NVIDIA, AMD

NVIDIA und AMD entfachen KI-Schlacht auf der CES 2026

13.01.2026 - 00:12:11

Der Kampf um die Vorherrschaft in der Künstlichen Intelligenz hat ein neues Schlachtfeld: die integrierte Systemarchitektur. Auf der Technologiemesse CES in Las Vegas haben die Chip-Riesen NVIDIA und AMD ihre nächste Generation von KI-Plattformen vorgestellt. Sie signalisieren einen fundamentalen Wandel – vom Verkauf einzelner Komponenten hin zu kompletten KI-Supercomputern.

NVIDIA setzt voll auf den Hochleistungssektor. Mit der „Vera Rubin“-Plattform positioniert sich das Unternehmen als Infrastruktur-Grundversorger für die KI-Ökonomie. Das System ist kein Einzelchip, sondern ein integrierter Supercomputer aus sechs neu entwickelten Komponenten. Dazu gehören Vera-CPU, Rubin-GPU und spezielle Netzwerkchips.

Das erklärte Ziel: Die Kosten und der Energiebedarf für den Betrieb modernster KI-Modelle sollen drastisch sinken. NVIDIA verspricht, dass die neue Architektur die Kosten für KI-Inferenz um den Faktor zehn senken kann. Für das Training riesiger Modelle sollen zudem viermal weniger GPUs nötig sein als mit der Vorgänger-Architektur.

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Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 wollen große Cloud-Anbieter wie Microsoft die rack-scale NVL72-Systeme in ihren Rechenzentren einsetzen. NVIDIA verfolgt damit eine geschlossene, vollintegrierte Strategie für den Premium-Markt.

AMD Helios: Der Vorstoß in alle Bereiche

AMD kontert mit einer Breitenoffensive. Unter dem Motto „KI überall“ attackiert der Konkurrent NVIDIA gleich auf mehreren Ebenen. Für Rechenzentren präsentierte AMD die „Helios“-Plattform mit der kommenden Instinct MI400-GPU-Serie. Sie soll eine leistungsstarke und offenere Alternative für groß angelegtes KI-Training bieten.

Gleichzeitig drängt AMD die generative KI in den Consumer-Markt. Die neuen Ryzen AI 400 Prozessoren mit „Zen 5“-Architektur bringen bis zu 60 TOPS Rechenleistung für KI direkt auf den PC. Sie erfüllen die Voraussetzungen für Microsofts Copilot+ PC. Systeme von Dell, HP und Lenovo sollen bereits im ersten Halbjahr 2026 verfügbar sein.

Zwei Strategien, ein Ziel: Die KI-Revolution antreiben

Die Ansätze der Konkurrenten könnten unterschiedlicher nicht sein. Während NVIDIA auf geschlossene, hochintegrierte „KI-Fabriken“ für Hyperscaler setzt, verfolgt AMD eine Strategie der Breite. Das Unternehmen will seine Technologie vom Rechenzentrum über den PC bis in die Automotive- und Industriebranche tragen.

Gemein ist beiden der Fokus auf „Physical AI“. KI soll die physische Welt verstehen und mit ihr interagieren – in autonomen Fahrzeugen, Robotern und der Industrieautomation. Diese Entwicklung erfordert gewaltige Rechenleistung, sowohl in der Cloud als auch direkt am Gerät.

Die Plattformen markieren eine Reifung der KI‑Hardware‑Branche. Der Wettbewerb dreht sich nicht mehr nur um die Taktrate einer GPU, sondern um das gesamte Ökosystem aus Hardware, Software und Netzwerktechnik. Für Verbraucher und Unternehmen verspricht der erbitterte Kampf eine schnellere Entwicklung leistungsfähiger und effizienterer Künstlicher Intelligenz.

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