Niedersachsen führt 2,50-Euro-Menü für Studierende wieder ein
05.01.2026 - 04:02:12Das Niedersachsen-Menü kehrt zum Festpreis von 2,50 Euro zurück. Pünktlich zum Start des Jahres 2026 führen die Hochschulmensen in Hannover, Göttingen und anderen niedersächsischen Städten das subventionierte Angebot wieder ein. Es gilt exklusiv für Studierende und umfasst ein Hauptgericht mit zwei Beilagen.
Die rot-grüne Landesregierung finanziert das zunächst bis Ende 2026 befristete Projekt mit zweckgebundenen Mitteln. Verantwortliche der Studentenwerke betonen, die Maßnahme sei angesichts der Kostenexplosion dringend notwendig. Ohne den Landeszuschuss wären die Preise deutlich stärker gestiegen.
Ein Menü mit Lenkungswirkung
Doch das Angebot ist mehr als eine reine Preisfrage. Es verfolgt eine klare „Veggie-First“-Strategie. An drei von fünf Werktagen – montags, mittwochs und freitags – ist das 2,50-Euro-Menü strikt vegetarisch oder vegan. Nur dienstags und donnerstags gibt es Fleisch- oder Fischgerichte.
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Ernährungswissenschaftler loben diesen Ansatz. Der attraktive Preis soll Gäste motivieren, häufiger zu fleischlosen Alternativen zu greifen. Bereits frühere Pilotphasen zeigten: Die Akzeptanz für vegetarische Optionen steigt, wenn sie preislich attraktiv und qualitativ hochwertig sind.
Die Kehrseite der Medaille: Andere Preise steigen
Trotz des günstigen Aktionsmenüs bleibt der wirtschaftliche Druck auf die Studentenwerke hoch. Parallel zur Wiedereinführung mussten sie zum Jahreswechsel an anderer Stelle die Preise anpassen.
* Für reguläre Gerichte außerhalb des Angebots stiegen die Preise vielerorts um etwa 20 Cent.
* Auch in den Cafeterien zogen die Kosten für Backwaren und Kaffee an.
Geschäftsführer der Werke machen deutlich: Die Sonderfinanzierung für das 2,50-Euro-Menü löst die strukturellen Finanzierungsdefizite nicht. Die Basiszuschüsse der Länder hielten mit den gestiegenen Kosten für Energie, Personal und Wareneinsatz nicht Schritt.
Ein realpolitischer Mittelweg
Das niedersächsische Modell gewinnt vor einem bundesweiten Hintergrund an Bedeutung. Der Bürgerrat „Ernährung im Wandel“ forderte ein kostenfreies Mittagessen an Kitas und Schulen. Das 2,50-Euro-Menü positioniert sich als praktikabler Kompromiss: nicht kostenlos, aber hochgradig erschwinglich.
Kann es damit zur Blaupause für andere Bundesländer werden? Während Länder wie Finnland seit Jahrzehnten kostenloses Schulessen anbieten, tut sich Deutschland mit der Finanzierung schwer. Kritiker bemängeln, dass ähnliche Modelle für Schulen und Kitas bislang fehlen.
Ein Jahr auf Bewährung
2026 wird zum entscheidenden Testlauf. Reichen die Landesmittel, um die erwartete hohe Nachfrage zu decken? Bereits 2023 gingen rund 1,5 Millionen vergünstigte Portionen über die Theken. Für dieses Jahr rechnen Prognosen mit einer noch höheren Auslastung.
Sollte sich das Modell bewähren, dürfte der Druck auf andere Bundesländer steigen, ähnliche „Inflationsbremsen“ einzuführen. Für die Studierenden beginnt eine Phase der Entlastung. Für die Ernährungspolitik startet ein spannendes Experiment: Wie viel Steuerungswirkung kann ein Preis von 2,50 Euro wirklich entfalten?
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