NoVA, Verbrenner-Kauf

NoVA 2026: Österreich verteuert Verbrenner-Kauf deutlich

01.01.2026 - 09:25:12

Österreich verschärft die Normverbrauchsabgabe für neue Benziner und Diesel. Eine neue Berechnungsformel und eine Malus-Regelung erhöhen die Kosten, während E-Autos weiterhin befreit bleiben.

Ab heute zahlen Autokäufer in Österreich mehr für neue Benziner und Diesel. Die Regierung verschärft die Normverbrauchsabgabe (NoVA) zum Jahreswechsel erneut. Die Maßnahme soll den Umstieg auf Elektroautos beschleunigen.

Neue Formel trifft fast alle Verbrenner

Das Herzstück der Reform ist eine technische Anpassung mit großer Wirkung. Die Berechnungsformel für die NoVA bei Pkw lautet nun: (CO2-Emissionen in g/km minus 91) geteilt durch 5. Bisher wurden 94 Gramm abgezogen.

Malus-Regelung trifft starke Schlucker besonders hart

Für Spritfresser wird es besonders teuer. Überschreitet ein Neuwagen den Grenzwert von 155 Gramm CO2 pro Kilometer, greift die Malus-Regelung. Pro Gramm darüber werden 80 Euro Strafzahlung fällig.

  • Der Höchststeuersatz für die NoVA bleibt bei 80 Prozent gedeckelt. Diese Obergrenze betrifft vor allem teure Sportwagen und SUVs.
  • Für Motorräder gilt ab heute: (CO2-Emissionen minus 51) geteilt durch 4. Der Höchststeuersatz liegt hier bei 30 Prozent.

Diese Übergangsregeln und Ausnahmen gelten

Nicht jeder muss sofort zahlen. Der Gesetzgeber hat eine Schonfrist für Bestellungen aus dem Vorjahr eingebaut:

  • Übergangsregelung: Wer seinen Kaufvertrag vor dem 1. Dezember 2025 unterschrieben hat, profitiert noch von den alten Sätzen – vorausgesetzt, das Auto wird bis zum 1. April 2026 ausgeliefert.
  • Befreiung: Rein elektrische Fahrzeuge und Wasserstoffautos bleiben von der NoVA befreit, da ihr CO2-Ausstoß mit null Gramm berechnet wird.

Weitere Kostensteigerungen für Autofahrer

Die NoVA ist nicht die einzige finanzielle Belastung, die 2026 steigt. Autofahrer müssen sich auf höhere Fixkosten einstellen:

  • Die motorbezogene Versicherungssteuer für neue Verbrenner steigt leicht an.
  • Die Pkw-Jahresvignette kostet nun 106,80 Euro.
  • 2026 ist das letzte Jahr der klassischen Klebevignette. Ab 2027 gilt nur noch das digitale System.

Als Gegenpol zur Verteuerung wurde der „Pendlereuro“ zur Entlastung Berufspendler deutlich angehoben. Der Betrag pro Kilometer verdreifachte sich von 2 auf 6 Euro.

Wohin steuert die österreichische Verkehrspolitik?

Die NoVA-Erhöhung ist Teil eines langfristigen Plans. Österreich setzt damit im europäischen Vergleich weiter auf eine der progressivsten CO2-Abgaben bei der Fahrzeugzulassung. Marktbeobachter erwarten einen weiteren Schub für Elektro- und Hybridautos.

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Doch ist der Spagat zwischen Klimaschutz und sozialer Verträglichkeit gelungen? Kritiker warnen, dass die Mobilität für Haushalte, die sich kein E-Auto leisten können, zur finanziellen Belastung wird.

Bereits ab 1. Juli 2026 steht die nächste Änderung an: Die Rückvergütung der NoVA beim Fahrzeugexport wird eingeschränkt. Sie soll dann nur noch möglich sein, wenn die Erstzulassung maximal vier Jahre zurückliegt. Die Botschaft der Politik bleibt klar: Der Besitz von Verbrennern wird stetig teurer.

@ boerse-global.de