Nvidia, Grafiktreiber-Generation

Nvidia bringt mit neuer Grafiktreiber-Generation DLSS 4.5 und volle RTX-50-Unterstützung

07.01.2026 - 13:00:12

Nvidias neuer Grafiktreiber 591.74 macht die nächste GPU-Generation Blackwell spielbereit und führt die KI-Upscaling-Technologie DLSS 4.5 ein. Der Update ist die offizielle Software-Grundlage für die gesamte GeForce RTX-50-Serie, die auf der CES 2026 vorgestellt wurde.

Mit der Version 591.74 ist die Software-Basis für Nvidias neue Blackwell-Architektur gelegt. Der Treiber bietet Game-Ready-Support für alle Modelle der neuen Generation – vom Flaggschiff RTX 5090 über die High-End-Modelle RTX 5080 und 5070 Ti bis hin zur Mainstream-Klasse mit RTX 5060 und 5050.

Technische Anpassungen optimieren den Betrieb mit modernen Monitoren. Für alle Blackwell-GPUs definiert der Treiber nun Display-Modi oberhalb einer Pixel-Taktfrequenz von 1620 MHz als “High Bandwidth”. In diesen Modi setzt die Software standardmäßig auf Display-Scaling statt GPU-Scaling. Das soll die Bandbreitenauslastung über die Kabel optimieren – eine wichtige Einstellung für Nutzer von 4K- und 8K-Monitoren mit hohen Bildwiederholraten.

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DLSS 4.5: Transformer-Modelle revolutionieren KI-Upscaling

Das Herzstück des Updates ist DLSS 4.5. Die neue Version markiert einen fundamentalen Wechsel in Nvidias Ansatz für künstliche Intelligenz beim Hochskalieren von Bildern. Statt auf konvolutionale neuronale Netze (CNNs) setzt die Technologie nun auf ein Transformer-basiertes KI-Modell der zweiten Generation.

Dieser Architekturwechsel soll hartnäckige Bildartefakte wie Geisterbilder oder Flimmern in Actionszenen beseitigen. Das neue Modell verspricht eine überlegene zeitliche Stabilität und Bildschärfe im Vergleich zu DLSS 4. Zudem bereitet der Treiber den Boden für Funktionen wie “Dynamic Multi Frame Generation” und “6X Multi Frame Generation”. Diese sollen in einem Frühjahrs-Update 2026 freigeschaltet werden und es RTX-50-Karten ermöglichen, bis zu fünf Zwischenbilder pro gerendertem Frame zu erzeugen. Das könnte in path-traced-Spielen Erlebnisse mit über 240 Bildern pro Sekunde ermöglichen.

Wichtige Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen

Neben neuen Funktionen behebt der Treiber mehrere dokumentierte Probleme. Eine Prioritätskorrektur löst einen spezifischen Kompatibilitätskonflikt: Die Nutzung von RTX HDR in Vulkan-Spielen verursachte zuvor schwarze Bildschirme auf LG-OLED-Fernsehern – ein Ärgernis für Besitzer hochwertiger Displays.

Weitere Korrekturen betreffen allgemeine Anzeigeprobleme. Der Update behebt Fehler bei der Helligkeitsanpassung auf bestimmten Panels und Probleme mit der Farbanwendung bei der “Digital Vibrance”-Einstellung. Zudem eliminiert der Treiber leichtes Banding, das bei Farbverläufen im SDR-Modus sichtbar war. Für das Spiel Arena Breakout: Infinite wurden Stabilitätsverbesserungen implementiert, die Abstürze beheben.

Erweiterung des Ökosystems: G-SYNC und NVIDIA App

Nvidia erweitert mit diesem Release sein Display-Ökosystem. Der Treiber fügt Unterstützung für Dutzende neuer G-SYNC Compatible-Monitore hinzu, darunter Modelle aus dem Jahr 2026 von Herstellern wie Acer, AOC, ASUS, LG und Philips. Frühankömmlinge der diesjährigen Display-Technologie erhalten so sofortige Unterstützung für variable Bildwiederholraten (VRR).

Gleichzeitig erweitert das Update die Funktionalität der NVIDIA App, der vereinheitlichten Software-Zentrale des Unternehmens. Eine wichtige Neuerung ist die “DLSS Override”-Funktion. Sie ermöglicht es Nutzern, das DLSS-4.5-KI-Modell in Spielen zu erzwingen, die nativ nur ältere DLSS-Versionen unterstützen. Diese Abwärtskompatibilität stellt sicher, dass Spieler von der neuen Transformer-basierten Bildrekonstruktion profitieren – selbst in Titeln, die noch keine offiziellen Developer-Patches erhalten haben.

Marktkontext und Wettbewerbssituation

Die Veröffentlichung des Treibers 591.74 fällt in eine Phase intensiver Aktivität auf der CES 2026. Dort hatte Nvidia-Chef Jensen Huang auch die Roadmap für die künftige “Rubin”-Architektur enthüllt. Während Rubin als Nachfolger für Data-Center- und KI-Anwendungen Ende 2026 und 2027 positioniert ist, liegt der Fokus auf dem Konsumentenmarkt klar auf Blackwell.

Marktbeobachter sehen in der schnellen Bereitstellung eines stabilen, funktionsreichen Treibers parallel zum RTX-50-Start einen kritischen Faktor für Nvidia, um seine Dominanz im High-End-GPU-Markt zu halten. Die Integration eines Transformer-Modells in DLSS 4.5 wird als direkte Antwort auf den zunehmenden Wettbewerb im Upscaling-Bereich gewertet. Die sofortige Unterstützung der gesamten Modellpalette – von der 5050 bis zur 5090 – deutet auf eine aggressive Strategie hin, alle Marktsegmente gleichzeitig zu bedienen, statt auf gestaffelte Rollouts wie in früheren Generationen zu setzen.

Ausblick: Frühjahrs-Update soll Performance weiter entfesseln

Während Version 591.74 die Basis für die Blackwell-Generation legt, hat Nvidia die nächste Phase der Leistungssteigerungen bereits umrissen. Im Frühjahr 2026 soll ein weiteres Update das volle Potenzial der Frame-Generation-Fähigkeiten der RTX-50-Serie freischalten. Die Aktivierung der 6X Multi Frame Generation in den kommenden Monaten verspricht, Bildraten noch weiter von nativen Rendering-Grenzen zu entkoppeln.

Nutzer, die diese Woche auf RTX-50-Karten upgraden, wird eine saubere Installation des Treibers 591.74 empfohlen, um potenzielle Konflikte mit Altlasten älterer Software zu vermeiden. Wenn Entwickler beginnen, native DLSS-4.5-Unterstützung in ihre Spiel-Engines zu integrieren, dürfte die Performance-Lücke zwischen den neuen Blackwell-Karten und ihren Vorgängern im ersten Quartal 2026 weiter wachsen.

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