Norvarski-Betrüger schicken gefälschte Anwaltsbriefe mit QR-Codes
04.01.2026 - 12:05:12Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Betrugswelle mit professionell gefälschten Anwaltsbriefen. Kriminelle versenden tausende Schreiben einer angeblichen Kanzlei namens “Norvarski & Partners LLP” und locken mit einer angeblichen Schadensersatzzahlung von über 64.000 Euro. Der Haken: Ein QR-Code im Brief führt direkt in die Datenfalle.
Die perfide Masche: QR-Code statt Überweisung
Die Betrüger kombinieren klassische Post mit modernem “Quishing” – einer Mischung aus QR-Code und Phishing. Die Empfänger erhalten ein täuschend echtes Schreiben aus Zürich. Darin heißt es, ihnen stehe aus einem sogenannten “Remissionsverfahren” eine hohe Entschädigung zu. Statt eines Überweisungsträgers fordern die Kriminellen jedoch, einen QR-Code mit dem Smartphone zu scannen.
Dahinter verbirgt sich eine gefälschte Webseite. Dort werden sensible Daten abgefragt: Von der Kopie des Personalausweises bis hin zu den Online-Banking-Zugängen. In einigen Fällen verlangten die Täter anschließend noch eine “Bearbeitungsgebühr” per Sofortüberweisung.
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So erkennen Sie den Betrug
Die Verbraucherzentralen listen klare Warnsignale auf:
* Fiktive Kanzlei: “Norvarski & Partners LLP” existiert im Schweizer Anwaltsregister nicht.
* Falsches Juristendeutsch: Der Begriff “Remissionsverfahren” ist in diesem Kontext sinnlos und soll nur seriös wirken.
* QR-Code als Alarmzeichen: Seriöse Anwälte fordern niemals zur Dateneingabe über einen einfachen QR-Link auf.
* Vorkasse-Falle: Jede Vorabzahlung für eine angebliche Entschädigung ist ein sicheres Betrugsindiz.
Warum der Briefkasten zum Risiko wird
Der Trick nutzt einen geschickten “Medienbruch” aus. Während E-Mail-Filter viele Phishing-Angriffe abfangen, genießt die physische Post noch immer großes Vertrauen. Der schnelle Scan mit dem privaten Smartphone umgeht zudem Sicherheitsvorkehrungen des heimischen PCs.
Die Täter arbeiten mit alten Adressdaten von Menschen, die früher Opfer von Gewinnspielbetrug oder Datenlecks wurden. Diese gezielte Ansprache erhöht die Glaubwürdigkeit. Sicherheitsexperten beobachten, dass die Qualität solcher Schreiben durch KI-Tools massiv gestiegen ist – Rechtschreibfehler sucht man vergebens.
Was Sie jetzt tun sollten
Erhalten Sie einen solchen Brief, sollten Sie ihn nicht wegwerfen. Bringen Sie das Schreiben zur Polizei und erstatten Sie Anzeige – auch wenn kein Schaden entstanden ist. Die Ermittler benötigen die physischen Beweise.
Im Zweifelsfall gilt: Nutzen Sie niemals die Kontaktdaten aus dem verdächtigen Schreiben. Recherchieren Sie die angegebene Kanzlie eigenständig im Internet. Bei “Norvarski & Partners” ist die Sache klar: Der Brief gehört ins Altpapier oder aufs Polizeirevier.


