NRW startet KI-Offensive für Vereine und Ehrenamt
20.01.2026 - 13:15:11Nordrhein-Westfalen stattet seine Vereine und Ehrenamtlichen mit künstlicher Intelligenz aus. Mit einer neuen Digital-Offensive will die Landesregierung den bürokratischen Aufwand für Vereinsvorstände deutlich reduzieren.
KI soll Verwaltungsarbeit erleichtern
Unter dem Motto „Digital in die Zukunft – engagiert mit KI und Co.“ startet das bevölkerungsreichste Bundesland eine umfassende Bildungs- und Förderkampagne. Ziel ist es, Ehrenamtliche mit modernen digitalen Werkzeugen vertraut zu machen. „Die tägliche Vereinsarbeit muss von Bürokratie entlastet werden“, betonte Staatssekretärin Andrea Milz bei der Vorstellung des Programms.
Kern der Initiative ist eine breite Schulungsoffensive. Die Landesservicestelle für bürgerschaftliches Engagement bietet 2026 kostenlose Webinare, Workshops und Coachings an. Ehrenamtliche lernen dort, wie KI bei Protokollführung, Mitgliederverwaltung oder der Formulierung von Förderanträgen Zeit sparen kann. Die Devise lautet: Mehr Zeit für die eigentliche inhaltliche Arbeit.
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Zwei Millionen Euro für digitale Projekte
Parallel wird das erfolgreiche Förderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für bürgerschaftliches Engagement“ neu ausgerichtet. In der Förderrunde 2026 fließen die zwei Millionen Euro gezielt in Projekte, die Digitalisierung und KI-Nutzung im Ehrenamt voranbringen.
Die Mikroförderung soll besonders kleineren Vereinen und Initiativen den Einstieg erleichtern. Ab dem 2. März 2026 können Anträge gestellt werden. Viele Kommunen, wie der Kreis Kleve, bereiten ihre Vereinslandschaften bereits auf die Antragstellung vor. Der niedrigschwellige Ansatz soll bürokratische Hürden abbauen.
Kampf gegen die „Bürokratie-Müdigkeit“
Hinter der Offensive steht ein ernstes Problem: Immer mehr Ehrenamtliche leiden unter „Bürokratie-Müdigkeit“. Die stetig wachsenden Verwaltungsanforderungen führen zu Überlastung und führen dazu, dass sich weniger Menschen für Vorstandsämter finden.
„Moderne Apps und KI-Lösungen können wertvolle Zeit zurückgewinnen“, so Milz. Die Strategie setzt darauf, dass Software Routinearbeiten übernimmt – von der Spendenakquise bis zur Protokollierung. So könnten sich Engagierte wieder auf ihre Kernaufgaben in Sport, Kultur oder Sozialem konzentrieren.
Mehr Sichtbarkeit für das Ehrenamt
Ergänzend startet am 22. Januar 2026 die Workshop-Reihe „Sichtbar engagiert: Mehr Reichweite fürs Ehrenamt“. Sie vermittelt Vereinen Know-how in Pressearbeit und digitalem Marketing. Denn viele kleinere Organisationen bleiben mit ihrer wertvollen Arbeit unsichtbar – sowohl für die Öffentlichkeit als auch für potenzielle Förderer.
Diese Doppelstrategie aus interner Effizienzsteigerung und externer Kommunikation markiert einen Richtungswechsel in der NRW-Förderpolitik. Während frühere Programme oft Infrastruktur oder Veranstaltungen unterstützten, investiert das Land nun in das „Humankapital“ des Ehrenamts.
Vorbildfunktion für andere Bundesländer?
Die gezielte KI-Förderung ist bemerkenswert. Während die Wirtschaft generative KI bereits intensiv nutzt, hinkt der Non-Profit-Sektor häufig aus Ressourcenmangel hinterher. Durch staatlich geförderte Zugänge senkt NRW die Einstiegshürden und könnte damit Maßstäbe für andere Bundesländer setzen.
Bis zum Antragsstart am 2. März sollten Vereine ihre Projektideen konkretisieren. Erfolgreiche Anträge werden einen klaren Digitalisierungsplan vorweisen müssen. Die Landesservicestelle bleibt zentrale Anlaufstelle und informiert fortlaufend über Newsletter und Soziale Medien.
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