Nvidia, AMD

Nvidia und AMD beleben alte Hardware gegen die KI-Krise

12.01.2026 - 10:53:12

Eine dramatische globale Speicherknappheit treibt Nvidia und AMD dazu, alte Grafikchips und Prozessor-Plattformen wiederzubeleben, um den Markt für preisbewusste Gamer zu stützen.

Die PC-Branche startet 2026 mit einem Rückzug in die Vergangenheit. Wegen einer dramatischen globalen Speicherknappheit setzen Nvidia und AMD wieder auf alte Grafikchips und Prozessor-Plattformen. Ihr Ziel: den Markt für preisbewusste Gamer vor dem Kollaps bewahren.

KI-Boom verdrängt Gamer vom Speichermarkt

Schuld an der ungewöhnlichen Strategie ist eine beispiellose Verknappung bei Arbeitsspeichern. Die Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Server ist so groß, dass Hersteller wie Samsung und SK Hynix ihre Produktion fast vollständig umgestellt haben. Für Verbraucher bleibt kaum etwas übrig.

Die Folgen sind drastisch. Seit Jahresbeginn sind die Preise für DDR5-RAM um 200 bis 400 Prozent gestiegen. Ein 32-GB-Kit, das 2025 noch unter 100 Euro kostete, schlägt jetzt mit bis zu 400 Euro zu Buche. Damit ist der Speicher fast so teuer wie eine Mittelklasse-Grafikkarte – und macht den Umstieg auf moderne Plattformen wie AM5 oder Intel Arrow Lake für viele unmöglich.

Anzeige

Ihr PC gilt als ‚inkompatibel‘ für Windows 11? Angesichts steigender DDR5-Preise und der Notwendigkeit neuer Plattformen kostet ein echtes Upgrade schnell hunderte Euro. Ein kostenloser PDF-Report zeigt Ihnen einen legalen Weg, Windows 11 trotzdem zu installieren – ganz ohne neue Hardware und ohne Datenverlust. Ideal, wenn Sie mit AM4/DDR4 weiterarbeiten wollen. Mit klaren Schritt‑für‑Schritt-Anleitungen auch für Einsteiger. Gratis-PDF: Windows 11 trotz inkompatibler Hardware herunterladen

Nvidia: Fünf Jahre alter RTX 3060 kehrt zurück

Als Reaktion darauf bereitet Nvidia offenbar die Rückkehr des GeForce RTX 3060 vor. Der Grafikchip aus dem Jahr 2021 soll noch im ersten Quartal 2026 wieder in Massenproduktion gehen. Der Grund ist simpel: Während die neue RTX-50-Serie auf knappen und teuren GDDR7-Speicher angewiesen ist, nutzt der RTX 3060 das ältere und verfügbare GDDR6.

Für Nvidia ist der Schritt eine Notlösung. Die Produktion der modernen RTX-5060- und 5050-Modelle soll um bis zu 40 Prozent gekürzt worden sein. Der alte RTX 3060 wird so zum Lückenfüller für den Einsteigermarkt – und könnte zum wichtigsten Volumenmodell des Jahres werden.

AMD verlängert Lebensdauer der AM4-Plattform

Auf ähnliche Weise reagiert der Konkurrent AMD. Das Unternehmen hat auf der CES 2026 offiziell bestätigt, die Lebensdauer der alten AM4-Plattform weiter zu verlängern. Der Sockel debütierte bereits 2016.

„Wir untersuchen aktiv Wege, das Angebot an AM4-Produkten zu erhöhen“, sagte David McAfee, Vizepräsident bei AMD. Damit spricht das Unternehmen Gamer an, die ihren Rechner aufrüsten wollen, ohne auf teuren DDR5-Speicher umsteigen zu müssen. Die Strategie zeigt bereits Wirkung: Mainboard-Hersteller wie Gigabyte und Asus bringen neue AM4-Modelle auf den Markt, die mit günstigerem DDR4-RAM arbeiten.

„KI-Steuer“ auf Consumer-Hardware

Analysten sehen in den parallelen Schritten der beiden Rivalen ein Alarmsignal. Die aktuelle Krise unterscheide sich fundamental von der Crypto-Knappheit 2021. Damals wurden fertige Grafikkarten gehortet – heute beansprucht die KI-Industrie die grundlegenden Silizium-Wafer für sich.

Die Gewinnmargen mit HBM-Speichern für KI-Accelerator-Chips sind so hoch, dass die Hersteller keinen Anreiz haben, Gamer vorzuziehen. Für Verbraucher bedeutet das eine Art „KI-Steuer“ auf moderne Hardware. Die Wiederbelebung alter Technik ist daher keine Innovation, sondern eine reine Überlebensstrategie für den PC-Markt.

Ausblick: Stagnation bis 2027

Eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Die führenden Speicherhersteller melden, dass ihre HBM-Kapazitäten bis Ende 2026 vollständig ausgebucht sind. Entspannung bei den DDR5-Preisen wird frühestens 2027 erwartet.

Für Käufer heißt das: Der Einstiegsmarkt 2026 wird dem Mittelklasse-Markt von 2021 ähneln. Der RTX 3060 und Ryzen-5000-CPUs dürften die Bestseller bleiben. Wer auf fallende Preise für neueste Technik hofft, muss sich gedulden. In diesem Jahr ist die beste Wahl oft die von gestern.

Anzeige

PS: Wer 2026 nicht zwingend neue DDR5-Module kaufen will, kann Windows 11 legal und sicher auf älterer Hardware betreiben. Der kostenlose Report erklärt in verständlichen Schritten, wie Sie das Upgrade durchführen, typische Stolperfallen vermeiden und Ihre Programme behalten. Perfekt für Besitzer von AM4-Boards und DDR4-RAM, die keine teure Aufrüstung planen. Kostenfrei und verständlich erklärt. Jetzt Gratis-Report sichern: Windows 11 ohne neue Hardware

@ boerse-global.de