Niederösterreich startet neue Wohnbau-Offensive mit Mietkauf-Modellen
11.01.2026 - 09:54:12Niederösterreich setzt seine Wohnbau-Reform mit konkreten Projekten in St. Pölten und Zwettl um. Kern der Offensive sind leistbare Mietkauf-Optionen, die durch europäische Gelder und spezielle Förderungen für junge Menschen ermöglicht werden. Die neuen Modelle sollen den Weg ins Eigentum auch bei hohen Zinsen wieder ebnen.
EIB-Mittel senken Mieten um bis zu 200 Euro jährlich
Ein zentraler Baustein ist die Kooperation mit der Europäischen Investitionsbank (EIB). Rund 125 Millionen Euro an günstigen Krediten fließen so in den gemeinnützigen Wohnbau. Diesen Finanzierungsvorteil geben die Bauvereinigungen direkt an die Mieter weiter.
Die Folge: Die Mieten in den neuen Anlagen sollen um bis zu 200 Euro pro Jahr niedriger ausfallen. Das entlastet die Haushalte nicht nur monatlich, sondern erleichtert auch das Ansparen für den späteren Kauf der Wohnung. Die Option, die Immobilie nach fünf oder zehn Jahren zu erwerben, wird so wieder attraktiver.
St. Pölten setzt auf „Junges Wohnen“ für unter 35-Jährige
In der Landeshauptstadt kommt die Förderschiene „Junges Wohnen“ zum Zug. Sie richtet sich speziell an Menschen bis 35 Jahre. Die Einstiegshürden sind dabei bewusst niedrig gehalten.
- Eigenmittel: Maximal 4.000 Euro sind nötig.
- Größe: Die Wohnungen sind auf bis zu 60 Quadratmeter begrenzt.
Für den angespannten St. Pöltner Markt bietet das eine realistische Perspektive. Berufseinsteiger und junge Paare können so langfristig Eigentum bilden, ohne sich von Anfang an finanziell zu übernehmen.
Zwettl baut auf „Reconstructing“ und Verdichtung
Im Waldviertel folgt man einem anderen Ansatz. In Zwettl liegt der Fokus auf „Reconstructing“ – dem Ersatzneubau von nicht mehr sanierungsfähigen Gebäuden. Das spart Boden und schafft modernen Wohnraum in bestehenden Strukturen.
Auch hier wird das Modell mit der Mietkauf-Option kombiniert. Für die Region ist das strategisch wichtig, um Abwanderung zu bremsen und Familien eine attraktive Alternative zum teuren Hausbau zu bieten. Die Nachfrage nach diesen risikoarmen Modellen ist laut ersten Berichten bereits hoch.
Nachhaltigkeit wird zur Pflicht
Alle neuen Projekte müssen hohe Energiestandards erfüllen. Die novellierte Förderrichtlinie setzt starke Anreize für Photovoltaikanlagen mit Stromspeichern. Bisher war die effiziente Nutzung von Solarstrom in Mehrfamilienhäusern oft schwierig.
Die geförderten Speicher erhöhen nun den Eigenverbrauch. Das entlastet die Netze und senkt die Betriebskosten für die Bewohner langfristig. Zukünftige Eigentümer übernehmen so eine Immobilie auf dem modernsten Energiestandard.
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Stabilisierung für den Wohnungsmarkt
Die Einführung der Modelle kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Nach den Zinsturbulenzen der Vorjahre zielt das Land nun auf Langfristigkeit. Marktbeobachter sehen in der Kombination aus EIB-Geldern und angepassten Richtlinien einen klugen Schachzug.
Die Gemeinnützigen Bauvereinigungen fungieren als Stabilisator. Sie können mit den günstigen Mitteln leistbaren Wohnraum schaffen, während der private Markt noch mit hohen Finanzierungskosten kämpft. Das erklärte Ziel der Landesregierung von 1.800 neuen Wohneinheiten pro Jahr soll so erreicht werden.
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