Haushaltsgeräte

Österreich startet „Geräte-Retter-Prämie“ für Haushaltsgeräte

01.01.2026 - 13:00:12

Ab heute fördert Österreich Reparaturen von Waschmaschinen und medizinischen Hilfsmitteln. Die neue „Geräte-Retter-Prämie“ ersetzt den alten Reparaturbonus, streicht aber Smartphones und E-Bikes aus der Förderung.

Das Klimaschutzministerium setzt damit auf eine gezieltere Verwendung der Steuergelder. Der Fokus liegt nun auf langlebiger Haushaltsinfrastruktur und Pflegebedarf, nicht mehr auf kurzlebiger Unterhaltungselektronik.

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Die Prämie übernimmt weiterhin 50 Prozent der Reparaturkosten. Das Maximum sinkt jedoch von 200 auf 130 Euro pro Gerät. Gefördert werden:
* Haushaltsgroßgeräte: Waschmaschinen, Geschirrspüler, Herde, Kühlschränke und Staubsauger.
* Medizinische Hilfsmittel: Rollstühle, Pflegebetten, Beatmungs- und Blutdruckmessgeräte.

Diese Erweiterung soll Haushalte mit Pflegebedürftigen gezielt entlasten. Die Förderung von Smartphones, Tablets, Fernsehern und E-Bikes entfällt dagegen komplett.

Warum der radikale Schnitt?

Analysen des Vorgängerprogramms zeigten: Ein Großteil der Gelder floss in die Reparatur von Smartphone-Displays. Das Ministerium will die Mittel nun effizienter für Geräte mit hohem CO₂- und Schrott-Einsparpotenzial einsetzen.

Experten begrüßen den Schritt teilweise. Bei „Weißer Ware“ lohnt sich die Reparatur im Verhältnis zu den Kosten und der Umweltbilanz oft mehr als bei Kleinelektronik.

So läuft die Antragstellung

Die Förderperiode beginnt zwar heute, doch die Antragstellung startet erst am 12. Januar 2026. Ab dann können Bürger den digitalen „Geräte-Retter-Bon“ online beantragen.

Das Verfahren bleibt bekannt: Der Bon muss innerhalb von drei Wochen bei einem Partnerbetrieb eingelöst werden. Die Erstattung erfolgt nach Rechnungsbegleichung direkt aufs Konto. Ein Jahresbudget von 30 Millionen Euro soll bis 2028 reichen und einen erneuten vorzeitigen Stopp verhindern.

Ein Modell für Europa?

Mit der neuen Prämie vollzieht Österreich einen klaren Paradigmenwechsel – weg von der Gießkannen-Förderung, hin zur Subvention der Grundversorgung. Es reagiert damit auf Haushaltslage und Kritik am alten System.

Im europäischen Vergleich bleibt Österreich Vorreiter. In Deutschland gibt es ähnliche Modelle nur vereinzelt auf Landes- oder Kommunalebene. Ein bundesweiter Bonus wird weiter diskutiert.

Kann das strengere Modell die Reparaturkultur nachhaltig stärken? Die nächsten Monate werden zeigen, ob das Budget ausreicht oder Verbraucher bei teuren Reparaturen doch zum Neukauf greifen. Langfristig könnte die Prämie zur Blaupause für andere EU-Staaten werden.

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