finanzierungsbedingungen beeinflussen weiter jedes Investment.

Wohnimmobilien: Die Nachfrage steigt, das Angebot schrumpft

Der Wunsch nach Wohneigentum ist ungebrochen. In Spitzenmonaten 2025 stiegen die Kaufanfragen um bis zu 15 Prozent. Experten prognostizieren für 2026 einen bundesweiten Preisanstieg von durchschnittlich 3,4 Prozent.

Anzeige

Passend zum Thema Mietpreisentwicklung: Viele Vermieter scheitern bei Mieterhöhungen, weil ihnen belastbare Vergleichswerte fehlen. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Ihnen in Minuten die aktuellen Vergleichsmieten, Begründungshilfen und eine Tabelle, die Ihnen bei rechtssicheren Mieterhöhungen hilft — besonders in Regionen mit steigender Nachfrage. Ideal für private und professionelle Vermieter. Gratis Mietspiegel-Report 2025 herunterladen

  • In Niederösterreich, besonders im Speckgürtel Wiens, werden sogar vier Prozent erwartet.
  • Gleichzeitig erreicht der Neubau einen historischen Tiefstand: 2026 werden voraussichtlich nur rund 31.000 Wohneinheiten fertiggestellt.

Diese Angebotsknappheit treibt die Preise und belastet den Mietmarkt weiter. Die Nachfrage nach Mietwohnungen über 900 Euro monatlich erreichte 2025 ein Rekordhoch.

Gewerbeimmobilien: Logistik boomt, Büros müssen sich anpassen

Der Gewerbeimmobilienmarkt stabilisiert sich, ohne bereits zu boomen. Klarer Gewinner ist der Logistiksektor, mit Wien als zentralem Drehkreuz. Der Büromarkt spaltet sich:

  • Moderne, energieeffiziente Flächen in Top-Lagen sind weiter gefragt.
  • Ältere Objekte stehen unter erheblichem Anpassungsdruck.

Im Einzelhandel profitieren Innenstadtlagen vom Tourismus, während periphere Standorte mit dem Online-Handel kämpfen. Investoren setzen selektiv auf qualitativ hochwertige und nachhaltige Objekte.

Neue Gesetze sorgen für Rechtsunsicherheit

Die Finanzierungsbedingungen bleiben entscheidend. Die Zinsen sind kalkulierbar, wobei feste Konditionen oft günstiger sind als variable. Die Leitzinsen der EZB geben weiter den Ton an.

Für erhebliche Verunsicherung sorgen neue gesetzliche Rahmenbedingungen. Seit Jahresbeginn gelten das Mietenwertsicherungsgesetz (MieWeG) und neue Befristungsregeln. Eine umfassende Mietrechtsreform steht zudem in den Startlöchern.

Die Wirtschaftskammer warnt: Diese Eingriffe, kombiniert mit hohen Baukosten und strengen Kreditrichtlinien, bremsen dringend benötigte Investitionen. Banken behalten ihre strengen internen Prüfstandards bei.

Nachhaltigkeit wird zum entscheidenden Werttreiber

Ein Trend durchdringt den gesamten Sektor: die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien. Nachhaltige Gebäude sind nicht nur wegen niedrigerer Betriebskosten attraktiv.

  • Sie erzielen tendenziell höhere und stabilere Preise sowie Mieteinnahmen.
  • Bei Finanzierungen und Versicherungen werden sie bevorzugt.
  • Für fast drei Viertel der Käufer und Mieter ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Kriterium.

Gleichzeitig geraten unsanierte, energieineffiziente Immobilien immer stärker unter Druck.

Wohin steuert der Markt 2026?

Analysten erwarten eine Fortsetzung der vorsichtigen Stabilisierung. Die Preise für Wohnimmobilien dürften moderat steigen – angetrieben von robuster Nachfrage und knappem Angebot. Die große Frage bleibt: Kann der Neubau angekurbelt werden?

Ohne politische Anreize droht die Wohnraumknappheit sich weiter zu verschärfen. Investoren werden weiterhin selektiv vorgehen und auf Qualität setzen. Die neuen Mietrechts-Regelungen könnten die Kapitalströme im Markt deutlich verschieben. Die Branche fordert von der Politik vor allem eines: verlässliche und langfristig kalkulierbare Rahmenbedingungen.

Anzeige

PS: Sie wollen rechtssicher bleiben, wenn neues Mietrecht und Befristungsregeln den Markt verändern? Tausende Vermieter nutzen bereits den Mietspiegel-Report 2025 als schnelle Entscheidungsgrundlage – mit Vergleichsmieten, klaren Begründungshilfen und praktischen Checklisten, die Ihnen teure Fehler bei Mieterhöhungen ersparen. Holen Sie sich Ihr kostenloses Exemplar per E-Mail. Jetzt kostenlosen Mietspiegel-Report sichern

@ boerse-global.de