Österreich beschließt neue Überstunden-Regelung für 2026
24.01.2026 - 00:16:12Der Nationalrat hat eine neue steuerliche Regelung für Überstunden verabschiedet. Ab diesem Jahr bleiben Zuschläge für die ersten 15 Überstunden pro Monat bis maximal 170 Euro steuerfrei. Die Regierung sieht darin einen wichtigen Anreiz gegen den Fachkräftemangel.
Die Einigung verhindert einen drastischen Rückfall: Ohne sie wäre die Begünstigung auf nur noch 120 Euro für zehn Stunden gesunken. Für 2024 und 2025 galten noch 200 Euro für bis zu 18 Überstunden. Ab 2027 soll es jedoch zurück auf das niedrigere Niveau gehen.
Arbeitgeber, Personaler und Lohnverantwortliche sollten jetzt genau hinschauen: Die neue Regelung zu Überstunden und die parallel beschlossene Steuerbefreiung für Feiertagsarbeit bis 400 Euro verändern Abrechnungslogiken und bergen Fallstricke. Ein kostenloses E‑Book erklärt praxisnah, wann Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge lohnsteuerfrei sind, liefert fertige Checklisten zur korrekten Berechnung und zeigt, wie Sie teure Phantomlohn‑Fehler vermeiden. Gratis-Feiertagszuschlag-Guide für Personaler herunterladen
Wer profitiert – und wer nicht?
Eine Analyse des parlamentarischen Budgetdienstes prognostiziert Mindereinnahmen von 105 Millionen Euro. Die Verteilung dieser Entlastung sorgt für Diskussionen.
- Rund 90 Prozent des Entlastungsvolumens fließen in die obere Einkommenshälfte.
- Knapp 40 Prozent kommen dem obersten Einkommenszehntel zugute.
- Etwa 80 Prozent der Begünstigung gehen an Männer.
Kritiker, vor allem von den Grünen, bemängeln diese Schieflage. Die Regierung verweist darauf, dass die Maßnahme im Gesamtkontext anderer Entlastungen für geringere Einkommen zu sehen sei.
Politisches Echo: Zwischen Lob und Kritik
Die Reaktionen auf den Beschluss fallen gemischt aus. Während Regierung und Wirtschaftskammer den Schritt als notwendiges Signal für Leistungsbereitschaft feiern, hagelt es auch Kritik.
Die FPÖ bezeichnet die Reduktion von 200 auf 170 Euro als klare Verschlechterung. Die Grünen fordern eine Gleichstellung von Teilzeitkräften, die von der Regelung kaum profitieren. Die NEOS begrüßen dagegen das Prinzip: Mehrarbeit müsse sich lohnen.
Was ändert sich für Arbeitnehmer?
Für Beschäftigte bedeutet die Regelung 2026 eine fortgesetzte, wenn auch reduzierte Steuerentlastung. Unternehmen müssen ihre Lohnsysteme anpassen.
Parallel wurde auch eine Steuerbefreiung für Feiertagsarbeit bis 400 Euro beschlossen. Doch die Debatte ist noch nicht beendet: Die Lösung gilt nur für dieses Jahr. Die Suche nach einer dauerhaften und sozial ausgewogenen Regelung geht weiter.
PS: Sie sind Beschäftigte oder zuständig für Lohnabrechnungen? Dann lohnt sich ein Blick in den kostenlosen Leitfaden, denn falsch berechnete Zuschläge können schnell zu Nachzahlungen führen. Der Guide erklärt mit konkreten Praxisbeispielen, welche Feiertagszuschläge steuerfrei bleiben, wie Sie die Abrechnung rechtssicher dokumentieren und welche Formeln Sie in der Lohnsoftware nutzen sollten. Jetzt kostenlosen Feiertags-Check herunterladen


