NVIDIA, Lenovo

NVIDIA und Lenovo zeigen auf der CES 2026 die KI der Zukunft

08.01.2026 - 18:39:12

KI wird physisch und agiert autonom – das ist die klare Botschaft der CES 2026 in Las Vegas. Die großen Tech-Konzerne stellen keine reinen Sprachmodelle mehr vor, sondern Systeme, die eigenständig in der realen Welt handeln. Dieser Sprung von generativer zu agentischer KI verspricht einen radikalen Effizienzschub für Industrie und Büro.

Im Zentrum steht NVIDIA mit dem Open-Source-Modell „Alpamayo“. Es soll autonomen Systemen ein tiefes Verständnis für physikalische Abläufe vermitteln. Der Clou: Die KI antizipiert nicht nur Ereignisse, sondern versteht ihre Ursachen.

Ein autonomes Fahrzeug würde so einen plötzlich auf die Straße rollenden Ball nicht einfach als Hindernis registrieren. Es schlussfolgert das mögliche folgende Kind und handelt proaktiv. Für Fabriken und Logistikzentren bedeutet das weniger Ausfälle, weil Roboter dynamische Umgebungen sicher meistern.

Lenovo Qira: Der unsichtbare digitale Assistent

Lenovo setzt auf den persönlichen Arbeitsplatz und stellt „Qira“ vor. Diese Plattform agiert als geräteübergreifender, proaktiver Agent. Statt auf Befehle zu warten, verbindet Qira nahtlos die Arbeit zwischen Laptop, Smartphone und Tablet.

Anzeige

Passend zum Thema agentische KI: Seit August 2024 gelten neue Regeln für KI‑Systeme – viele Unternehmen riskieren Bußgelder, weil sie Kennzeichnungs‑ und Dokumentationspflichten unterschätzen. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt kompakt Risikoklassen, Kennzeichnungspflichten und die erforderlichen Nachweise für Entwickler und Anwender autonomer Systeme. So vermeiden Sie regulatorische Stolperfallen und setzen Ihre Projekte rechtskonform um. Jetzt KI‑Umsetzungsleitfaden herunterladen

Praktisch heißt das: Beginnen Sie ein Dokument am PC, schlägt Qira auf dem Smartphone unterwegs passende Formulierungen vor – ohne manuelle Synchronisation. Durch „Smart Modes“, die Benachrichtigungen und Systemleistung automatisch anpassen, soll bis zu 15 Prozent Verwaltungszeit eingespart werden.

Die Fabrik, die sich selbst repariert

Die Industrie treibt die Autonomie weiter voran. Siemens präsentiert den „Digital Twin Composer“. Dieses Tool macht aus simulierten Fabrik-Zwillingen aktive Steuerungszentralen.

Die KI prognostiziert nun nicht nur Maschinenausfälle, sondern leitet auch eigenständig Gegenmaßnahmen ein oder plant die Produktion um. Die Wartung wird von einer reaktiven zur präventiven Aufgabe. Diese Integration wurde durch die Übernahme von Dotmatics verstärkt, die KI-gestützte Forschung, etwa in der Pharmabranche, vorantreibt.

Vom Tool zum Mitarbeiter: Der Markt wandelt sich

Die Messe markiert einen Wendepunkt: Die KI der letzten Jahre erstellte Inhalte, die KI von 2026 erledigt Aufgaben. Der Markt für KI-gestützte digitale Zwillinge soll in diesem Jahr bereits auf über 3,7 Milliarden Dollar wachsen.

Doch der Preis der Autonomie ist hoch. Die IT-Abteilungen stehen vor einer Mammutaufgabe: Sie müssen die neuen „digitalen Mitarbeiter“ verwalten, überwachen und warten. Die IT wird zur HR-Abteilung für KI-Agenten.

2026 wird somit zum Jahr der Implementierung. Mit Plattformen wie Salesforce Agentforce 360 und den hardwarenahen CES-Innovationen könnten noch dieses Jahr die ersten vollautonomen Lieferketten starten. Die Frage für Unternehmen lautet nicht mehr ob, sondern wie autonom ihre Systeme handeln dürfen.

Anzeige

PS: Die Übergangsfristen der EU‑KI‑Verordnung laufen – sind Ihre autonomen Systeme vorbereitet? Dieses kostenlose E‑Book fasst die wichtigsten Pflichten, Fristen und praktischen Schritte zusammen, damit Sie Kennzeichnung, Dokumentation und Risikobewertung sauber umsetzen können. Ideal für IT‑Leiter, Compliance‑Verantwortliche und Entwickler, die agentische KI jetzt produktiv und rechtskonform in die Produktion bringen wollen. Kostenlosen KI‑Leitfaden sichern

@ boerse-global.de