No-Code-Plattformen: Mitarbeiter automatisieren jetzt selbst
21.01.2026 - 21:43:12Fachkräfte übernehmen mit No-Code-Tools die Prozessoptimierung. Sie automatisieren eigenständig Abläufe in Marketing, Personal und Finanzen – ganz ohne Programmierkenntnisse. Diese Entwicklung entlastet die IT und beschleunigt die digitale Transformation in Unternehmen.
Vom Warten zum Machen: Die neue Rolle der Fachabteilungen
Statt auf die knappen Ressourcen der IT zu warten, greifen Mitarbeiter selbst zu visuellen No-Code-Plattformen. Mit Drag-and-Drop-Funktionen erstellen sie maßgeschneiderte Anwendungen für ihre täglichen Aufgaben. Diese „Citizen Developer“ kennen die Prozess-Engpässe am besten und können sie nun direkt beseitigen.
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Analysten von Gartner prognostizieren: Bis 2026 werden rund 80 Prozent der Nutzer von Low-Code-Anwendungen außerhalb der IT-Abteilungen sitzen.
So setzen Unternehmen No-Code konkret ein
Die Anwendungsfälle sind vielfältig und sparen überall Zeit:
* Personalwesen (HR): Automatisierte Onboarding-Prozesse, von der Willkommens-E-Mail bis zur Einrichtung aller Benutzerkonten.
* Marketing: Effizientere Steuerung von E-Mail-Kampagnen und Lead-Verwaltung durch automatisierte Workflows.
* Finanzen & Recht: Standardisierte Genehmigungsprozesse für Rechnungen oder automatisierte Compliance-Aufgaben.
Explosives Marktwachstum treibt den Trend
Der globale Markt für No-Code- und Low-Code-Plattformen könnte bis 2030 auf 187 Milliarden US-Dollar wachsen. Drei Hauptfaktoren befeuern diesen Boom:
1. Der anhaltende Mangel an IT-Fachkräften.
2. Der Kostendruck auf Unternehmen.
3. Die Notwendigkeit, Entwicklungsprozesse drastisch zu beschleunigen.
Unternehmen berichten von einer deutlich verkürzten Time-to-Market für neue Anwendungen und sinkenden Entwicklungskosten.
Die große Herausforderung: Kontrolle über die „Schatten-IT“
Die neue Freiheit birgt Risiken. Die unkontrollierte Entstehung einer „Schatten-IT“ kann zu Sicherheitslücken und Datenchaos führen. Eine klare Governance ist daher unerlässlich.
Die IT-Abteilung muss vom „Macher“ zum „Befähiger“ werden. Ihre neue Rolle: Leitplanken definieren, Sicherheitsstandards durchsetzen und die Citizen Developer beratend unterstützen. Nur so lässt sich das volle Potenzial sicher ausschöpfen.
Die nächste Stufe: KI macht Automatisierung intelligent
Die Zukunft des No-Code-Trends heißt KI-Integration. Künftige Plattformen werden proaktiver:
* KI-Assistenten analysieren Prozesse und identifizieren Optimierungspotenziale.
* Automatisch generierte Workflow-Vorschläge beschleunigen die Entwicklung.
* Diese „Hyperautomatisierung“ ermöglicht noch komplexere Systeme ohne Programmieraufwand.
Die Demokratisierung der Softwareentwicklung steht erst am Anfang. Dass Fachkräfte ihre eigenen Automatisierungswerkzeuge bauen, wird zur neuen Normalität – und verändert die Arbeitswelt nachhaltig.


