Niederösterreich investiert vier Millionen Euro in digitale Pflege
09.01.2026 - 14:45:12Niederösterreich startet eine Digitalisierungsoffensive in der Altenpflege. Mit vier Millionen Euro will das Land Pflegekräfte entlasten und die Lebensqualität von Senioren steigern.
Die am Freitag von Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister vorgestellte Initiative ist ein Kernstück der „NÖ Pflege- und Betreuungsstrategie 2025+“. Das Geld fließt bis Ende 2026 in die Ausstattung von Pflegeeinrichtungen mit moderner Technologie. Hintergrund ist der anhaltende Fachkräftemangel bei gleichzeitig alternder Bevölkerung.
„Es geht nicht darum, menschliche Zuwendung durch Maschinen zu ersetzen“, betont Teschl-Hofmeister. Stattdessen soll die Technologie als „Force Multiplier“ wirken – also Routinearbeiten übernehmen, um den Pflegekräften mehr Zeit für die Bewohner zu verschaffen. Die vier Millionen Euro markieren eine deutliche Aufstockung gegenüber früheren Planungen und zeigen den Willen zur flächendeckenden Umsetzung.
Sprachassistenten und Senioren-Tablets im Einsatz
Ein Schwerpunkt liegt auf Systemen zur sprachgestützten Dokumentation. Pflegekräfte können Patientendaten und Pflegenotizen diktieren, eine KI transkribiert sie automatisch. Experten schätzen, dass so pro Woche und Kraft mehrere Stunden Büroarbeit wegfallen.
Parallel wird das soziale Wohlbefinden der Bewohner gefördert. Das Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Gutenstein setzt bereits das Tablet-System „Media4Care“ erfolgreich ein. Die speziell für Senioren – auch mit Demenz – entwickelten Geräte bieten Musik, Filme, Gedächtnisspiele und Biografie-Arbeit. Sie erleichtern die Kommunikation zwischen Bewohnern, Angehörigen und Personal.
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Mehr Zeit für Menschen durch weniger Bürokratie
Die Digitalisierung der Pflege wirft ethische Fragen auf. Das Land positioniert die Maßnahmen daher klar unter dem Leitmotiv „Mehr Zeit für Menschen gewinnen“. Die menschliche Zuwendung bleibe unersetzlich, betont das Büro der Landesrätin. Die Technologie solle sie gerade schützen, indem sie störende Verwaltungsaufgaben abfange.
Pflegeethiker sehen darin einen modernen Ansatz. Weniger Dokumentationsstress könne Burnout vorbeugen und eine aufmerksamere Atmosphäre schaffen. Die Strategie schließt auch pflegende Angehörige ein. Geprüft wird, wie digitale Lösungen die häusliche Pflege durch bessere Kommunikationsplattformen oder Fernunterstützung erleichtern können.
Impuls für Health-Tech und europäische Vorbildrolle
Die Investition soll den heimischen MedTech-Markt beleben. Beobachter rechnen mit neuen Partnerschaften zwischen Pflegeheimen und Technologie-Startups. Niederösterreich positioniert sich damit an der Spitze eines europäischen Trends zu „E-Health“ und „Ambient Assisted Living“.
Bis Ende 2026 liegt der Fokus auf der Umsetzung und Evaluation der geförderten Projekte. Erfolgsmodelle sollen später in allen landeseigenen Einrichtungen Standard werden. Gelingt der digitale Wandel, könnte Niederösterreich zum Vorbild für andere Bundesländer und europäische Regionen werden. Der wahre Erfolg misst sich letztlich nicht an der Technik, sondern an den gewonnenen Minuten für Gespräche und Zuwendung.
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