Nvidia baut in Taiwan neue Asien-Zentrale und trifft Tech-Giganten
18.01.2026 - 11:12:12Nvidia-Chef Jensen Huang reist Ende Januar nach Taiwan, um die neue Asien-Zentrale des KI-Chipriesen zu besiegeln und ein Gipfeltreffen mit den CEOs der größten Elektronikhersteller abzuhalten. Der Besuch unterstreicht die überragende Bedeutung der Insel für die globale KI-Lieferkette.
Taipeh – Die Reise des Nvidia-CEO, die für den 29. Januar geplant ist, fällt in eine Phase bedeutender geopolitischer und wirtschaftlicher Entwicklungen. Dazu zählen ein neu angekündigtes Handelsabkommen zwischen den USA und Taiwan sowie verschärfte Exportregeln für Hochleistungschips. Huang wird die Einweihung des neuen Hauptsitzes im Beitou-Shilin Technology Park vornehmen und einen hochkarätig besetzten Lieferketten-Gipfel leiten.
Herzstück des Besuchs ist die Unterzeichnung der Nutzungsrechte für ein großes Gelände im Technologiepark von Taipeh. Die Stadtverwaltung hat die Pläne für die Grundstücke T17 und T18 finalisiert. Die neue Zentrale, intern möglicherweise „Constellation“ genannt, soll Tausende Ingenieure beherbergen und zum primären Forschungs- und Entwicklungszentrum Nvidias in Asien werden.
Die neuen Exportregeln für Hochleistungs‑Chips stellen Lieferketten und Hersteller vor erhebliche Risiken. Wer Komponenten international verschickt, muss Sanktionslisten, Genehmigungspflichten und Dual‑Use‑Regeln prüfen – sonst drohen teure Strafen und Lieferstopps. Das kostenlose E‑Book „Exportkontrolle“ erklärt praxisnah, wie Sie Prüfprozesse aufsetzen, Risikoquellen erkennen und Bußgelder vermeiden – inklusive Checklisten und Fallbeispielen für Halbleiter und KI‑Hardware. Jetzt kostenlosen Exportkontrolle‑Leitfaden herunterladen
Berichten zufolge wünscht sich Huang sogar eine Architektur, die den Hauptsitz im kalifornischen Santa Clara übertreffen soll – ein klares Signal für die strategische Bedeutung des Standorts. Die Zeremonie soll bewusst unkonventionell gestaltet werden, passend zu Huangs Vorliebe für Innovation. Auch ein Besuch eines örtlichen Tempels steht auf dem Programm, eine Geste des Respekts vor lokalen Bräuchen.
Gipfel der Tech-Giganten für KI-Ära „Vera Rubin“
Am 31. Januar folgt das eigentliche Machttreffen: Huang lädt die Führungsspitzen von Taiwans wichtigsten Elektronikherstellern zu einem Abendessen ein. Die Gästeliste liest sich wie das Who-is-who der globalen Hardware-Produktion: TSMC, Foxconn, Quanta, Wistron, Inventec, Compal, Pegatron, Asus, Acer und Wiwynn.
Hintergrund ist der Start der nächsten KI-Generation. Nvidias „Vera Rubin“-Plattform, die Anfang des Monats auf der CES 2026 vorgestellt wurde, geht in die Serienproduktion. Die Systeme sollen deutlich leistungsfähiger sein als die Vorgänger-Generation „Blackwell“. Die reibungslose Koordination mit den Fertigungspartnern ist daher entscheidend, um die enorme Nachfrage bedienen zu können. Das Dinner dient sowohl der Feier dieser einzigartigen Partnerschaft als auch der strategischen Planung der Kapazitätsallokation für das kommende Jahr.
Im Spannungsfeld neuer Handelsregeln
Huang trifft auf eine veränderte handelspolitische Landkarte. Erst am 15. Januar wurde ein neues US-Taiwan-Handelsabkommen bekanntgegeben. Es senkt die Zölle für taiwanische Waren auf 15 Prozent. Im Gegenzug verpflichtet sich Taiwans Tech-Sektor zu Direktinvestitionen und Kreditgarantien in Höhe von insgesamt 500 Milliarden US-Dollar, um Halbleiter- und KI-Operationen in den USA auszubauen.
Gleichzeitig erschwert eine neue US-Verordnung vom 14. Januar den Handel mit bestimmten Hochleistungschips wie der H200 nach China. Ein Export ist nun mit einem Aufschlag von 25 Prozent belegt. Huangs zeitnaher Besuch zeigt, dass Nvidia diese komplexen Regularien im engen Schulterschluss mit seinen taiwanischen Partnern navigieren will. Die Gespräche werden sich zwangsläufig auch um Anpassungen der Lieferketten an diese neuen Rahmenbedingungen drehen.
Weichenstellung für das KI-Jahr 2026
Die Erwartungen in Taiwans Tech-Branche sind hoch. Die neue Zentrale in Beitou-Shilin soll Nvidias langfristige Präsenz auf der Insel zementieren und die lokale Innovationskraft stärken. Die Ergebnisse des Lieferketten-Gipfels könnten indes das Tempo des weltweiten KI-Infrastrukturausbaus für 2026 vorgeben.
Die Abstimmung zwischen Nvidias Design-Kompetenz und Taiwans Fertigungspräzision bleibt der kritischste Faktor für den globalen KI-Hardware-Markt. Huangs Rückkehr nach Taipeh ist mehr als eine Geschäftsreise – es ist eine Bestätigung der Achse, um die sich die KI-Revolution dreht.
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