Mehrwertsteuer, Grundnahrungsmittel

Österreich senkt Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel

29.01.2026 - 18:02:12

Die österreichische Regierung senkt die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf 4,9 Prozent. Die Maßnahme soll ab Juli 2026 Haushalte entlasten und wird durch neue Abgaben finanziert.

Die österreichische Bundesregierung hat heute ein umfassendes Anti-Teuerungspaket vorgestellt. Kernstück ist die Senkung der Mehrwertsteuer auf wichtige Lebensmittel von 10 auf 4,9 Prozent. Die Maßnahme soll ab 1. Juli 2026 gelten und Haushalte direkt entlasten.

Diese Lebensmittel werden günstiger

Die Steuersenkung betrifft eine konkrete Liste von Grundnahrungsmitteln. Darunter fallen:
* Milch, Butter, Joghurt und Eier
* Erdäpfel, Paradeiser, Zwiebeln, Äpfel und Birnen
* Brot, Gebäck, Reis und Nudeln ohne Füllung

Nicht auf der Liste stehen Fleisch, Fisch, Käse oder pflanzliche Milchersatzprodukte. Die Regierung begründet dies mit den sonst zu hohen Kosten. Ein Großteil der begünstigten Waren wird laut Angaben in Österreich hergestellt.

So soll die Entlastung wirken

Für eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern prognostiziert die Regierung eine jährliche Ersparnis von rund 100 Euro. Die Maßnahme kostet den Staat im zweiten Halbjahr 2026 etwa 200 Millionen Euro. Finanziert werden soll sie unter anderem durch eine neue Plastikabgabe und eine Paketabgabe für Sendungen aus Drittstaaten.

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Doch kommt die Entlastung auch wirklich bei den Menschen an? Die Regierung kündigte schärfere Kontrollen an. Der Preisradar der Statistik Austria wird ausgebaut, um die Weitergabe der Steuersenkung im Handel zu überwachen.

Hintergrund: Druck durch hohe Inflation

Das Paket ist eine Reaktion auf die anhaltend hohe Inflation in Österreich. Die Teuerungsrate liegt seit längerem über dem Eurozonen-Durchschnitt. Die nun beschlossene Mehrwertsteuersenkung wurde in der Vergangenheit vor allem von der SPÖ gefordert.

Neben der direkten Entlastung setzt die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS auf weitere Schritte. Geplant sind eine Senkung der Elektrizitätsabgabe und die Einführung einer Mietpreisbremse. Auch die Entwicklung der Treibstoffpreise wird von der Preiskommission genauer unter die Lupe genommen.

Der nächste Schritt ist die parlamentarische Umsetzung. Nur dann kann die Steuersenkung wie geplant im Sommer wirksam werden. Die Regierung hat bereits angekündigt, die Preise genau zu beobachten und bei Bedarf nachzusteuern.

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PS: Neben der Mehrwertsteuersenkung plant die Regierung neue Abgaben (Plastik-, Paketabgabe), die Ihre Buchhaltung zusätzlich belasten können. Wer jetzt prüft, welche Umsatzsteuer-Regeln gelten und wie Vorsteuer geltend gemacht wird, schützt seine Liquidität. Der kostenlose PDF-Guide zeigt Schritt für Schritt, welche Anpassungen jetzt wichtig sind und wie Sie Nachzahlungen vermeiden. Jetzt kostenlosen Umsatzsteuer-Guide sichern

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