NEURA, Robotics

NEURA Robotics stellt kognitive Roboter-Generation auf der CES vor

07.01.2026 - 04:04:11

Der deutsche Roboterhersteller NEURA Robotics präsentiert auf der CES 2026 die dritte Generation seines humanoiden Roboters 4NE-1. Das Modell setzt auf Sicherheit, kognitive KI und ein modulares Design für den praktischen Einsatz in der Industrie.

NEURA Robotics revolutioniert mit dem 4NE-1 die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Der in Deutschland entwickelte Humanoid setzt auf Sicherheit und künstliche Intelligenz, um gegen US- und chinesische Konkurrenz zu bestehen.

Auf der Technikmesse CES 2026 in Las Vegas hat das deutsche Unternehmen NEURA Robotics die dritte Generation seines humanoiden Roboters 4NE-1 präsentiert. Das in Metzingen ansässige Unternehmen positioniert sich damit als europäischer Champion im globalen Wettlauf um vielseitig einsetzbare Roboter für Fabrikhallen und möglicherweise auch Privathaushalte. Die Neuentwicklung entstand in Zusammenarbeit mit Studio F.A. Porsche und kombiniert erstklassiges Design mit sogenannter kognitiver Automatisierung.

Design-Offensive mit Studio F.A. Porsche

Der auffälligste Fortschritt ist das komplett überarbeitete Erscheinungsbild. Während frühere Versionen rein funktional waren, setzt das Gen-3-Modell auf eine schlankere, vertrauenerweckendere Form. „Das Aussehen eines Roboters ist entscheidend für seine Akzeptanz in unserer Gesellschaft“, betonten NEURA-Vertreter. Die Design-Partnerschaft ist mehr als Kosmetik: Die Hülle integriert direkt die proprietäre „Sensor-Haut“ des Unternehmens. Diese berührungsempfindliche Oberfläche erkennt Kontakt und Nähe am gesamten Körper. Der Roboter kann seine Bewegungen sofort stoppen oder anpassen, wenn ein Mensch zu nahe kommt – eine Schlüsselfunktion für sichere Kooperation.

Mit einer Größe von 1,80 Metern und einem Gewicht von 80 Kilogramm ist der 4NE-1 für eine menschengemachte Umgebung konzipiert. Sein modulares Design mit austauschbaren Unterarmen erlaubt es, standardisierte Greifer je nach Aufgabe gegen Spezialwerkzeuge auszutauschen, von filigraner Montagearbeit bis zum Heben schwerer Lasten.

Kognitive KI und das Ökosystem „Neuraverse“

Die Intelligenz im Inneren speist sich aus einer Kombination von NEURAs eigener KI und NVIDIAs neuesten Robotik-Plattformen, darunter die Isaac-GR00T-Foundation-Modelle. Diese Integration ermöglicht, was CEO David Reger „kognitive Robotik“ nennt: Maschinen, die nicht nur programmierte Abläufe wiederholen, sondern ihre Umgebung wahrnehmen, verstehen und daraus lernen.

Der Roboter agiert innerhalb des „Neuraverse“, eines cloud-basierten Betriebssystems. Darin können NEURA-Roboter Fähigkeiten und Daten teilen. Lernt ein Roboter in einer deutschen Fabrik, mit einem neuen Objekt umzugehen, steht dieses Wissen sofort einem ganzen Fuhrpark in den USA zur Verfügung.

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Zu den technischen Kernspecs gehören:
* Traglast: Bis zu 20 kg im dynamischen Betrieb, mit statischer Hebekapazität von bis zu 100 kg in speziellen Konfigurationen.
* Geschwindigkeit: Eine Gehgeschwindigkeit von etwa 3 km/h, angepasst an menschliches Tempo.
* Ausdauer: Ein intelligentes Dual-Batterie-System ermöglicht durch Hot-Swapping einen potenziell rund-um-die-Uhr-Betrieb.

Erweiterte Produktfamilie: Mini-Version und Vierbeiner

Neben dem Flaggschiff überraschte NEURA mit zwei weiteren Neuheiten: dem 4NE-1 Mini und einem Quadruped-Roboter (Vierbeiner).

Die kompakte Mini-Version, für Frühjahr 2026 angekündigt, richtet sich an Forschung, Bildung und Service-Bereiche, wo ein großer Industrieroboter unnötig oder einschüchternd wirken könnte. Sie teilt die kognitive KI-Architektur des großen Bruders.

Der vierbeinige Roboter für unwegsames Gelände und Inspektionsaufgaben konkurriert direkt mit Boston Dynamics‘ Spot. Durch die Integration in die Neuraverse entsteht ein Ökosystem, in dem Vierbeiner inspizieren und Humanoiden anschließend Reparaturen ausführen können.

Marktstrategie: Praktischer Nutzen vor Spektakel

Das Debüt fällt in eine entscheidende Phase für die Humanoid-Branche. Während Konkurrenten wie Tesla oder Figure AI mediale Aufmerksamkeit generieren, setzt NEURA auf sofort einsetzbare, sichere Features für geteilte Arbeitsräume. Branchenbeobachter sehen in austauschbaren Werkzeugen und Sensor-Haut eine Strategie des praktischen Nutzens gegenüber spektakulären Vorführungen.

Das Unternehmen hatte zuvor einen Einstiegspreis ab etwa 60.000 Euro genannt – eine aggressive Positionierung gegenüber teureren Industrielösungen. „Wir bauen keinen Modepuppen- oder Freundersatz-Androiden“, so das Unternehmen. „Wir entwickeln einen robusten Roboter, der perfekt in die menschliche Alltagswelt passt.“

Mit etablierten Serienproduktionskapazitäten tritt NEURA nun in die Phase der kommerziellen Skalierung ein. Erste Einsätze in Fertigung und Logistik sind für 2026 geplant, gefolgt von Anwendungen im Dienstleistungs- und Gesundheitssektor. Durch Software-Updates und das wachsende kollektive Wissen im Neuraverse rückt die Vision eines alltagstauglichen Roboterassistenten näher.

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