Niederösterreich, Gebäudesanierung

Niederösterreich setzt 2026 voll auf Gebäudesanierung

18.01.2026 - 09:34:12

Niederösterreich fördert massiv Gebäudesanierung statt Neubauten. Mit fast einer Milliarde Euro und neuen Gesetzen wird ein struktureller Wandel in der Bauwirtschaft eingeleitet.

Die niederösterreichische Wohnbaupolitik vollzieht einen radikalen Kurswechsel. Statt Neubauten fördert das Land jetzt massiv die Sanierung bestehender Gebäude. Das zeigt die aktuelle Wohnbaubilanz.

Sanierung schlägt Neubau deutlich

Experten sprechen von einem strukturellen Paradigmenwechsel. Die Devise „Sanierung vor Neubau“ wird mit harten Zahlen untermauert. Im großvolumigen Wohnbau stehen für 2025 rund 1.400 geförderte Neubau-Einheiten über 8.500 Sanierungseinheiten gegenüber.

Insgesamt bewilligte das Land Förderungen für 13.984 Wohneinheiten. Das investierte Volumen nähert sich der Milliardengrenze.

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  • Fördervolumen: Rund 844 Millionen Euro
  • Zusätzlich: Entlastungen wie „Wohnbau-Zinscap“ und direkte Wohnzuschüsse

Für die Bauwirtschaft ist das ein vitales Signal. Sie muss sich bei rückläufigen Neubauaufträgen neu orientieren.

Bürokratieabbau soll Boom beschleunigen

Ein neues Gesetz soll den Sanierungsboom weiter anheizen. Das „NÖ Sanierungsvereinfachungsgesetz“ tritt voraussichtlich am 1. März in Kraft. Es baut bürokratische Hürden ab, die bisher viele Eigentümer von Renovierungen abhielten.

Die Einspruchsfrist für die Novelle endet in wenigen Tagen. Experten erwarten, dass Projekte ab dem Frühjahr deutlich schneller realisiert werden können.

Der Markt reagiert bereits

Die politische Steuerung wirkt. Makler berichten von einer veränderten Nachfrage. Sanierungsbedürftige Häuser in guten Lagen sind gefragt, Baugrundstücke am Rand liegen teils länger.

Laut Prognosen wie von RE/MAX zeigen die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser wieder leichte Aufwärtstendenzen. Besonders im Speckgürtel Wiens verlagert sich das Interesse auf Bestandsimmobilien. Neubauprojekte sind für viele aufgrund hoher Kosten kaum noch realisierbar.

Im geförderten Bereich liegt der Fokus auf leistbarem Mietwohnraum durch Sanierung. Im Eigentumssegment bleibt der Erwerb sanierungsbedürftiger Objekte für viele jonge Familien die einzige leistbare Option – auch wegen strenger Kreditrichtlinien.

Was bedeutet das für 2026?

Die Weichen sind gestellt: Attraktive Förderungen, der angekündigte Bundes-Sanierungsbonus und vereinfachte Regeln lassen den Boom nicht abreißen. Die Bauwirtschaft wird ihre Kapazitäten weiter in Richtung Sanierung verschieben.

Für Immobilienbesitzer und Suchende ist Sanierung 2026 kein Nice-to-have mehr. Es ist das ökonomisch rationalste Modell.

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