ÖBB revitalisieren historischen Wasserturm am Nordbahnhof
15.01.2026 - 16:32:12Der historische Wasserturm am Wiener Nordbahnhof wird zum Café umgebaut. Mit einem symbolischen Spatenstich starteten ÖBB, Stadt und Bezirk diese Woche die Bauarbeiten. Bis Mitte 2026 entsteht in dem denkmalgeschützten Backsteinturm aus dem 19. Jahrhundert ein neuer gastronomischer und kultureller Treffpunkt für das Nordbahnviertel.
Vom Industriedenkmal zum Stadtteil-Treffpunkt
Das Herzstück der Revitalisierung ist ein modernes Café mit Gastgarten. Im Inneren sind auf 114 Quadratmetern etwa 45 Sitzplätze geplant, draußen finden auf 200 Quadratmetern rund 70 Gäste Platz. Das Konzept sieht ein niederschwelliges Angebot mit Frühstück, Snacks und Getränken vor. Auch konsumfreie Bereiche sollen den Turm zu einem Treffpunkt für alle machen. Die finale kulinarische Ausgestaltung übernimmt der künftige Pächter, dessen Auswahl noch läuft.
Sanierung unter strengem Denkmalschutz
Die Sanierung des 1890 errichteten Turms erfolgt unter strengen Auflagen. Die markante Ziegelfassade bleibt vollständig erhalten. Generalunternehmer ist die Böhm BiB GmbH, die Bauleistungen haben einen Auftragswert von rund 2,57 Millionen Euro. Zu den Maßnahmen zählen:
* Reinigung der Fassade
* Sanierung der Fenster
* Unterkellerung für Versorgungsräume
Ein besonderes Highlight: Vier allegorische Figuren im oberen Turmbereich, die einst den Nordbahnhof zierten, werden wieder zugänglich gemacht. Sie symbolisieren die Städte Wien, Brünn, Olmütz und Krakau.
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Ankerpunkt für das neue Nordbahnviertel
Der Wasserturm steht am Rande der „Freien Mitte“, einer zehn Hektar großen Grünfläche, die das Herz des entstehenden Nordbahnviertels bildet. In dem ehrgeizigen Stadtentwicklungsgebiet sollen später einmal 22.000 Menschen wohnen und 20.000 arbeiten. In diesem dynamischen Umfeld fungiert der revitalisierte Turm als historischer Ankerpunkt und Bindeglied zwischen urbanem Raum und naturnaher Erholungsfläche.
Das Projekt ist ein Paradebeispiel für die adaptive Umnutzung von Industriedenkmalen. Die ÖBB agieren hier nicht nur als Infrastrukturbetreiber, sondern maßgeblich als Stadtentwickler. Mit der getrennten Vergabe von Bauleistungen und Gastronomiepacht soll sowohl bauliche Qualität als auch ein nachhaltiges Betriebskonzept gesichert werden.


